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DFB-Pokal: Abgebrochenes Spiel wird für RB Leipzig gewertet

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Kein Wiederholungsspiel  

Leipzig gewinnt gegen Osnabrück am grünen Tisch

14.08.2015, 15:11 Uhr | dpa, sid

DFB-Pokal: Abgebrochenes Spiel wird für RB Leipzig gewertet. Schiedsrichter Martin Petersen krümmt sich und unterbricht das Spiel, nachdem er von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde. (Quelle: dpa)

Schiedsrichter Martin Petersen krümmt sich und unterbricht das Spiel, nachdem er von einem Gegenstand am Kopf getroffen wurde. (Quelle: dpa)

Das abgebrochene Skandalspiel im DFB-Pokal in Osnabrück wird zugunsten des Zweitligisten RB Leipzig gewertet. Es kommt nicht zu einem Wiederholungsspiel. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Die Sachsen ziehen durch das 2:0 am grünen Tisch in die zweite Runde ein, der drittklassige VfL Osnabrück, der zum Zeitpunkt des Abbruchs in der 71. Minute 1:0 geführt hatte, ist damit ausgeschieden. Die Niedersachsen gaben zwischenzeitlich bekannt, dass sie auf einen Einspruch verzichten. Damit kann auch die Auslosung zur 2. Runde am Abend wie geplant stattfinden.

RB Leipzig akzeptiert die Entscheidung

Auch RB Leipzig akzeptiert die Entscheidung an. Nun wolle man sich auf das Spiel gegen Braunschweig "fokussieren", sagte der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff nach der Entscheidung. "Wir haben uns mit Nachdruck für ein Wiederholungsspiel eingesetzt, denn es war unser Ziel, sportlich in die nächste Runde einzuziehen", erklärte Mintzlaff.

Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, äußerte zum Leipziger Angebot eines Wiederholungsspiels: "Das ist als faire Geste zu werten, ändert aber nichts an der Entscheidung des Sportgerichts."

"Verein ist für seine Zuschauer verantwortlich"

Die Partie war am vergangenen Montagabend abgebrochen worden, weil Schiedsrichter Martin Petersen von einem aus dem VfL-Block geworfenen Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Er erlitt dabei eine leichte Gehirnerschütterung.

"Gemäß der für alle Vereine geltenden Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für den VfL Osnabrück mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und das Verschulden der Zuschauer dem Verein zuzurechnen ist", sagte Lorenz: "Die Spielumwertung ist in Paragraph 18, Nummer 4, als Rechtsfolge alternativlos vorgeschrieben. Ein Wiederholungsspiel oder ein Nachspielen der letzten 20 Minuten ist daher nicht möglich."

Möglichkeit der Manipulation von Wettbewerben

Würde das Sportgericht "auf dieses Angebot eingehen, so wäre dies gleichbedeutend mit dem Verlust jeder Rechtssicherheit", sagte Lorenz: "Die Gestaltung eines Wettbewerbs kann nicht vom Goodwill einzelner Vereine abhängig sein. Zudem würde man der Möglichkeit einer Manipulation von Wettbewerben die Tür öffnen, wenn die Vereine zukünftig selbst darüber entscheiden könnten, ob sie noch mal spielen wollen oder nicht."

Über etwaige Sanktionen gegen den VfL Osnabrück wird das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss gesondert entscheiden.

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