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DFB-Pokal: Die größten Erstrunden-Sensationen

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Die größten Pokal-Sensationen  

Erinnern Sie sich noch an diese Bayern-Blamage?

10.08.2017, 11:57 Uhr | dpa

DFB-Pokal: Die größten Erstrunden-Sensationen. VestenbergsgreuthsTorschütze Roland Stein jubelt nach dem 1:0. Bayern-Torwart Torwart Oliver Kahn ist bedient. (Quelle: imago/Sven Simon)

VestenbergsgreuthsTorschütze Roland Stein jubelt nach dem 1:0. Bayern-Torwart Torwart Oliver Kahn ist bedient. (Quelle: Sven Simon/imago)

In der ersten Runde des DFB-Pokals stehen Sensationen und Blamagen auf dem Programm. Schon viele Bundesligisten sind grandios an unterklassigen Vereinen gescheitert. Der oft ungleiche Kampf zieht seit Jahrzehnten die Fans in den Bann. 

Blamagen erlebten in der vergangenen Saison Werder Bremen und RB Leipzig. Sie schieden als einzige Bundesligisten in der ersten Runde aus.

Hier sind einige Erstrunden-Überraschungen der letzten Jahre:

  • 1984: SC Geislingen - Hamburger SV 2:0

Damals war der Hamburger SV noch groß: Doch selbst mit Stars wie Uli Stein, Manfred Kaltz oder Felix Magath war das Team von Trainerlegende Ernst Happel beim schwäbischen Drittligisten klar unterlegen. Nach der Partie klagte Magath: "Die eigentliche Katastrophe ist, dass wir überhaupt keine Siegchance hatten."

  • 1990: FV Weinheim - FC Bayern München 1:0

Nur wenige Wochen nach dem WM-Triumph mit der DFB-Elf war für Klaus Augenthaler am 4. August 1990 eines klar: Der große FC Bayern spaziert beim badischen Oberligisten Weinheim locker in Runde 2. Doch am Ende siegt der Underdog sensationell durch ein Elfmeter-Tor von Hans-Peter Makan. "Es war für mich immer eine Schande. Egal ob als Spieler oder Trainer", sagte der 59-jährige Augenthaler "DerWesten".

  • 1994: TSV Vestenbergsgreuth - FC Bayern München 1:0

Für den neuen Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni wurde das erste Pflichtspiel ein Desaster. Vestenbergsgreuth ist ein kleines Dorf bei Nürnberg, gespielt wird aber im Nürnberger Frankenstadion. Millionen Fans bei der ZDF-Liveübertragung und knapp 25.000 im Stadion erleben den Sensationssieg des Regionalligisten. "Dass alle über uns gespottet haben, ist normal", sagte der Bayern-Profi Dietmar Hamann.

  • 1995: SV Sandhausen - VfB Stuttgart 13:12 n.E.

Auch das magische Dreieck des VfB Stuttgart mit Krassimir Balakow, Fredi Bobic und Giovane Elber kann die Blamage beim damaligen Regionalligisten Sandhausen nach einem rekordträchtigen Elfmeterschießen nicht verhindern. Einige Kicker müssen sogar doppelt antreten. Als einziger Schütze verschießt der Stuttgarter Hendrik Herzog. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2.

  • 2001: SSV Ulm - 1. FC Nürnberg 2:1

Im Jahr 2001 ist der frühere Bundesligist Ulm aus wirtschaftlichen Gründen bis in die fünfte Liga abgestürzt. Aus der Erstligasaison 1999/2000 steht nur noch Dragan Trkulja im Kader. Der Serbe erzielt den 2:1-Siegtreffer gegen den "Club", der damals von Weltmeister Klaus Augenthaler trainiert wird.

  • 2006: Stuttgarter Kickers - Hamburger SV 4:3 n.V.

Bei Drittligist Stuttgarter Kickers liegt der HSV schon mit 0:2 zurück, dreht den Rückstand aber in eine 3:2-Führung. Doch eine Minute vor dem Ende gleicht Recep Yildiz für die Kickers zum 3:3 aus, ehe Christian Okpala in der Verlängerung den 4:3-Siegtreffer schießt.

  • 2011: Dynamo Dresden - Bayer Leverkusen 4:3 n.V.

Leverkusen mit "Capitano" Michael Ballack führt bei strömendem Regen schon nach zwölf Minuten mit 2:0, kurz nach der Pause nach einem Tor von Andrè Schürrle gar mit 3:0. Doch der Zweitligist schlägt mit einer fulminanten Aufholjagd zurück, schafft das 3:3. Das entscheidende Tor macht Dresdens Alexander Schnetzler in der Verlängerung. "Ich bin ein bisschen sprachlos und komme mir vor wie im falschen Film", sagte Bayer-Stürmer Stefan Kießling.

  • 2012: Berliner AK - 1899 Hoffenheim 4:0

Die von Markus Babbel trainierten Hoffenheimer blamieren sich beim Berliner Viertligisten völlig. Babbels Traineramt in Hoffenheim währt danach nicht mehr lange. Im Dezember muss der Ex-Profi gehen.

  • 2015: FC Carl Zeiss Jena - Hamburger SV 3:2 n.V.

Der Bundesliga-Dino erlebt die nächste Pokalschmach. HSV-Coach Bruno Labbadia hatte vor dem Viertligisten gewarnt. Genutzt hat es nichts. Nachdem Michael Gregoritsch in der 4. Minute der Nachspielzeit für die Hamburger die Verlängerung erzwingt, sieht es nach einem Happy End für den Favoriten aus. Doch die Akkus sind leer, Jena kämpft und wird durch Johannes Pieles Kopfball-Tor in der 106. Minute belohnt.

  • 2016: Sportfreunde Lotte - Werder Bremen 2:1

Werder Bremen blamiert sich beim Drittligaaufsteiger Sportfreunde Lotte auf ganzer Linie. Nach dem vierten Erstrunden-Knockout seit 2011 gegen ein Drittligateam moniert Werders Geschäftsführer Frank Baumann mangelnde Einstellung, Disziplinlosigkeiten, taktische Mängel, eine überforderte Abwehr und ein ideenloses Mittelfeld. Zum Liga-Auftakt kommt es genauso schlimm: 0:6 bei Bayern München.

  • 2016: Dynamo Dresden - RB Leipzig 7:6 n.E.

RB Leipzig erlebt bei Zweitligist Dynamo Dresden einen herben Dämpfer vor seinem Bundesliga-Debüt. Der Aufsteiger verspielt eine 2:0-Führung und scheidet nach Elfmeterschießen bereits in der ersten Runde des Pokals aus. Sabitzer (15.) und Kaiser (45.) hatten RB in Führung gebracht, die Kutschke mit einem Doppleschlag (47. und 78.) egalisierte. "Es gab keinen Grund, so außer Tritt zu kommen", sagte Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Pleite.


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