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Nationalmannschaft: Joachim Löw will junge Talente einbinden

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DFB-Elf vor Saisonstart  

Löw will Weltmeister Deutschland noch besser machen

03.09.2014, 18:30 Uhr | sid, t-online.de

Nationalmannschaft: Joachim Löw will junge Talente einbinden. Bundestrainer Jaochim (Mitte) Löw instruiert seine Nationalspieler. (Quelle: imago/Moritz Müller)

Bundestrainer Jaochim (Mitte) Löw instruiert seine Nationalspieler. (Quelle: Moritz Müller/imago)

Stillstand ist Rückschritt: Unter diesem Motto haben Bundestrainer Joachim Löw und sein neuer Kapitän Bastian Schweinsteiger mit Blick auf die EM 2016 in Frankreich die Messlatte für Weltmeister Deutschland sehr hoch gelegt. Schweinsteiger kündigte vor dem ersten Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl gegen Schottland in Dortmund (Sonntag, ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) unverblümt an, dass man in zwei Jahren im Stade de France vor den Toren von Paris den EM-Pokal in die Höhe stemmen wolle.

Löw, der zuvor mit der Neuauflage des Endspiels gegen Argentinien in Düsseldorf (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) das Kapitel WM 2014 endgültig abschließen möchte, stapelt nur geringfügig tiefer und nennt die Finalteilnahme bei der Europameisterschaft als primäres Ziel der Nationalmannschaft.

Die Mannschaft sei auch nach den Rücktritten von Leistungsträgern wie Ex-Kapitän Philipp Lahm, Per Mertesacker und DFB-Rekordtorjäger Miroslav Klose in der Lage, Großes zu leisten: "Wir wollen nicht noch einmal 18 Jahre auf einen Titel warten."

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Ist Bastian Schweinsteiger die richtige Wahl als neuer Kapitän der Nationalmannschaft?

Löw hat schon den Optimierungsplan

In Schweinsteiger hat Löw einen Nachfolger für Lahm gefunden, der zu 100 Prozent seine Philosophie teilt. "Der Erfolg der Vergangenheit ist unser Antrieb und Ansporn für die Zukunft. Es muss sich keiner sorgen, dass wir unseren Biss verloren haben, im Gegenteil: Wir sind hungrig", verspricht der 30-Jährige.

Ebenso wie Löw ist Schweinsteiger vor der Zukunft nicht bange. "Wenn ich mir anschaue, welche großartigen Spieler wieder dazustoßen werden - da werden wir die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern finden", so der neue Capitano. Löw spricht von einem behutsamen Umbruch, bei dem er aber großen Wert darauf lege, die Mannschaft und auch die Spieler individuell weiterzubringen: "Wir wollen uns weiter verbessern. Ich weiß auch schon, wo wir ansetzen müssen."

Dritter Trainer soll eingebunden werden

Die Defizite, die Löw bei seinen Weltmeistern ausgemacht hat, hat er bereits seinem neuen Assistenten Thomas Schneider verraten. Der Nachfolger von Hansi Flick wird ab Oktober, wenn die beiden EM-Qualifikationsspiele in Polen und gegen Irland auf dem Programm stehen, Löw bei seinen Bemühungen tatkräftig unterstützen. Bei den Doppelspieltagen soll künftig dann noch ein weiterer Coach aus dem DFB-Bereich eingebunden werden. "Wir haben bei der WM gemerkt, dass uns ein dritter Trainer ganz gut getan hätte", sagte Löw.

Der 54-Jährige plant deshalb auch, im Falle einer erfolgreichen Qualifikation für die EM 2016 einen zweiten Assistenten für das Turnier mit ins Boot zu nehmen. Ex-Nationalspieler Arne Friedrich, der sich in der aktuellen Saison seine ersten Sporen im DFB-Trainerstab verdient, gilt als heißer Kandidat für diese Planstelle. Aber auch Marcus Sorg, Christian Wück oder Guido Streichsbier sollen beim Weltmeister reinschnuppern und so die ein oder andere Idee in den Nachwuchs tragen.

Junge Talente statt unfitte Stammspieler

Auf den Nachwuchs setzt Löw auch in den kommenden Monaten bis zur EM. "Wir wollen viele junge Spieler in unserer Mannschaft integrieren", kündigte Löw an und machte deutlich, dass er beim Qualifikations-Marathon für Frankreich den ein oder anderen Stammspieler bewusst eine Pause verordnen werde. "Wir werden noch ein paar Monate damit leben müssen, dass einige Nationalspieler angeschlagen sind oder ihre Form suchen", sagte Löw.

Der Bundestrainer blickte zudem schon über die Zeit seines Vertragsendes hinweg, die für die Nationalspieler angesichts von EM 2016, Confed Cup 2017 und WM 2018 in Russland noch härter würde. Deshalb müsse man für die Nationalmannschaft einen großen Stamm zur Verfügung haben: "Einige Talente können sich jetzt für die nächste Stufe empfehlen."

Dortmunder Youngster im Fokus

Dabei nannte Löw explizit die beiden Dortmunder Matthias Ginter und Erik Durm, die ebenso wie Kevin Großkreutz in Brasilien als Weltmeister ohne Einsatz in die Geschichte eingingen. Auch der Stuttgarter Antonio Rüdiger sei ein Kandidat für die Neubesetzung der Abwehr-Viererkette, die im Gegensatz zur WM wieder deutlich offensiver auf den Außenbahnen ausgerichtet wird.

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