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Deutschland - Irland: Bei dem Weltmeister ist der Lack ab

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Nur Platz vier, Wirbel ums Gegentor  

"Zu naiv": Der Lack beim Weltmeister ist ab

15.10.2014, 15:18 Uhr | t-online.de

Deutschland - Irland: Bei dem Weltmeister ist der Lack ab. Hängende Köpfe bei den deutschen Nationalspielern Lukas Podolski, Thomas Müller und Erik Durm (v.li.). (Quelle: Reuters)

Hängende Köpfe bei den deutschen Nationalspielern Lukas Podolski, Thomas Müller und Erik Durm (v.li.). (Quelle: Reuters)

Aus Gelsenkirchen berichtet Jan Vogel

Nach kurzem, ungläubigem Staunen entlud sich mit dem Schlusspfiff der ganze Frust der deutschen Fans: Gellende Pfiffe schallten durch die Gelsenkirchener Arena. Grund dafür war in erster Linie der Ire John O’Shea, der in den letzten Sekunden der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 1:1 (0:0) gegen die DFB-Auswahl die schwarz-rot-goldene Feier schockgefroren hatte. Während die grün eingefärbte Kurve des Stadions tobte, erlitt die Stimmung im Land des Weltmeisters durch den zweiten Punktverlust in Folge in der EM-Qualifikation einen weiteren Dämpfer. Und nicht nur auf den Rängen, auch in der Mixed Zone des Stadions nach dem Spiel gab es an diesem Abend reichlich Frustpotenzial.

Besonders das Gegentor durch O’Shea sorgte anscheinend intern für Irritationen. Bundestrainer Joachim Löw machte zunächst in der TV-Analyse zusammen mit Experte Jens Lehmann Innenverteidiger Mats Hummels für den Treffer verantwortlich. Und das schmeckte dem BVB-Profi, der dies offenbar mitbekommen hatte, gar nicht.

Hummels: "Man wird mir wieder die Schuld geben"

"Ich bin ganz ehrlich", begann der 25-Jährige in der Mixed Zone der Veltins Arena seine Sicht auf die letzten Sekunden des Spiels zu erläutern. "Normalerweise sage ich, wenn ich Fehler mache. Man wird mir wieder die Schuld geben, aber meiner Meinung nach kann ich auch nur noch versuchen, zu retten."

Irlands Abwehrspieler O’Shea hatte nach einer Flanke von Wesley Hoolahan und anschließender Vorarbeit von Jeff Hendrick praktisch mit Schlusspfiff (94. Minute) den Führungstreffer von Toni Kroos aus der 71. egalisiert, und so den ohnehin gut gelaunten und gesangsfreudigen irischen Anhang unter den 51.207 Zuschauern in kollektive Ekstase versetzt.

Wenig weltmeisterliche Schlussphase

"Die Flanke wird geschlagen, dann stehen Antonio Rüdiger, Jerome Boateng und ich zu dritt gegen vier Mann", ärgerte sich Hummels. "Da wird es schwierig, dass jeder einen Gegenspieler deckt. Und mir stehen dann zwei gegenüber und komme zu spät." Weder bei Hoolahans Flanke noch bei Hendricks Hereingabe hatten die deutschen Spieler zuvor energisch eingegriffen.

In der Tat bildete Hummels so nur das letzte Glied in einer Kette aus Fehlern in einer DFB-Defensive, die sich gerade in der Schlussphase mit Konzentrationsschwächen und Ballverlusten wenig weltmeisterlich anstellte. "Ich glaube, in den letzten paar Minuten waren wir naiv", haderte Löw. "Es war ein schwieriges Spiel, Irland stand mit allen Leuten hinten drin. Wir hätten das Spiel ruhig und kontrolliert zu Ende bringen müssen."

Löw: "Bei Einigen fehlt die geistige Frische"

Der Bundestrainer habe gedacht, das Team komme "mit mehr Punkten aus den Oktober-Spielen". Die Mannschaft habe sich das Unentschieden aber auch selbst zuzuschreiben, "weil wir in den letzten fünf, sechs Minuten das Spiel aus der Hand gegeben haben", so Löw weiter. "Bei Einigen fehlte in manchen Momenten die geistige Frische. Wir haben noch nicht das Tempo und die Präzision, das hatte ich fast erwartet. Man kann auch nicht erwarten, dass jeder nach dieser WM im Vollbesitz der geistigen und körperlichen Kräfte ist", meinte Löw, der für grundlegende neuen Überlegungen keinen Grund sieht.

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Gute Ansätze, kaum Ertrag

"Das ist kein Pech. Das haben wir uns selber eingebrockt. Wir haben viele Rückpässe gespielt und einen sicheren Sieg hergegeben", erklärte Keeper Manuel Neuer, der wie schon beim 0:2 gegen Polen die Kapitänsbinde trug. "Wir haben nach dem Führungstor die Dinge vermissen lassen, die wir vorher noch an den Tag gelegt haben."

Nur zu Beginn der Halbzeiten zeigte die junge deutsche Mannschaft mit dem 28-jährigen Neuer als ältestem Akteur, dass sie gewillt war, eine Reaktion auf die Blamage in Warschau zu liefern. Karim Bellarabi erwies sich in diesen Phasen erneut als Aktivposten, Mario Götze präsentierte sich dribbelfreudig und selbstbewusst, und auch die zuletzt kritisierten Außenverteidiger Erik Durm und Antonio Rüdiger versuchten in der Offensive zu glänzen.

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Erneut deutliches Chancenübergewicht

Es blieb allein zumeist bei guten Ansätzen. Schließlich fiel das 1:0 folgerichtig durch eine Einzelaktion des auffallend starken Toni Kroos, der den kreativen Part in der Mittelfeldzentrale gab und mit gutem Aufbauspiel aus der Tiefe als einziger Spieler einen bleibenden Eindruck hinterließ. Doch erneut reichte wie schon gegen Polen ein deutliches Chancenübergewicht von diesmal 19 zu drei nicht aus, um einen Sieg mitzunehmen.

Und jetzt nur noch Platz vier

Weil Schottland und Polen durch ein 2:2 im Parallelspiel jeweils einen Punkt holten, belegt Deutschland mit nunmehr vier Punkten auf dem Konto nur noch Platz vier hinter Polen, Irland (beide 7) und der schottischen Mannschaft (4), die das bessere Torverhältnis aufweist.

Nicht eingelöstes Versprechen

Die Teilnahme an der EM in Frankreich dürfte nicht ernsthaft in Gefahr sein - nicht zuletzt, weil das Turnier im kommenden Jahr erstmals unter 24 statt 16 Mannschaften ausgetragen wird. Die ersten beiden jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für das Kontinentalturnier in Frankreich, die jeweils Dritten ermitteln in Playoff-Spielen weitere EM-Teilnehmer. Doch das nach dem Spiel gegen Polen erklärte Versprechen, in der Offensive wieder mehr Durchschlagskraft zu zeigen, muss das Team trotzdem erst noch einlösen.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es nächsten Monat, wenn auch gegen einen Gegner, der sich alles andere als auf Augenhöhe befindet: Am 14. November empfängt die DFB-Auswahl in Nürnberg zum letzten Pflichtspiel des Jahres den krassen Außenseiter aus Gibraltar, aktuell mit 0:17 Toren und null Punkten Tabellenletzter.

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