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Deutschland gegen Spanien: Löw-Notelf schlägt den Angstgegner

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Sieg gegen Spanien  

Dank Kroos: Jogis Notelf schlägt den Angstgegner

19.11.2014, 06:59 Uhr | dpa

Deutschland gegen Spanien: Löw-Notelf schlägt den Angstgegner. Toni Kroos und Co. jubeln über den Siegtreffer. (Quelle: dpa)

Toni Kroos und Co. jubeln über den Siegtreffer. (Quelle: dpa)

Im Dauerregen von Vigo hat Joachim Löw zum Abschluss des glorreichen WM-Jahres noch einen Prestige-Erfolg bejubeln können. Weltmeister Toni Kroos bescherte der deutschen Rumpfelf mit seinem Treffer in der 89. Minute einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Europameister Spanien.

Im erstmals erprobten 3-4-3-System erarbeitete sich das ersatzgeschwächte DFB-Team mit Kampfkraft und Disziplin den ersten Sieg in Spanien nach 32 Jahren. Bei seinem Siegtor hatte Kroos Glück, dass Spaniens Keeper Kiko Casilla den nassen Ball nicht zu fassen bekam.

Das Spiel passte sich insgesamt den widrigen äußeren Bedingungen an, die nur 25.500 Zuschauer im betagten Estadio Balaidos erlebten kaum spielerische Höhepunkte. Mit elf Siegen, vier Unentschieden und zwei Niederlagen fällt die Jahresbilanz der Nationalmannschaft positiv aus.

Jogis Jungs verrichten gute Defensiv-Arbeit

Die kurzfristigen Ausfälle weiterer Leistungsträger hatten dem Prestige-Duell gegen den Europameister im Vorfeld einiges an Reiz genommen, doch die zur Notgemeinschaft gewordene DFB-Elf zog sich in ungewohnter taktischer Ausrichtung achtbar aus der Affäre. Löw experimentierte im letzten Spiel des Jahres mit einer Dreier-Abwehrkette, die Sebastian Rudy und Erik Durm auf den Außenbahnen bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünfer-Reihe verdichteten.

Und Löws Maßgabe, wenig zuzulassen, ging auf. Denn die Behelfsabwehr mit Benedikt Höwedes und seinen Nebenleuten Antonio Rüdiger und Shkodran Mustafi machten ihre Sache sehr ordentlich, auch wenn Spaniens Jungstar Isco immer wieder versuchte, seine Angriffskollegen in Szene zu setzen. Pluspunkte sammelte vor allem Mustafi, der die schwierige Aufgabe im Abwehrzentrum engagiert erledigte, energisch in die Zweikämpfe ging und auch schon die Kommandos gab.

Auch Ron-Robert Zieler zählte an einem völlig verregneten Abend in Galizien zu den Gewinnern. Der Hannoveraner entschärfte die drei größten Gelegenheiten der Hausherren und sicherte damit das zu Null.

Müller muss angeschlagen ausgewechselt werden

Im Spiel nach vorne kam die deutsche Mannschaft über gelegentliche Ansätze allerdings kaum hinaus. Sami Khedira konnte wegen mangelnder Fitness und Spritzigkeit die ihm zugedachte Rolle als Ankurbler zunächst nicht ausfüllen, steigerte sich aber nach der Pause deutlich. Sein Madrider Klubkollege Kroos agierte sehr dosiert. Mario Götze wurde kaum ins Spiel eingebunden, zudem fehlte ihm schon nach 22 Minuten in Thomas Müller ein Anspielpartner.

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Der Münchner vergrößerte Mitte der ersten Halbzeit die Ausfallliste angeschlagener Weltmeister. Wegen eines Pferdekusses an der linken Gesäßhälfte als Folge eines Fouls von Spaniens Sergio Ramos musste Müller in der 22. Minute seinen Platz im offensiven Mittelfeld für Karim Bellarabi räumen, der das bis dahin sehr dezente Offensivspiel sichtlich belebte.

Casillas pariert erste DFB-Chance

Bei starkem Dauerregen und böigem Wind stand die Anfangsphase im Zeichen der Spanier, auch wenn die Gastgeber nicht mehr ihr in der Vergangenheit gefürchtetes Kurzpassspiel aufzogen. In der 12. Minute wurde Torhüter Ron-Robert Zieler in seinem vierten Länderspiel durch einen Distanzschuss von Debütant Nolito geprüft. Rüdiger hatte den 28 Jahre alten Angreifer von Celta de Vigo einen Moment lang aus den Augen gelassen.

Ein gutes Zusammenspiel zwischen Müller und Mario Götze bescherte der Löw-Elf nach 20 Minuten die erste Chance. Iker Casillas meisterte in seinem 160. Länderspiel den trockenen Schuss des WM-Finaltorschützen.

Zieler verhindert Rückstand

Ihre seltenen offensiven Akzente setzte die deutsche Elf vor allem dann, wenn das Tempo angezogen wurde. In der 33. Minute bot sich Rudy eine unverhoffte Chance zum Abschluss, nachdem die spanische Abwehr den Ball nicht aus dem Strafraum bekam. Der Schuss des Hoffenheim-Profis flog allerdings weit über den Kasten.

Auf inzwischen durchweichtem und tiefem Rasen hatten beide Teams nach der Pause immer mehr Probleme mit der Standfestigkeit. Zwingende Angriffsaktionen besaßen daher Seltenheitswert. So resultierte die nächste Torchance auch aus einer Standardsituation, als Zieler den 18-Meter-Freistoß von Lokalmatador Nolito mit den Fäusten zur Ecke lenken konnte (59.).

Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Kiko Casilla im spanischen Tor beim Distanzschuss von Kevin Volland größte Probleme, den nassen und rutschigen Ball zu parieren (79.). Acht Minuten vor dem Ende verhinderte Zieler gegen Pedro das drohende 0:1.

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