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DFB-Elf wendet Blamage gegen Australien ab

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Weltmeister enttäuscht  

DFB-Elf wendet Blamage gegen Australien ab

25.03.2015, 22:32 Uhr | sid

DFB-Elf wendet Blamage gegen Australien ab. Shkodran Mustafi (re.) bremst den Australier Nathan Burns. (Quelle: dpa)

Shkodran Mustafi (re.) bremst den Australier Nathan Burns. (Quelle: dpa)

Joachim Löws Experimente sind zunächst einmal gescheitert: Mit verändertem Personal und einer neuen taktischen Ausrichtung hat Weltmeister Deutschland beim 2:2 (1:1) gegen den ersatzgeschwächten Asienmeister Australien einen klassischen Fehlstart ins neue Länderspieljahr hingelegt. Ausgerechnet der zuletzt hart kritisierte Lukas Podolski bewahrte die DFB-Elf mit seinem Ausgleichstreffer (81.) acht Minuten nach seiner Einwechslung vor einer Blamage.

Bei ihrem ersten Auftritt 2015 offenbarte die Mannschaft von Bundestrainer Löw vier Tage vor ihrem ersten Pflichtspiel nach der Jahreswende am Sonntag in Tiflis gegen Georgien (ab 17.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) in allen Mannschaftsteilen große Schwächen. Der Dortmunder Marco Reus (17.) hatte die DFB-Elf im mit 47.106 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter-Stadion zu Kaiserslautern in Führung gebracht. James Troisi (40.) und Mile Jedinak (50.) sorgten dann aber mit ihren Treffern für lange Gesichter bei den Gastgebern.

Khedira übernimmt Kapitänsamt

Löw hatte in der Startelf etwas überraschend auf den erstmals seit dem WM-Triumph im Kader stehenden neuen Kapitän Bastian Schweinsteiger verzichtet. Stattdessen führte Sami Khedira die Mannschaft aufs Feld - wie beim 1:0 gegen Spanien zum Jahresabschluss 2014. Der Real-Profi leitete mit einem Ballgewinn und einem Sprint über das halbe Spielfeld das 1:0 ein. Reus drückte den Ball nach Khediras Pass am Fünfmeterraum und am Rande des Abseits ins Tor.

Zuvor hatte die mit sechs Weltmeistern gestartete DFB-Elf bereits große Probleme. In der vor der Pause defensiven Dreierkette mit Rückkehrer Holger Badstuber klafften Lücken, die Australien zu guten Chancen nutzte. Der Ingolstädter Mathew Leckie (9.) und Nathan Burns (14.) verfehlten das von Ron-Robert Zieler anstelle des angeschlagenen Manuel Neuer gehütete deutsche Tor.

DFB-Defensive wackelt

Nach einer Viertelstunde kam Deutschland, angetrieben vom auffälligen Rückkehrer Ilkay Gündogan und dem starken Reus, zu ersten Gelegenheiten. Reus, der mit Kumpel Mario Götze eine Doppelspitze bildete, vergab nach seinem achten Länderspieltor alleinstehend vor Australiens Torwart Mathew Ryan das mögliche 2:0 (23.). Auch der junge Kölner Jonas Hector, der im linken Mittelfeld zum Einsatz kam, hätte erhöhen können (27.).

Die deutsche Elf hatte das Geschehen anschließend scheinbar unter Kontrolle, blieb jedoch anfällig bei schnellen Gegenstößen der Gäste, von denen Troisi einen per Kopf zum nicht unverdienten Ausgleich nutzte. Das erstmals in dieser Formation aufgebotene deutsche Abwehrtrio, dem neben Badstuber noch Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi angehörten, wirkte auch in dieser Szene alles andere als sattelfest. Auch Löws Hoffnung, den Gegner mit zwei zusätzlichen Spielern im Mittelfeld (Hector und Karim Bellarabi) verstärkt unter Druck setzen zu können, erfüllte sich nur bedingt.

Löws Umstellungen zeigen keine Wirkung

Nach der Pause beendete Löw beide Experimente. Zum einen stellte er wieder auf eine Viererkette mit den Außen Sebastian Rudy und Hector um. Mustafi rückte für Badstuber, der zur Pause in der Kabine blieb, in die Innenverteidigung. Zum anderen agierte Götze nach Wiederanpfiff als einzige Spitze. Doch auch diese Umstellungen waren nicht von Erfolg gekrönt.

UMFRAGE
Schafft die DFB-Elf noch die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich?

Im Gegenteil: Auch als Viererkette agierte die deutsche Defensive teilweise vogelwild, was Mile Jedinak fünf Minuten nach der Pause gnadenlos ausnutzte. Bei seinem Freistoß war Zieler machtlos. Kurz darauf hatte Australiens Kapitän Troisi noch eine gute Möglichkeit, auf 3:1 zu erhöhen. Anschließend hatte Bellarabi noch gute Möglichkeiten für die Gastgeber, unter dem Strich war die Vorstellung des Weltmeisters aber zu dürftig, um die konterstarken Australier ernsthaft in Gefahr zu bringen - bis Joker Podolski den Ball aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von André Schürrle über die Torlinie bugsierte.

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