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Premier League: Kevin Keegan und Co. schlagen mit Brandbrief Alarm

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Englands Fußball in der Krise  

Kevin Keegan und Co. schlagen mit Brandbrief Alarm

03.04.2015, 17:43 Uhr | sid

Premier League: Kevin Keegan und Co. schlagen mit Brandbrief Alarm. Steven Gerrard (li.) und Wayne Rooney: Bei der WM 2014 schied England als Gruppenletzter in der Vorrunde aus. (Quelle: imago)

Steven Gerrard (li.) und Wayne Rooney: Bei der WM 2014 schied England als Gruppenletzter in der Vorrunde aus. (Quelle: imago)

Mit einem aufsehenerregenden Brandbrief haben Kevin Keegan und vier weitere Ex-Trainer der englischen Nationalmannschaft die umstrittenen Reformpläne von Verbandschef Greg Dyke zur Stärkung einheimischer Talente unterstützt. "Wir appellieren dringend, dass sich alle Beteiligten so schnell wie möglich zu Dykes Vorschlägen bekennen. Sonst wird riskiert, dass England noch weiter hinter die führenden Fußball-Nationen zurückfällt und es noch viel schwieriger wird, unsere lange Wartezeit auf den nächsten WM-Titel zu beenden", schrieben Keegan sowie Graham Taylor, Glenn Hoddle, Sven-Göran Eriksson und Steve McClaren.

Der Nationalelf fehlen die Leistungsträger von europäischem Format. Zwar machen Spieler wie Raheem Sterling oder Harry Kane Hoffnung, doch an aktuellen Topspielern mangelt es. Stars wie Wayne Rooney, Steven Gerrard oder Frank Lampard beispielsweise sind in die Jahre gekommen oder haben ihre Karriere im Nationaltrikot bereits beendet.

Vereine sollen mehr Nachwuchsspieler einbinden

Dyke hatte im März einen Fünf-Jahres-Plan zur Verbesserung der Situation von Eigengewächsen besonders bei den Spitzenklubs in der Premier League vorgelegt. Der Boss des Nationalverbandes FA will ab 2016 den vorgeschriebenen Anteil einheimischer Nachwuchsspieler in den Vereinskadern von derzeit acht in vier Schritten auf zwölf Talente erhöhen.

Zudem sollen nur Spieler als einheimisch angesehen werden können, wenn sie schon bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und nicht wie bisher bis zum 21. Geburtstag bereits drei Jahre an einen englischen Verein gebunden waren. Als flankierende Maßnahme hat das englische Innenministerium in Abstimmung mit der FA die Kriterien zur Erteilung von Arbeitserlaubnissen für Spieler, die nicht aus der Europäischen Union (EU) stammen, verschärft.

Eigengewächse bekommen kaum Spielzeit

Keegan und seine Kollegen weisen in dem auszugsweise von der Zeitung "Daily Telegraph" zitierten Brief an die FA auf dramatische Entwicklungen für englische Spieler in der höchsten Spielklasse des Fußball-Mutterlandes hin. Demnach hätten einheimische Kicker in der vergangenen Saison nur 32 Prozent der möglichen Spielzeit absolviert, während der Wert vor 20 Jahren bei über 70 Prozent gelegen hätte. Am letzten Spieltag vor der Länderspielpause seien nur 81 von insgesamt 220 Spielern in den Anfangsformationen für englische Auswahlteams spielberechtigt gewesen (36,8 Prozent).

Englands Liga-Elite in Europa erfolglos

"Diese Entwicklung darf nicht weitergehen", mahnten die Trainer: "Unsere jungen Spieler bekommen bei den Vereinen vieles geboten, nur eines nicht: Spielpraxis." Als Beispiel für die Klage nannte das Quintett die englische U21: Im Kader des Teams, das am vergangenen Montag 3:2 gegen Deutschland gewann, habe die Summe aller Premier-League-Einsätze gerade einmal 389 Spiele betragen - beim Weltmeister-Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hingegen betrug der Wert 987 Bundesliga-Partien.

Bei den Vereinen stößt Dykes Vorstoß weitgehend auf Ablehnung. Allerdings haben die vielen ausländischen Stars der Premier League bislang international kaum den erhofften Erfolg gebracht - im Gegenteil: In der laufenden Saison finden erstmals seit 22 Jahren die Viertelfinals in allen Europacup-Wettbewerben ohne Mannschaften von der Insel statt, und zur kommenden Saison fällt die Premier League in der europäischen Fünfjahreswertung zum ersten Mal seit 2000 wieder hinter die Bundesliga auf den dritten Platz zurück.

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