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Mesut Özil würde gerne bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro dabei sein

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"Das wäre schon geil"  

Özil will bei Olympia 2016 mitspielen

02.09.2015, 16:42 Uhr | dpa, sid

Mesut Özil würde gerne bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro dabei sein. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 wäre für Mesut Özil "ein echter Höhepunkt in meiner Karriere". (Quelle: imago/Kosecki)

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 wäre für Mesut Özil "ein echter Höhepunkt in meiner Karriere". (Quelle: Kosecki/imago)

Mesut Özil träumt von einer zweiten Goldmedaille in Rio de Janeiro. Zwei Jahre nach dem WM-Triumph an der Copacabana auch bei den Olympischen Spielen dabei zu sein, "wäre schon geil", sagte der 26-Jährige vom FC Arsenal in einem "Sport-Bild"-Interview.

Özil weiß, dass dies sehr unrealistisch ist. "Olympia ist ein Traum, das meine ich auch so", sagte er dem SID. "Aber mir ist klar, dass das schwierig umzusetzen sein wird aufgrund der terminlichen Gegebenheiten."

Bierhoff: "Priorität hat die EM"

Özil ist schließlich fester Bestandteil in den Planungen von Bundestrainer Joachim Löw für die EURO, ein Doppelstart wurde vom DFB nahezu ausgeschlossen und wird von den Vereinen nach Möglichkeit verhindert werden - aber träumen wird man ja noch dürfen.

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Würde Trainer Horst Hrubesch, mit dem er 2009 gemeinsam U21-Europameister wurde, ihn fragen, "würde ich nicht Nein sagen", hatte Özil zuvor gesagt: "Die Olympischen Spiele wären sicher nochmals ein echter Höhepunkt in meiner Karriere." Nationalmannschaftsmanager Bierhoff stellte aber gar infrage, "ob er das wirklich ernst gemeint hat", und zeigte sich gespannt, "wie sein Verein reagieren wird. Letzten Endes ist alles möglich. Priorität hat natürlich die EM, und ich kann mir schwer vorstellen, dass er beides machen will."

Kroos und Müller winken ab

Bundestrainer Joachim Löw hatte Doppelstarts schon zu Wochenbeginn nahezu ausgeschlossen. "Nein, das kann ich mir angesichts der Terminkonstellation fast nicht vorstellen. Das würde schwierig", hatte er dem "kicker" gesagt.

Für die meisten Nationalspieler ist die Olympia-Teilnahme deswegen auch eine Option, mit der sie sich gar nicht ernsthaft beschäftigen. Thomas Müller fragte gar nach, wie viele Spieler über 23 Jahre überhaupt in Rio zum Kader gehören dürfen - es sind drei - und wann das Turnier überhaupt stattfinde. "Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht", sagte er: "Und ich weiß nicht, ob der Klub so begeistert wäre. Schauen wir mal, aber ich hebe jetzt mal nicht die Hand." Und auch Toni Kroos winkte dankend ab. "Im Fußball ist Olympia nicht ganz so hoch gehängt wie eine EM oder gar eine WM", erklärte der Mittelfeldspieler von Real Madrid: "Von daher würde ich meinen Platz zur Verfügung stellen."

Chancen haben wohl nur Streichkandidaten

Vor einigen Wochen waren bereits die nach dem WM-Triumph zurückgetretenen Weltmeister Per Mertesacker und Philipp Lahm (Bayern München) als prominente Verstärkungen für das Olympia-Team gehandelt worden. Doch Özils Klub-Kollege Mertesacker hatte eine Olympia-Teilnahme als "aufgrund vieler Faktoren höchst unwahrscheinlich" bezeichnet. Und auch Lahm hatte beteuert, Olympia jucke ihn "wirklich nicht", er wolle auch niemandem "den Platz wegnehmen".

Löw und Bierhoff hatten aber auch stets betont, die "stärkstmögliche Mannschaft" nach Rio schicken zu wollen. Aus dem Kreis der A-Nationalspieler kämen jedoch wohl nur diejenigen in Frage, die letztendlich aus dem EM-Kader rutschen oder während der EM verletzt sind und rechtzeitig zu Olympia wieder fit. Beides hofft Özil natürlich nicht - aber träumen vom Doppel-Gold wird man ja noch dürfen.

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