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Nationalmannschaft zittert um EM-Quali: "Dann haben wir den Salat"

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DFB-Team schlägt sich selbst  

Zittern um EM-Quali: "Dann haben wir den Salat"

09.10.2015, 13:46 Uhr | ses, t-online.de

Nationalmannschaft zittert um EM-Quali: "Dann haben wir den Salat". Thomas Müller ist sichtlich enttäuscht nach der Niederlage gegen Irland. (Quelle: imago/ActionPictures)

Thomas Müller ist sichtlich enttäuscht nach der Niederlage gegen Irland. (Quelle: imago/ActionPictures)

Es hätte am kommenden Sonntag ein lockerer Abschluss werden können. Gegen Georgien, den 110. der Weltrangliste, vor eigenem Publikum in Leipzig. Ein torreicher Quali-Rausschmeißer wäre von einer bereits qualifizierten deutschen Mannschaft zu erwarten gewesen, frei von jeglichen Zwängen. Und nun? Muss der Weltmeister tatsächlich um die direkte Qualifikation zur EM 2016 zittern.

"Wir wissen, dass es nochmal spannend werden kann", sagte Verteidiger Mats Hummels nach der "unerwarteten und unnötigen" (Bundestrainer Joachim Löw) 0:1-Niederlage in Irland.

Deutschland hat sich ein echtes Zitterspiel eingebrockt. Zugegeben, die Scheiter-Gefahr ist gering, doch sie ist da: Verliert die DFB-Elf gegen Georgien und trennen sich Polen und Irland unentschieden, ist man aufgrund des Dreier-Vergleichs nur Dritter. Nur der beste aller Gruppendritten löst direkt das EM-Ticket, alle anderen müssen in die Playoffs.

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Torloses Remis wäre schmeichelhaft gewesen

Es ist 14 Jahre her, dass eine deutsche Mannschaft vor dem abschließenden Gruppenspiel noch nicht für ein großes Turnier qualifiziert war. Im Jahr 2001 stand am Ende Rang zwei hinter England. Deutschland nahm den Playoff-Umweg gegen die Ukraine und fuhr doch noch zur WM 2002.

Ein Punkt in Dublin hätte schon gereicht, um sich sämtliche Rechnereien zu ersparen. Nach dem Spielverlauf wäre schon ein 0:0 für die defensiv leidenschaftlich kämpfenden, aber fußballerisch äußerst limitierten Iren schmeichelhaft gewesen.

Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen

Torwart Manuel Neuer hatte "fünf gute Chancen" für sein Team gezählt. "Aber im Torabschluss fehlte die letzte Konsequenz", monierte Löw. Angesprochen fühlen durften sich Jerome Boateng, Ilkay Gündogan, Mats Hummels (zwei gute Gelegenheiten) und Thomas Müller, der eine solche Chance wie in der 78. Minute selten auslässt. "Dass wir hier ohne ein Tor wegfahren, ist eine Frechheit", meckerte Boateng. Sein Schuss neun Minuten vor dem Ende war der erste, der aufs Tor kam. Alles andere zuvor ging links oder rechts daneben beziehungsweise drüber.

Müller fasste die 90 Minuten auch in Anspielung auf einen nicht gegebenen Elfmeter für Deutschland in der ersten Hälfte gewohnt prägnant zusammen: "Zeitspiel, Schauspieleinlagen und unglückliche Schiedsrichterentscheidungen – und dann haben wir den Salat."

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Löw verteilt die Schuld am Gegentreffer auf ein Trio

Bei der Zubereitung des "Salats" lieferte das deutsche Team aber viele Zutaten selbst. Zum fahrlässigen Umgang mit den Chancen kam ein dicker Abwehr-Aussetzer beim Tor von Shane Long. Nach einem Ballverlust von Marco Reus in der Vorwärtsbewegung landete das Spielgerät – eigentlich ganz harmlos – bei Torwart Darren Randolph. Der tat, was die Iren laut Löw "100 Mal im Spiel" taten: Er schlug den Ball mit allen guten Wünschen für die Offensivabteilung lang nach vorn.

Unglücklicherweise genehmigten sich Jonas Hector, Hummels und Boateng gleichzeitig einen Moment der Unaufmerksamkeit. "Es betrifft alle", verteilte Löw die Schuld am Treffer gerecht auf das Trio. Zuvor hatte Hummels, der zuletzt seine Teamkollegen in Dortmund öffentlich kritisiert hatte, Selbstkritik geäußert: "Ich muss früher zwei Schritte tiefer stehen."

Punkt reicht für EM-Ticket

Deutschland verspielte in Irland nicht nur die Punkte und damit das vorzeitige Frankreich-Ticket, sondern verlor auch Mario Götze durch eine Adduktorenverletzung. Er wird gegen Georgien ausfallen. Fraglich ist der Einsatz von Bastian Schweinsteiger, der wegen Adduktorenproblemen pausierte. Die Ausgangslage ist am Sonntag so wie schon gegen Irland: Ein Punkt reicht definitiv. "Ich hoffe, dass wir das Spiel gegen Georgien dominant gestalten können und die Qualifikation ungefährdet klar machen", sagte Hummels. Normalerweise sollte das kein Problem sein.

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