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Deutschland in EM-Quali: In DFB-Elf hakt an vielen Ecken

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Fahrlässiger Sturm, wacklige Abwehr  

In der DFB-Elf hakt es an vielen Ecken

12.10.2015, 18:22 Uhr | t-online.de

Deutschland in EM-Quali: In DFB-Elf hakt an vielen Ecken. Nicht zu fassen: Marco Reus vergab gegen Georgien mehrere Großchancen. (Quelle: Reuters)

Nicht zu fassen: Marco Reus vergab gegen Georgien mehrere Großchancen. (Quelle: Reuters)

Aus Leipzig berichtet Sebastian Schlichting

Gruppensieger, EM-Ticket gelöst, Deutschland ist nächsten Sommer in Frankreich dabei. Alles bestens also? Mitnichten. Die deutsche Mannschaft ist mehr schlecht als recht durch die Qualifikation geholpert, hat zwei Spiele verloren (in Polen und in Irland). Das gab es seit der Quali für das Turnier 1984 nicht mehr.

Es hakt an vielen Ecken. "Wir haben einiges an Arbeit vor uns, um wieder auf das Niveau der WM zu kommen“, sagt Bundestrainer Joachim Löw. Dafür bleiben dem Weltmeister acht Monate Zeit, am 10. Juni 2016 geht es in Frankreich los. Hier ein Überblick über die größten Baustellen:

Fehlende Effizienz

Zahlreiche Möglichkeiten hat das deutsche Team beim 0:1 in Irland vergeben. Und gegen Georgien nochmal einen draufgesetzt, allen voran in Person von Marco Reus. "Wir brauchen sieben bis acht Großchancen für ein Tor", rechnete Löw nach der Partie vor. Eine indiskutable Quote.

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Chancen gibt es zuhauf, aber: "Wir haben wunderbare Fußballer, die streicheln, schieben und passen, aber der Ball muss irgendwann mal rein“, sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Gegen die Georgier verpufften teils herrlich anzusehende Kombinationen letztlich wirkungslos. Die Effizienz vor dem Tor, traditionell eine Stärke deutscher Nationalmannschaften, muss dringend wieder aktiviert werden.

Wackelnde Abwehr

Neun Gegentore in zehn Spielen, von den bereits qualifizierten (oder derzeit auf Rang eins und zwei ihrer Gruppe liegenden) Teams haben nur Polen und Tschechien mehr Treffer als Deutschland kassiert.

Dabei steht das DFB-Team meist gut, kam dann aber selbst gegen Irland und Georgien in Schwierigkeiten. In Dublin war es ein kollektiver Aussetzer von Jerome Boateng, Mats Hummels und Jonas Hector, der zur Niederlage führte. In Leipzig ging die Ordnung vorübergehend vollkommen verloren. Ein Klärungsversuch von Hector landete direkt beim Gegner - Schuss, Tor, Ausgleich Georgien. Nur die sensationellen Paraden von Torwart Manuel Neuer verhinderten die drohende Peinlichkeit eines Rückstandes gegen den 110. Der FIFA-Weltrangliste.

Unbedingter Wille

Mittelfeldspieler Toni Kroos nennt es die "absolute Geilheit, ein Tor machen zu wollen", die das Team bis zur EM wieder haben muss. Dieser bedingungslose Siegeswille, der ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Titel in Brasilien war, ist der Mannschaft irgendwo nach dem Triumph von Rio verloren gegangen. Das bleibt in einer Qualifikationsgruppe noch ohne nachhaltigen Schaden, würde aber bei der EM zu einer frühen Heimreise führen. 

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Harmlose Außenbahnen

Löw hat auf den defensiven Außenpositionen einiges ausprobiert - zuletzt Hector, Emre Can oder Matthias Ginter dort aufgeboten. Im Spiel nach vorn liegt nach wie vor vieles im Argen, seit Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm aufgehört hat: "Unsere Außenverteidiger sind eher defensiv geschult. Sie brechen nicht durch, sondern spielen in die Mitte. Aber ich kann den Spielern keinen großen Vorwurf machen, sie sind nicht geschult. Da müssen wir den Hebel ansetzen", sagt Löw.  

Langer Umbruch

Lahm nicht mehr dabei, Miroslav Klose nicht mehr dabei, Per Mertesacker nicht mehr dabei. Die Nationalmannschaft hat nach dem WM-Titel massig Erfahrung verloren. "Wir hatten ein paar Umstellungen. Dass danach nicht alles geklappt hat, ist kein Zufall", sagt Kroos über die Umwälzungen. Die Hierarchie "habe sich ein bisschen verändert hat", so Löw: "Wir haben mehrere Spieler, die ganz oben stehen."

Namentlich seien das Neuer, Müller, Boateng und Hummels. Und dann ist da natürlich der Kapitän - Bastian Schweinsteiger. Doch fraglich ist, ob Schweinsteiger noch einmal an das fast unglaubliche Niveau aus dem WM-Finale herankommt. Zuletzt fehlte er in Irland verletzungsbedingt, gegen Georgien saß er auf der Bank.

Faktor Zeit soll helfen

Baustellen gibt es also reichlich. Während der Qualifikation konnte der Bundestrainer kaum an den Schwächen arbeiten. Löw setzt jetzt auf den Faktor Zeit: "Bei einem Turnier weiß man, man hat die Mannschaft wieder länger in der Vorbereitung, was uns normalerweise gut tut."

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Deutschland hat sich für die EM qualifiziert, doch das Manko Chancenverwertung bleibt. Video

In diesem Jahr folgen im November noch Spiele gegen die Niederlande und in Frankreich. Da sollen einige Spieler getestet werden. Generell gilt laut Löw: "Im sportlichen und taktischen Bereich müssen wir schon die eine oder andere Überlegung anstellen und daran arbeiten, dass wir da besser werden.“ Es bleiben knapp acht Monate Zeit.

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