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Terror in Paris: DFB-Team nach Nacht im Station in Frankfurt gelandet

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Sicher in Frankfurt gelandet  

Nach Terror: Großes Entsetzen im DFB-Team

14.11.2015, 11:49 Uhr | dpa, sid

Terror in Paris: DFB-Team nach Nacht im Station in Frankfurt gelandet.  DFB-Teammanager Oliver Bierhoff spricht bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen.  (Quelle: dpa)

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff spricht bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen. (Quelle: dpa)

Entsetzen und Betroffenheit bestimmen nach den Terror-Anschlägen in Paris die Gefühlslage der Weltmeister. Nach den Terroranschlägen in Paris ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am frühen Samstagmorgen mit Polizeieskorte noch vom Stade de France aus direkt zum Flughafen gebracht worden.

Das Team kehrte entgegen anderslautender Berichte gar nicht mehr ins Hotel zurück. Die Mannschaft verharrte nach den grauenvollen Ereignissen am Freitagabend die Nacht auf Samstag im Stadion in Saint-Denis. "Das Wohlbefinden in der Stadt ist nach dem heutigen Tag nicht besonders groß", sagte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem überschatteten Länderspiel gegen den EM-Gastgeber (0:2) dem ARD-Hörfunk.

"Sport ist im Hintergrund"

Um kurz nach neun Uhr startete der Sonderflug mit der deutschen Delegation nach Frankfurt - gegen 10 Uhr landete die Maschine wohlbehalten in der Mainmetropole. Das Flugzeug war extra gekommen und stand auf dem Flughafen Charles de Gaulle auf einer Außenposition weit weg vom Terminal. Polizeiwagen und zwei Beamte mit Maschinengewehren waren neben der Maschine postiert.

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Die Spieler reisten nach der Landung in Frankfurt in ihre Heimatorte. Alle Termine am Sonntag wurden abgesagt. Eigentlich wollte die DFB-Delegation am Sonntagmittag mit dem Ziel Hannover fliegen. Dort steht am Dienstag eine Testpartie gegen die Niederlanden auf dem Plan. Eine Entscheidung darüber, ob das Spiel ausgetragen wird, soll am Sonntag fallen.

DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball ließ aber eine Tendenz erkennen: "Wir sollten dem Terror nicht weichen", sagte er am Samstag nach der Landung. Teammanager Bierhoff fügte hinzu: "Es ist nichts final entschieden. Das Spiel steht erst mal. Aber wir werden intern darüber reden."

Große Anspannung im Team

Bierhoff sprach nach der Partie von großer Betroffenheit. "Der Sport ist jetzt total im Hintergrund", sagte er nach den Gewalttaten mit fast 130 Toten. Der Freitag hatte für die deutschen Weltmeister um Kapitän Bastian Schweinsteiger bereits nach einer Bombendrohung gegen das Teamhotel mit einem "großen Schrecken" (Bierhoff) begonnen.

Die DFB-Delegation stand nach den Anschlägen "in enger Kooperation" mit den einheimischen Behörden, dem französischen Fußball-Verband und den deutschen Sicherheitskräften vor Ort, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert in der ARD, die das Spiel live übertragen hatte. Die deutschen Spieler seien "alle angespannt", berichtete Große Lefert. 

Die Nationalmannschaft gedachte auf ihrer Facebook-Seite der Opfer, postete in der Nacht zum Samstag ein neues Titelbild mit der in weiß gehaltenen Botschaft "#Nous sommes unis" ("Wir sind vereint") auf schwarzem Grund. Erste Reaktionen von Akteuren gab es über die sozialen Netzwerke. "Was ist das für eine kranke Welt", schrieb Weltmeister Toni Kroos, der von Bundestrainer Joachim Löw zur Schonung nicht für die letzten zwei Länderspiele des Jahres nominiert worden war. Lukas Podolski schrieb "prayforparis" ("Bete für Paris") neben einem Friedenszeichen, in das der Eiffelturm eingefügt war.

Löw "schockiert"

Während des Freundschaftsspiels waren in dem mit fast 80.000 Zuschauern gefüllten Endspielstadion für die Europameisterschaft 2016 drei Detonationen zu hören gewesen.

"Es wird von Extremisten oder gewissen Personen die Möglichkeit gesucht, Aufmerksamkeit zu bekommen", sagte Bierhoff. Die Tore zur Arena waren während des Spiels zur Sicherheit vorübergehend geschlossen worden. Viele Fans verharrten nach der Partie im Stadion. "Wir sind alle erschüttert und schockiert", erklärte Bundestrainer Löw unmittelbar nach dem Spielende. Über die Niederlage wollte keiner beim DFB sprechen.

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