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Nach Terroraschlägen: DFB-Spieler sprechen von Albtraum

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Erklärung der Weltmeister  

DFB-Spieler sprechen von einem "Albtraum"

14.11.2015, 15:29 Uhr | dpa, sid

Nach Terroraschlägen: DFB-Spieler sprechen von Albtraum. Erleichtert: Lukas Podolski und Antonio Rüdiger nach der Ankunft des Nationalteams in Frankfurt. (Quelle: dpa)

Erleichtert: Lukas Podolski und Antonio Rüdiger nach der Ankunft des Nationalteams in Frankfurt. (Quelle: dpa)

Sie sind wieder in der Heimat. Und die Erleichterung war groß. Nach der Rückkehr der deutschen Nationalmannschaft aus Frankreich gab es Reaktionen. So äußerten sich DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball sowie Teammanager Oliver Bierhoff zu den Terroranschlägen in Paris. Die Spieler teilten sich in einer Erklärung mit.

Verfolgen Sie die Ereignisse in Frankreich im Live-Blog

Die Weltmeister bezeichneten das vom Terror überschattete Länderspiel als Albtraum. "Wir haben uns auf das Stade de France gefreut, auf einen Fußballabend, der für uns alle in einem Albtraum endete", schrieben die Spieler auf der Internetseite des DFB.

"Nichts, was in diesem Moment unwichtiger war"

"Wir sind nach Paris gekommen, um das zu tun, was uns alle verbindet. Fußball zu spielen, miteinander, gegeneinander, in Freundschaft. Um gemeinsam mit den Fans einen schönen Abend zu erleben, sportlich ehrgeizig, aber vor allem friedlich und fair", hieß es weiter. "Es war ein dumpfer Knall, der alles verändert hat. Und der die Bilder gebracht hat, die uns noch lange begleiten werden."

Die Mannschaft habe in der Nacht im Stadion viel nachgedacht. "Wir haben uns gefragt, warum so etwas passieren kann? Wie so viel Unmenschlichkeit möglich ist? Antworten haben wir viele gefunden, aber keine, die diese feigen Anschläge erklären kann. Wir haben am Freitag ein Fußballspiel verloren - und es gibt nichts, was in diesem Moment unwichtiger war."

Lob für die Spieler

"Man kann stolz sein auf diese Mannschaft, wie sie diese Nacht überwunden hat nach den Vorkommnissen, die sie ja mitbekommen hat; durch die Akustik und einige auch durch die Druckwellen - wie man mir gesagt hat - auf der Ersatzbank. Dass sie dann, als sie nicht den Weg ins Hotel wählen konnte, mit 60, 70 Personen in der Umkleidekabine geblieben ist, macht mich stolz, dass die Mannschaft das so diszipliniert, so überragend gelöst hat", sagte Rauball.

"Das zweite, was ich sagen will: Dass die französische Mannschaft gesagt hat, wir gehen so lange nicht raus, solange auch die deutsche Mannschaft nicht raus kann, ist eine überragende kollegiale und kameradschaftliche Sicht von der französischen Seite her", sagte der 68-Jährige, der allen dankte, die daran mitgewirkt haben, dass die Mannschaft heute Morgen hier in Frankfurt landen konnte."

"Unglaublich professionell verhalten"

Oliver Bierhoff blickte ebenfalls noch einmal auf die emotionalen Erlebnisse im Stade de France. "Das war natürlich sehr bewegend. Wir waren schockiert und stark berührt. Man hat es einfach gemerkt: Auch die Spieler waren sehr ängstlich. Die Informationslage war nicht immer so ganz klar. Man wollte auch jedem Risiko aus dem Weg gehen", sagte der Nationalmannschafts-Manager.

Der DFB-Tross beschloss daher, nicht ins Hotel zurückzukehren. Es sei nicht hundertprozentig abgesichert gewesen, daher habe es der Weltmeister bevorzugt, in der Kabine auszuharren. "Erst in der Kabine haben wir mitbekommen, was passiert ist. Das hat man direkt in der Atmosphäre gespürt, die in der Kabine geherrscht hat. Je mehr Informationen, je mehr Anrufe aus Deutschland für die Spieler kamen, besorgte SMS, hat man schon gemerkt, dass die Mannschaft betroffen ist", sagte der Europameister von 1996.

Die aktuellen Nationalspieler "haben sich alle unglaublich professionell und toll verhalten", führte Bierhoff weiter aus. Ob allerdings das Länderspiel gegen die Niederlande wie geplant stattfinden wird, ist offen. "Das haben wir noch nicht final entschieden. Das Spiel steht jetzt erst einmal, aber wir werden das im internen Kreis noch mal besprechen", sagte der Teammanager.

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