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England singt die Marseillaise im Wembley-Stadion

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Bewegende Szenen in England  

Das Wembley-Stadion singt die Marseillaise

17.11.2015, 23:45 Uhr | sid

England singt die Marseillaise im Wembley-Stadion. Auf der Anzeigetafel ist der Text der französischen Nationalhymne zu lesen. (Quelle: Reuters)

Auf der Anzeigetafel ist der Text der französischen Nationalhymne zu lesen. (Quelle: Reuters)

Emotionaler Schulterschluss zwischen Franzosen und Engländern vor dem Länderspiel in London: Der britische Premierminister David Cameron stimmte auf der Tribüne mit den Fans die französische Nationalhymne an, die entgegen der Gewohnheit nach "God Save the Queen" gespielt wurde - so sollte die Solidarität mit dem französischen Volk unterstrichen werden.

Zahlreiche englische Fans hatten Frankreich-Flaggen mit ins Stadion gebracht, ein großes Banner trug die Aufschrift "Pray for Paris". Der Bogen über dem Stadion erstrahlte in den französischen Nationalfarben blau-weiß-rot.

Gemeinsames Foto

Prinz William und Cameron legten mit den Nationaltrainern Didier Deschamps (Frankreich) und Roy Hogson (England) sowie weiteren Würdenträgern Blumen am Spielfeldrand ab.

Kinder trugen eine französische Fahne mit der berühmten Losung "Liberté, Egalite, Fraternite" ins Stadion. Die Spieler beider Mannschaften versammelten sich für ein gemeinsames Foto.

Diarra und Griezmann eingewechselt

Das sportliche Geschehen trat wie angekündigt in den Hintergrund. Die Engländer gewannen 2:0 (1:0) durch das erste Länderspieltor des 19-jährigen Delé Alli (39.) und den 51. Treffer von Wayne Rooney (48.). Doch das war bei der fast schon feierlichen Stimmung der Londoner Fußball-Kathedrale kaum mehr als eine Fußnote.

Mit dabei waren auch Frankreichs Mittelfeldspieler Lassana Diarra, der bei den Attentaten seine Cousine verloren hatte, und Angreifer Antoine Griezmann, dessen Schwester dem Anschlag auf die Konzerthalle Bataclan entkommen war. Beide saßen zunächst auf der Bank, wurden aber in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Nationaltrainer Didier Deschamps hatte es jedem der 23 Spieler, die bereits für das Spiel gegen Deutschland (2:0) nominiert waren, freigestellt, nach London mitzureisen.

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