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UEFA führt Torlinientechnik bei der Fußball-EM 2016 ein

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Bald auch in der Champions League  

UEFA führt Torlinientechnik bei der EM ein

22.01.2016, 18:46 Uhr | sid

UEFA führt Torlinientechnik bei der Fußball-EM 2016 ein . Felix Brych kann sich auch bei der EM auf die Torlinientechnik verlassen.  (Quelle: imago/Team 2)

Felix Brych kann sich auch bei der EM auf die Torlinientechnik verlassen. (Quelle: Team 2/imago)

Bei der Europameisterschaft 2016 (10. Juni bis 10. Juli) kommt eine Torlinientechnik zum Einsatz. Das entschied das Exekutivkomitee der UEFA - den Weg frei gemacht hatte augenscheinlich auch die Sperre gegen "Technikverweigerer" Michel Platini.

Das Hilfsmittel für die Schiedsrichter soll ebenfalls ab der Playoff-Runde der Champions League 2016/17 eingesetzt werden. Der Systemlieferant steht noch nicht fest.

"Wir haben uns einstimmig dafür entschieden", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino: "Das wird jeden Zweifel über die Frage nach Tor oder Nicht-Tor beseitigen. Wir müssen in die Zukunft schauen."

Hawk Eye und GoalControl schon im Einsatz

In der Bundesliga kommt seit der laufenden Saison das britische Kamerasystem "Hawk Eye" zum Einsatz, bei der WM 2014 in Brasilien hatte der Weltverband FIFA das deutsche GoalControl-System eingesetzt.

Auch in England, Italien (beide Hawk Eye) und Frankreich (GoalControl) wurde die technische Unterstützung bereits eingeführt. Die UEFA hatte bislang lediglich auf zusätzliche Referees hinter den Toren gesetzt - vor allem, weil der für acht Jahre suspendierte Präsident Platini das so wollte.

Brych befürwortet Torlinientechnik

Immer wieder hatte der Franzose die Einführung blockiert, er verwies auf die hohen Kosten und verteidigte stets "seine" zusätzlichen Schiedsrichter. Der Sinn der Torrichter an den beiden Strafräumen wird aber immer wieder hinterfragt. Kurioserweise hatte die UEFA unter der Woche noch versucht, Platini als Revolutionär zu positionieren.

Die aktiven Unparteiischen gelten längst als Verfechter der Technik. "Ich habe seit Jahren betont, dass wir Schiedsrichter die Torlinientechnik befürworten. Darüber hinaus waren die Erfahrungen bei der WM in Brasilien äußerst positiv", hatte Schiedsrichter Felix Brych, der den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch in Frankreich vertreten wird, zuletzt geäußert.

In Deutschland hatte Brych die Diskussion über das technische Hilfsmittel mit dem zu Unrecht gegebenen "Phantomtor" von Bayer Leverkusens Stefan Kießling im Jahr 2013 ausgelöst.

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