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Götze-Verletzung vergrößert Sorgen von Joachim Löw vor EM 2016

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Kniffliges Personalpuzzle  

Götze-Verletzung vergrößert Löws EM-Sorgen

21.05.2016, 14:17 Uhr | sid

Götze-Verletzung vergrößert Sorgen von Joachim Löw vor EM 2016. Joachim Löw (links) und Mario Götze: Der WM-Held wird wohl nicht voll fit in die Europameisterschaft gehen. (Quelle: imago/Matthias Koch)

Joachim Löw (links) und Mario Götze: Der WM-Held wird wohl nicht voll fit in die Europameisterschaft gehen. (Quelle: Matthias Koch/imago)

Joachim Löw ließ sich nicht zu einer vorschnellen Panikreaktion hinreißen. Als den Bundestrainer die Nachricht erreichte, dass Mario Götze das DFB-Pokalfinale verpassen und ein weiterer seiner Spieler angeschlagen in die EM gehen würde, verwies er auf den "normalen Ablauf" bei Verletzungen. Gespräch mit dem Spieler, Gespräch mit den Ärzten - einen neuen Plan entwerfen.

Dabei ist der Fall Götze alles andere als "business as usual". Mit der Verletzung des WM-Helden, der einen Rippenbruch erlitten hat, ist Löws Personalpuzzle drei Wochen vor der EURO in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) noch einmal ein bisschen kniffliger geworden.

Wenn die Nationalmannschaft am Dienstag in Frankfurt/Main zusammenkommt, um nach Ascona ins Trainingslager aufzubrechen, stehen gleich hinter mehreren wichtigen Akteuren Fragezeichen.

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Götze wird nicht 100 Prozent fit sein

Götze, der trotz seiner Rolle als Bankdrücker beim FC Bayern in Löws Turnierplanungen "eine zentrale Rolle spielt", fällt zunächst zehn bis 14 Tage aus. Ob der 23-Jährige den Sonderflug nach Lugano antreten wird, kann Löw noch nicht sagen. Sicher scheint, dass Götze zum EM-Auftakt am 12. Juni in Lille gegen die Ukraine nicht voll fit sein wird.

Beim Trainingslager-Auftakt sicher fehlen werden Toni Kroos und Lukas Podolski, die beide noch Finalspiele mit ihren Klubs bestreiten, aber immerhin fit sind. Ilkay Gündogan musste Löw verletzungsbedingt bereits aus seinen Planungen streichen. Jerome Boateng und Benedikt Höwedes kommen gerade erst aus langwierigen Verletzungen, ebenso Julian Draxler. Und Sami Khedira verpasste das italienische Pokalfinale wegen seiner seit längerer Zeit maladen Wade.

Hintertürchen für Schweinsteiger

Löws größtes Sorgenkind ist und bleibt aber sein Kapitän. Zwar sei Bastian Schweinsteiger nach seiner erneuten Knieverletzung inzwischen im Lauftraining "unter voller Belastung", sagte Löw in dieser Woche und gab sich verhalten optimistisch. Erstmals schloss er aber die Möglichkeit nicht mehr aus, dass es nicht klappt mit Schweinsteiger. "Wenn es nicht reichen sollte für Bastian ...", so begann er einen Satz über das Kapitänsamt.

In der "Süddeutschen Zeitung" brachte Löw jedoch eine "Zwei-Phasen-Theorie" ins Spiel, die ihm gerade im Fall Schweinsteiger ein Hintertürchen offen lässt. Er brauche in Frankreich "zwei Mannschaften", sagte er. Eine eher robuste, kampfstarke für die Phase bis zum Achtelfinale mit Gegnern, die sich eher hinten reinstellen würden. Und eine, wenn es dann ab dem Viertelfinale um den Titel geht.

Nun steht aber erst einmal das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion auf dem Programm. Ein Endspiel, dass ihm keine weiteren Probleme bringt - das ist Löws sehnlicher Wunsch. "Für mich ist es schon wichtig, dass sich niemand verletzt", sagte Löw.

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