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Marco Reus nicht im EM-Kader 2016: Aus wegen Schambeinentzündung

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Geschichte wiederholt sich  

EM-Aus am Geburtstag - Reus wird zur tragischen Figur

31.05.2016, 17:45 Uhr | sid, dpa

Marco Reus nicht im EM-Kader 2016: Aus wegen Schambeinentzündung. Verzweiflung: Marco Reus verpasst erneut ein großes Turnier. (Quelle: dpa)

Verzweiflung: Marco Reus verpasst erneut ein großes Turnier. (Quelle: dpa)

Das kam für die meisten aus dem Nichts: Der DFB wünschte "alles Gute", Mario Götze freute sich "auf unser nächstes Turnier" und Borussia Dortmund schickte eine virtuelle Torte. Am Morgen waren die sozialen Medien noch voller Grüße zum 27. Geburtstag, doch um 12.41 Uhr war Marco Reus nach seinem EM-Aus zur tragischen Figur geworden.

Drei Tage zuvor hatte Bundestrainer Joachim Löw die Trainingspause des Dortmunders, der wegen einer Verletzung schon die WM 2014 verpasst hatte, noch als "reine Vorsichtsmaßnahme" bezeichnet. Spätestens nun wissen alle: Es war deutlich mehr.

"Kann nur geradeaus laufen"

Löw traut dem Dortmunder, der an einer hartnäckigen Schambeinentzündung laboriert, die extremen Strapazen eines langen Turniers in Frankreich nicht zu. Beim Pokalfinale gegen den FC Bayern hatte sich der Borusse noch durchgebissen. Womöglich hat sich seine Blessur dadurch verschlimmert.

"Er hat massive gesundheitliche Probleme und kann im Moment nur geradeaus laufen", sagte Löw und schaute vom Podium aus in verdutzte Gesichter.

Schock immer kurz vor dem Ziel

Der Körper des Flügelflitzers Reus spielt so einmal mehr nicht mit. Wie fast immer in den letzten Jahren, wenn es wichtig wurde. Deshalb ist "Woodyinho", wie Reus sich in den sozialen Medien nennt, vielleicht der noch größere Pechvogel als Holger Badstuber oder Ilkay Gündogan, die nach der WM 2014 auch diese EM (10. Juni bis 10. Juli) verpassen werden. Denn bei Reus kommt der Schock immer erst kurz vor dem Ziel.

Das sei für "uns wie für ihn eine bittere Entscheidung und eine Enttäuschung für uns alle", berichtete Löw, der Reus als letzten der vier Gestrichenen nach Julian Brandt, Karim Bellarabi und Sebastian Rudy nannte: "Ein Marco Reus in sehr guter Form und gesund und fit wäre eine enorme Bereicherung für uns gewesen." (Der deutsche Kader im Überblick)

Begnadeter Angreifer mit zerbrechlichem Körper

Reus hatte trotz seiner Sorgen bis zuletzt auf seine EM-Teilnahme gehofft. "Mein Anspruch ist zu spielen. Ich will unter die ersten Elf", hatte er noch Ende der vergangenen Woche verkündet. Sein Ziel, endlich mit einem großen Titel in die Fußball-Ruhmeshalle aufsteigen zu können, erfüllt sich aber nicht.

Deutschlands Pechvogel 
Die bittere Verletzungshistorie von Marco Reus

Erst kürzlich bekam er die EM-Absage von Löw. Wir werfen einen Blick auf seine Krankenakte. Video

Zwei Jahre nach dem Last-Minute-Ausfall für die WM in Brasilien bedeutet das EM-Aus ein weiteres Schockerlebnis für den spielerisch begnadeten Angreifer mit dem zerbrechlichen Körper. Beim 6:1 im letzten Testspiel in Mainz gegen Armenien hatte Reus 2014 einen Syndesmose-Teilriss und Bandausriss am linken Sprunggelenk erlitten. Der WM-Traum war geplatzt - den Titelgewinn in Rio verpasste er.

Verletzungen als einzige Konstante

Vielleicht das größere Problem wird nun sein, wie Reus den erneuten Rückschlag verkraftet. Nach dem WM-Aus vor zwei Jahren lehnte er die Einladung des DFB zum Endspiel ab. Dass Götze bei der Siegerehrung demonstrativ sein Trikot gezeigt hatte, bekam Reus schon gar nicht mehr mit: "Ich hatte den Fernseher zu diesem Zeitpunkt schon ausgeschaltet, bin schlafen gegangen".

Erst drei Monate später gab er dem "kicker" das erste Interview und berichtete von "einer sehr langen Zeit, die ich in dieser Form nicht wieder erleben möchte".

Nun wiederholt sich die Geschichte. Diesmal wie vor der WM galt er nicht nur als Stammspieler, sondern auch potenzieller Star des Turniers. Doch die einzige Konstanz in seiner Karriere ist die Verletzungsanfälligkeit. 21 kurze und lange Zwangspausen sind seit August 2013 für ihn notiert - als einzige Titel dagegen zwei Supercup-Siege.

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