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EM 2016: So plant Joachim Löw nach der Rüdiger-Verletzung

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Youngster vor dem Durchbruch  

So plant Löw nach dem Rüdiger-Aus

09.06.2016, 11:09 Uhr | t-online.de

EM 2016: So plant Joachim Löw nach der Rüdiger-Verletzung. Option für die Außenbahn: Joshua Kimmich (links) könnte auf der rechten Abwehrseite spielen. (Quelle: imago/Pressefoto Baumann)

Option für die Außenbahn: Joshua Kimmich (links) könnte auf der rechten Abwehrseite spielen. (Quelle: imago/Pressefoto Baumann)

Aus Evian berichtet Thomas Tamberg

So ganz bekommt Joachim Löw den weltmeisterlichen Gestus nicht raus. Warum auch. Wenige Tage vor dem Start der EM 2016 in Frankreich sprach Reinhard Grindel auf der Eröffnungspressekonferenz im Medienzentrum von Evian zu den Journalisten. Der Bundestrainer saß neben dem neuen DFB-Präsidenten auf dem Podium, lauschte entspannt den einleitenden Worten seines Vorgesetzten und hatte dabei die linke Hand lässig auf die Rücklehne des Nachbarstuhls abgelegt.

Die Souveränität und Gelassenheit eines Weltmeisters kann Löw in diesen Tagen auch gut gebrauchen. Schließlich hat sich am Tag zuvor mit Antonio Rüdiger ein wichtiger Spieler einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt mehrere Monate aus. Der 23-Jährige war neben Jerome Boateng in der Innenverteidigung gesetzt. Zumindest bis Mats Hummels seine Wadenverletzung auskuriert hat.

Ein Trio mit Chancen

Nun muss Löw umdenken. Für Rüdiger wurde Jonathan Tah nachnominiert. Der 20 Jahre alte Leverkusener ist zweifelsohne ein Mann für die Zukunft, doch in der Gegenwart dürfte er nur im absoluten Notfall eine Rolle spielen. Vielmehr haben sich durch die neue Situation die Chancen für Joshua Kimmich, Benedikt Höwedes und Shkodran Mustafi deutlich verbessert.

Bisher stritt sich dieses Trio um den verbleibenden Platz auf der rechten Außenverteidigerposition. Nach dem Rüdiger-Aus ist ungewollt eine Stelle als Innenverteidiger frei geworden. Für die Neubesetzung kommen nach Aussage des Bundestrainers Mustafi und Höwedes infrage.

"Ich vertraue beiden Spielern", sagte der 56-Jährige, möchte aber noch die weiteren Trainingseindrücke abwarten. "Beide haben länger nicht mit Jerome Boateng zusammengespielt. Daher lasse ich mir ein bisschen Zeit, bis ich eine Entscheidung fälle."

Höwedes hat noch Nachholbedarf

Mustafi ist beim FC Valencia eine feste Größe. Bis 2019 läuft sein Vertrag. Immer wieder wurde er zuletzt mit anderen Klubs in Verbindung gebracht - unter anderem auch mit Borussia Dortmund und Juventus Turin. Topfit und mit ausreichend Spielpraxis reiste er zur Nationalmannschaft. In diesen Bereichen hat Konkurrent Höwedes noch Nachholbedarf. Ein Muskelfaserriss zwang ihn zu einer fast hunderttägigen Pause in der Rückrunde.

Gegen Ungarn testete Löw den Schalker auf der rechten Außenverteidigerposition. "Ein Dani Alves werde ich nicht mehr“, sagte Höwedes hinterher. Löw weiß, dass er von dem Routinier keine offensiven Flankenläufe erwarten darf, dafür schätzt er aber dessen Zuverlässigkeit in der Defensive.

So hatte sich Höwedes auch bei der WM 2014 ins Team gespielt. Damals auf der linken Außenverteidiger-Position. Gut möglich, dass er nun endlich auf seiner Stammposition im Abwehrzentrum auch im DFB-Dress von Beginn an ran darf.

Kimmich verdächtig oft auf der rechten Seite

Denn auf der rechten defensiven Außenbahn favorisiert Löw offenbar einen Youngster. Vieles deutet darauf hin, dass dort Kimmich zum Einsatz kommen wird. Im Training lässt Löw den Bayern-Spieler verdächtig häufig auf dieser Position spielen.

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Auch gegen die Slowakei gab er bereits den rechten Part in der Dreierkette. Was für ein Karriereverlauf: Vor einem Jahr spielte Kimmich noch für RB Leipzig in der 2. Liga. Nun darf er vom Startelfdebüt bei der EM träumen.

t-online.de hat es übrigens schon länger geahnt. Bei einem Interviewtermin mit Philipp Lahm kam das Gespräch auch auf Kimmich.

Auf die Frage, ob er sich Kimmich aufgrund dessen Vielseitigkeit als Nachfolger auf der rechten Außenverteidiger-Position in der Nationalmannschaft vorstellen könne, antwortete der Kapitän der Weltmeistermannschaft damals noch überrascht: „Ob Josh auch Rechtsverteidiger spielen kann, weiß ich nicht. Ich habe ihn auf dieser Position noch nie gesehen. Aber man könnte es ja mal ausprobieren.“ Vermutlich wird Löw gegen die Ukraine am Sonntag (ab 20.45 Uhr im live-Ticker bei t-online.de) genau das tun.

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