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Bastian Schweinsteiger bringt Magie zurück ins Deutschland-Spiel

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Fulminante Rückkehr des Weltmeisters  

Schweinsteiger bringt die Magie zurück ins deutsche Spiel

13.06.2016, 17:33 Uhr | t-online.de

Bastian Schweinsteiger bringt Magie zurück ins Deutschland-Spiel. Ein Tor des Willens: Bastian Schweinsteiger dreht nach seinem 2:0 gegen die Ukraine jubelnd ab.  (Quelle: AP/dpa)

Ein Tor des Willens: Bastian Schweinsteiger dreht nach seinem 2:0 gegen die Ukraine jubelnd ab. (Quelle: AP/dpa)

Aus Lille berichtet Thomas Tamberg

Normalerweise ist es Bastian Schweinsteiger, der nach dem Spiel zu allen Mitspielern geht, sie abklatscht und ein paar Worte mit ihnen wechselt. Nach dem 2:0 (1:0)-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel bei der EM 2016 gegen die Ukraine war es genau anders herum. Jeder suchte die Nähe des Kapitäns, um ihm zu gratulieren. Dabei stand er gerade einmal drei Minuten auf dem Feld.

Doch sein Treffer zum 2:0-Endstand in der vierten Minute der Nachspielzeit sicherte dem DFB-Team nicht nur endgültig den so erhofften Auftaktsieg, sondern war die vorläufige Krönung eines langen Weges voller Hoffen und Bangen, überhaupt rechtzeitig zum Turnier fit zu werden. "Unglaublich, Ich habe vielleicht 300 Spielminuten in den Knochen in dieser Saison - und dann so was", konnte Schweinsteiger sein Glück kaum fassen.

Jubellauf zur Auswechselbank

In der 90. Minute kam er für Mario Götze aufs Feld. In der vierten Minute der Nachspielzeit zog der 31-Jährige bei einem Konter bis zum gegnerischen Fünfmeterraum voll durch und verwandelte eine Hereingabe von Mesut Özil im Stile eines Goalgetters. "Eigentlich war nicht geplant, dass er so weit vorne auftaucht. Er sollte eigentlich im Mittelfeld für Ruhe sorgen", sagte Löw nach der Partie.

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Es folgte ein Jubellauf zur Auswechselbank und zurück auf den Platz. Schweinsteiger ballte die Fäuste Richtung Fankurve. Jeder, der mit der DFB-Elf sympathisierte, gönnte dem großen Kämpfer diesen Moment des Triumphes von Herzen. "Es war wichtig für die Mannschaft, aber auch für ihn persönlich", sagte Mario Götze. Sein Treffer war der Funke, der die Begeisterung der Fans für diese deutsche Mannschaft wieder neu entfacht hat.

Zehn WM-Helden von 2014 in Startelf dabei

So wie damals bei der WM 2014, als man Portugal zum Turnierstart mit 4:0 aus dem Stadion fegte und fortan nur noch dafür Sorge tragen musste, auf der Welle der Euphorie - ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen - bis zum Ende zu reiten, wohnt auch dem Spiel gegen die Ukraine dank Schweinsteigers Auftritt ein gewisser Zauber inne, der dem eigenen Glauben an den ganz großen Wurf Flügel verleihen könnte.

Der ist auch nötig. Noch längst war nicht alles weltmeisterlich im Spiel des Weltmeisters, der bis auf Jonas Hector mit zehn Helden von 2014 in der Startformation antrat. Löw setzte in der Verteidigung dabei auf Erfahrung und belohnte einmal mehr Spieler, die bereits länger mit ihm zusammenarbeiten. So verteidigte Benedikt Höwedes auf der ungewohnten rechten Außenbahn und Shkodran Mustafi bildete mit Jerome Boateng das Innenverteidigerpärchen. Shooting-Star Joshua Kimmich saß auf der Bank. 

Boateng verteidigt mit urgewaltiger Präsenz

Mustafi dankte Löw für das Vertrauen mit einer starken Leistung und seinem ersten Länderspieltreffer. Mit einem blitzsauberen Kopfballtor (19.) brachte er das deutsche Team früh auf die Siegesstraße. Doch insbesondere vor dem Pausenpfiff wackelte die DFB-Elf bedenklich. "Es war sicher nicht alles gut. 15 Minuten hatten wir große Probleme", sagte Boateng.

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Der Bayern-Star gehörte zu den Besten auf dem Platz und verteidigte mit einer urgewaltigen Präsenz und Sicherheit, die beeindruckend war. Allein seine Rettungstat in der 37. Minute, als er den Ball im Rückwärtslaufen von der Linie kratze, war von der Choreographie so formvollendet schön, dass man nur staunen konnte.

Löw: "Gut, wenn man Boateng als Nachbarn hat"

Boateng flog mit voller Wucht so präzise ins Tornetz, dass er im Flug mit der Fußspitze den Ball ins Spielfeld zurückkickte und anschließend mit seinem Steißbein exakt ein paar Millimeter hinter der am Boden liegenden Querstange landete. Das ganze hätte auch ziemlich schmerzhaft ausgehen können. Tat es aber nicht. "Gut, wenn man in der Abwehr einen Mann wie Jerome Boateng als Nachbarn hat", lobte Löw seinen Abwehrspieler.

Der 56-Jährige war natürlich zufrieden mit dem Sieg, wollte allerdings die Augen vor den Defiziten nicht verschließen. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Bälle verloren, da müssen wir uns in der Raumaufteilung verbessern. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Ballsicherheit, da war es viel besser."

Kroos: "Noch nicht da, wo wir hin wollen"

Höwedes hatte auf der rechten Außenbahn keinen leichten Stand. Und insgesamt muss das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft noch besser werden. Auch bei so manchen Standardsituationen wirkten die Deutschen etwas unsortiert. Schließlich warten noch Teams anderen Kalibers wie die Ukraine auf die DFB-Elf.

"Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, wenn wir das Turnier gewinnen wollen", sagte Toni Kroos, "aber es war ein guter Auftakt". Der Star von Real Madrid gehörte neben Boateng und Neuer zu den drei besten deutschen Spielern.

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