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EM 2016: Albanien vertraut auf Trainer Gianni De Biasi

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EM 2016  

De Biasi ist Albaniens Wenger: Mit gallischer Einstellung

13.06.2016, 13:07 Uhr | dpa

EM 2016: Albanien vertraut auf Trainer Gianni De Biasi. Gianni De Biasi ist Trainer der albanischen Nationalmannschaft.

Gianni De Biasi ist Trainer der albanischen Nationalmannschaft. Foto: Andy Rain. (Quelle: dpa)

Perros-Guirec (dpa) - Beim FC Arsenal gibt es das geflügelte Wort "Arsene knows", wenn der Club mal wieder mit dem Rücken zur Wand steht. Nach dem Motto: Arsene Wenger - der ewige Arsenal-Coach - wird schon wissen, was zu tun ist. Albaniens Arsene Wenger heißt Gianni De Biasi.

Das Vertrauen beim EM-Neuling in den italienischen Coach ist auch nach der 0:1-Auftaktpleite gegen die Schweiz ungebrochen. "Den Trainer zeichnet eine ungemeine Ruhe und Abgeklärtheit aus", schwärmte etwa Abwehrspieler Mergim Mavraj vom 1. FC Köln vor dem scheinbar ungleichen Duell am Mittwoch in Marseille gegen Gastgeber Frankreich. "Wir haben keine Angst vor den kommenden Aufgaben", sagte Mavraj gar. Die Spieler folgen ihrem Coach blind.

Wenn der sein Team motivieren will, zieht er schon mal einen Asterix-Vergleich. Das EM-Quartier für den Fußballzwerg Albanien legte er bewusst in die Bretagne, erklärte De Biasi: "Die Bretagne ist die Heimat der hartnäckigen und zähen Gallier, die genau so wie wir immer kämpfen müssen."

Wir sehr De Biasi seine Mentalität seinen Spielern bereits eingeimpft hat, spiegelt sich am besten in den Aussagen Mavrajs wieder. "Wir stehen unseren Mann, verteidigen unsere Farben und unser Tor", meinte der Kölner. "Wir wollen unsere Fehlerquote reduzieren und die sich bietenden Chancen besser nutzen. Die werden wir auch gegen Frankreich bekommen."

Allerdings muss De Biasi am Mittwoch, einen Tag vor seinem 60. Geburtstag, eine besonders knifflige Aufgabe lösen. Der große Favorit Frankreich hat nach dem Auftaktsieg gegen Rumänien Rückenwind und Albanien steht Kapitän und Abwehrchef Lorik Cana gelb-rot-gesperrt nicht zur Verfügung. "Das wird eine harte Aufgabe für uns, aber nichts ist unmöglich", meinte De Biasi trocken.

Mit dieser Einstellung und harter Arbeit hat sich der grundsolide De Biasi aus dem norditalienischen Dörfchen Sarmede zwischen Treviso und Udine in die Herzen der Albaner gespielt. "Als ich im Dezember 2011 nach Albanien kam, habe ich das Versprechen gegeben, dass ich leidenschaftlich und aufopferungsvoll für Dinge arbeiten werde, die wir hier zuvor nie erreicht haben", sagte De Biasi fast pathetisch.

Der 59-Jährige, der zuvor vor allem mit FC Turin Erfolg hatte, hielt Wort. Seit der überraschenden erstmaligen Qualifikation für ein großes Turnier - die Albanien übrigens auch ohne die EM-Aufstockung auf 24 Teams erreicht hätte - wird De Biasi fast wie ein Nationalheld verehrt. Er wurde kurzerhand eingebürgert, auch einen albanischen Namen hat er schon: Aus Gianni De Biasi wurde Gani Abazi.

Der frühere Bundesligaprofi Altin Lala arbeitete einige Monate als Co-Trainer während der erfolgreichen Qualifikation mit De Biasi zusammen und steht noch immer fast täglich in Kontakt mit dem Italiener. "Er ist fußballverrückt. Verbissener als er zu sein, geht gar nicht", erzählte Lala.

Der enorme Ehrgeiz des Norditalieners könnte aber auch dazu führen, dass er nach der EM trotz eines Vertrages bis 2017 den albanischen Verband verlässt. "Man spekuliert, dass er geht", verriet Lala. Die Biasi verfügt wohl über eine Ausstiegsklausel im Vertrag.

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