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EM 2016: Hooligans nach Marseille-Krawallen zu Haftstrafen verurteilt

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Krawalle in Marseille  

Mehrere Randalierer zu Haftstrafen verurteilt

14.06.2016, 06:55 Uhr | sid

EM 2016: Hooligans nach Marseille-Krawallen zu Haftstrafen verurteilt. Angriff auf die Polizei: In Marseille wurden Engländer verurteilt, die Gegenstände auf die Ordnungshüter warfen. (Quelle: AP/dpa)

Angriff auf die Polizei: In Marseille wurden Engländer verurteilt, die Gegenstände auf die Ordnungshüter warfen. (Quelle: AP/dpa)

Sechs Engländer, zwei Franzosen und ein Österreicher sind zwei Tage nach den schweren Krawallen in Marseille zu Haftstrafen verurteilt worden. Gegen alle auswärtigen Männer wurde in Schnellverfahren zudem ein zweijähriges Einreiseverbot verhängt. Ein weiterer Franzose kam mit einer Bewährungsstrafe davon.

Am längsten muss ein 29 Jahre alter Franzose ins Gefängnis, der wegen Diebstahls und Gewalt zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Der Österreicher muss fünf Monate absitzen. Für fast alle Rowdys ist es die erste Haftstrafe. Russische Hooligans waren bei den schweren Ausschreitungen rund um das EM 2016 -Spiel zwischen England und Russland am Samstag (1:1) nicht in Gewahrsam genommen worden.

"Das war eine Dummheit"

Der Franzose wurde durch Videoaufnahmen überführt. Bei den Ausschreitungen am Alten Hafen schlug und trat der Mann demnach auf mindestens drei Personen ein, die nicht identifiziert wurden. Zudem stahl er eine Fahne sowie das Trikot eines englischen Fans.

Ein 41 Jahre alter Krankenpfleger aus England, der drei Monate ins Gefängnis muss, gab zu, ein Bierglas in Richtung Polizei geworfen zu haben. "Das war eine Dummheit. Meine Aufgabe ist es eigentlich, Menschen zu helfen. Ich wollte meinen Freunden imponieren", sagte er.

Engländer entschuldigt sich

Dem zu zwei Monaten verurteilten 20 Jahre alten Koch, der in einem weißen T-Shirt der englischen Nationalmannschaft erschien, wurde vorgeworfen, einen Plastikbecher geworfen und Mitgliedern der Gendarmerie den Mittelfinger gezeigt zu haben.

"Ich entschuldige mich bei den Einwohnern und der Polizei von Marseille. Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort. So bin ich eigentlich nicht", sagte der Mann, bei dem ein Alkoholgehalt von 0,86 Promille festgestellt worden.

Fan weiter in "kritischem" Zustand

Der bei den blutigen Ausschreitungen von Marseille schwerverletzte Engländer kämpft unterdessen weiter um sein Leben. Er befinde sich in einem "kritischen", aber inzwischen stabilen Zustand, sagte der Staatsanwalt. Der Mann sei von einer Eisenstange "wahrscheinlich am Kopf" getroffen worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

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Von den Tätern, die am Samstag mit hemmungsloser Gewalt zuschlugen, fehlt unterdessen jede Spur. "Die Angreifer konnten nicht identifiziert werden", musste Brice Robin, Staatsanwalt der südfranzösischen Stadt, am Montag eingestehen. Zumindest sollen es in einem Hotel, in dem russische Fans wohnen, zu einer Razzia gekommen sein.

Mit Zahnschutz und Kampfhandschuhen

Mindestens 150 "perfekt vorbereitete" russische Hooligans konnte sich nach den Krawallen einer Festnahme entziehen, sagte Robin. Die Russen waren der Überwachung offenbar entkommen, indem sie nicht mit dem Flugzeug in Marseille landeten. Inzwischen dürften sie weit weg sein - oder auf dem Weg zum nächsten EM-Spiel der Russen gegen die Slowakei am Mittwoch in Lille.

Auch in Großbritannien wurden schwere Anschuldigungen erhoben. Der bei der britischen Polizei für die EM verantwortliche Offizier Mark Roberts sagte der Tageszeitung "Guardian", russische Hooligans hätten sich Zahnschutz und Kampfhandschuhe angezogen, bevor sie auf die englischen Fans losgegangen seien: "Wir wissen, dass einige Messer hatten, weil ein englischer Fan niedergestochen wurde."

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