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EM 2016 - Belgien: Wilmots nimmt De Bruyne in Schutz

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"Werde ihn jetzt nicht hinrichten"  

Belgien-Coach Wilmots nimmt De Bruyne in Schutz

14.06.2016, 16:54 Uhr | sid, t-online.de

EM 2016 - Belgien: Wilmots nimmt De Bruyne in Schutz. Kevin De Bruyne zeigte gegen Italien eine enttäuschende Leistung. (Quelle: Reuters)

Kevin De Bruyne zeigte gegen Italien eine enttäuschende Leistung. (Quelle: Reuters)

Das hatten sich die Belgier anders vorgestellt: Der Geheimfavorit und Weltranglisten-Zweite steht nach dem 0:2 (0:1) gegen Italien bereits nach seinem EM-Auftakt mit dem Rücken zur Wand.

Die hochgelobte Offensive um Kevin De Bruyne, Eden Hazard oder Romelu Lukaku enttäuschte dabei fast über die kompletten 90 Minuten.

Insbesondere De Bruyne blieb komplett blass. Dem Ex-Wolfsburger, der als Anführer der Roten Teufel gilt, gelang kaum etwas. Dabei war er vor dem Turnier als möglicher Star der EM 2016 gehandelt worden. Trotzdem stellte sich Nationaltrainer Marc Wilmots hinter den Profi von Manchester City.

"Vielleicht ist er müde nach einer langen Saison"

"Kevin hat schon so viel für das Nationalteam getan, ich werde ihn jetzt nicht hinrichten", sagte der frühere Schalker. Gleichzeitig gab Wilmots zu, dass De Bruyne nicht bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit gewesen sei: "Ob er müde ist nach einer langen Saison? Vielleicht ist das so."

Älteste Startelf der EM-Geschichte

Italien kam durch die Treffer von Emanuele Giaccherini nach einem Traum-Pass von Leonardo Bonucci (32. Minute) sowie Graziano Pelle (90.+2) zum unerwarteten Erfolg. Dabei bot die Squadra Azurra mit 31,17 Jahren die älteste Startelf der EM-Geschichte auf.

"Es war ein hartes Spiel, wirklich umkämpft", sagte der erschöpfte Torschütze Giaccherini in der ARD. "Belgien war Favorit, aber wir haben alles daran gesetzt, dieses Spiel zu gewinnen. Es war fundamental für uns."

Italien-Coach bei Torjubel verletzt

Im überschwänglichen Jubel über den ersten Treffer verletzte sich Italiens Coach Antonio Conte sogar leicht im Gesicht und hatte kurzzeitig Nasenbluten. "Es war ein sehr gutes Spiel für uns. Wenn Kompaktheit herrscht, kann man einiges erreichen", sagte der Coach. "Aber wir behalten die Füße am Boden."

Es war Italiens erster EM-Auftaktsieg seit 2000. Belgien steht hingegen in der schweren Gruppe E vor den Spielen gegen Irland und Schweden bereits mächtig unter Druck. Dennoch hat  Wilmots das Erreichen des Achtelfinals fest im Visier: "Es ist noch nichts verloren. Wir können noch die nötigen Punkte holen."

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