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EM 2016 heute: DFB-Team kehrt zurück ins Stade de France

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Im Stade de France gegen Polen  

DFB-Team kehrt zurück an den Ort des Schreckens

16.06.2016, 16:13 Uhr | t-online.de

Das sagt Bundestainer Löw zu seinem Hosen-Gate

Unser Reporter vor Ort über die Aufstellung gegen Polen und die Rückkehr an den Ort des Terrors.

Das sagt Bundestainer Löw zu seinem Hosen-Gate


Aus Paris berichtet Thomas Tamberg

Auf einmal steht es da. Zwischen all diesen gewaltigen Häuserschluchten sieht man das Stade de France, wenn man von einer gewissen Seite darauf zufährt, erst im letzten Moment. Dabei ist dieser über 75.000 Zuschauer fassende Koloss im Pariser Vorort Saint-Denis gewaltig.

Hier trifft die deutsche Nationalmannschaft (ab 20.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) im zweiten Gruppenspiel der EM 2016 auf Polen. Es ist auch die Rückkehr an den Ort des Terrors.

Keiner der Beteiligten wird die Nacht des 13. November jemals vergessen, in der auch im Umfeld des Stadions durch Terroranschläge 130 Menschen ihr Leben lassen mussten. Die Terrorangst liegt bei dieser EM wie ein dunkler Schatten über dem Turnier. So deutlich wie in diesen Tagen in Paris war sie für das Team von Joachim Löw bisher nicht spürbar.

"Man macht sich schon Gedanken"

Bis dato betonte der Bundestrainer stets, dass er sich sicher fühle und dieses Thema ausblenden möchte, um sich rein aufs Sportliche zu konzentrieren. Doch auf der Abschlusskonferenz gab der 56-Jährige dann doch zu, dass die Erinnerungen noch einmal hochgekommen sind, als er sich kurz zuvor erstmals wieder dem Stadion genähert hatte. "Man macht sich schon Gedanken", sagte er, um im nächsten Atemzug gleich wieder nach vorne zu schauen. "Ich fühle mich sicher und freue mich auf das Spiel gegen Polen."

Auch innerhalb der Mannschaft sei die Terrorangst und die Rückkehr ins Stade des France kein Thema mehr gewesen. DFB-Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann bestätigte gegenüber t-online.de, dass die Spieler den Sicherheitsvorkehrungen vertrauen. Besondere psychologische Maßnahmen seien nicht mehr nötig gewesen. "Ich denke das Thema hat jeder für sich verarbeitet", sagte Sami Khedira  stellvertretend für seine Teamkollegen.

"Immer schwer gegen Polen"

Die Protagonisten möchten sich viel lieber über Fußball unterhalten. Gegen Polen, das im ersten Spiel Nordirland mit 1:0 bezwingen konnte, geht es schließlich wohl auch um Platz eins in der Gruppe, der eine bessere Ausgangsposition für das Achtelfinale verspricht. Der Erste trifft auf einen Gruppendritten, der Zweite auf den Zweiten der Frankreich-Gruppe. Löw weiß, dass die Partie kein Spaziergang wird. "Polen ist eine kompakte Mannschaft, mit hervorragenden Individualisten“, sagte er. "Eigentlich war es immer schwer gegen sie."

Besonders aufpassen müssen die DFB-Kicker natürlich auf Robert Lewandowski. Der Bayern-Spieler gilt als der vermeintlich beste Mittelstürmer der Welt. "Wir wissen, dass er Weltklasseformat hat. Aber auch seine Mitspieler haben großes Potenzial und sind gefährlich", sagte Khedira. Der Spieler von Juventus Turin dürfte wieder anstelle von Bastian Schweinsteiger in der Startformation stehen.

Der Kapitän mache zwar jeden Tag Fortschritte und sprühe vor Energie, sagte Löw, "aber er hat nicht die Kraft für 90 Minuten". Daher wird der Star von Manchester United zunächst auf der Bank Platz nehmen und Manuel Neuer das Team erneut als Kapitän aufs Feld führen.

Götze genießt weiterhin Löws Vertrauen

Eine interessante Statistik sagt übrigens aus, dass Löw in den bisherigen Turnieren als verantwortlicher Trainer immer die gleiche Formation aufs Feld geschickt hat. Sehr gut möglich, dass sich das auch gegen Polen wiederholen wird. Auch wenn zwei Personalien derzeit heiß diskutiert werden. Muss der gegen die Ukraine blass gebliebene Mario Götze für Mario Gomez Platz machen? Ist Mats Hummels bereits wieder so fit, dass er von Beginn an spielen kann?

In beiden Fällen dürfte die Antwort von Löw "Nein" lauten, auch wenn er sich natürlich nicht in die Karten schauen lässt. Beide Marios würden gegen Polen "sehr gut passen". Allerdings hat Löw nach eigener Aussage Götze längst nicht so schlecht gesehen, wie so manche Kritiker. Löw schenkt seinen Spielern gerne Vertrauen. Das wird er Götze nicht schon nach einem Spiel entziehen wollen.

Hummels wird wohl noch einmal geschont

Bei Hummels dürfte der Bundestrainer kein Risiko eingehen. Zwischen den Zeilen klang bereits durch, dass er gegen Polen den zukünftigen Bayern-Verteidiger noch einmal schonen wird. Hummels habe zwar bereits zwei Trainingseinheiten komplett mit der Mannschaft bestritten, allerdings seien diese relativ kurze Einheiten gewesen. Löw wollte noch das Abschlusstraining abwarten und anschließend von Hummels persönlich erfahren, ob dieser sich fit genug sich für einen Einsatz hält.

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