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EM 2016: Boateng bemängelt "zu wenig Durchschlagskraft"

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Nach fader Nullnummer  

Dem ersten Nationalspieler platzt der Kragen

17.06.2016, 16:33 Uhr | t-online.de

EM 2016: Boateng bemängelt "zu wenig Durchschlagskraft". Jerome Boateng vermisste gegen Polen die Durchschlagskraft im Offensivspiel. (Quelle: dpa)

Jerome Boateng vermisste gegen Polen die Durchschlagskraft im Offensivspiel. (Quelle: dpa)

Aus Saint-Denis berichtet Thomas Tamberg

Gegen 0:11 Uhr fuhren die deutschen Nationalspieler noch einmal am Stade de France vorbei und warfen einen letzten Blick auf diese imposante Arena. Begleitet von einer Polizeieskorte verschwand der Mannschaftsbus wenig später in der Nacht. Am 10. Juli findet hier das Finale der EM 2016 statt. Ob die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw dann allerdings an diesen Ort zurückkehren wird, ist nach dem faden 0:0 gegen Polen mehr als fraglich.

Was sich bereits gegen die biedere Mannschaft der Ukraine angedeutet hatte, setzte sich gegen die Polen fort: Der DFB-Elf fehlt es an Durchschlagskraft im Offensivspiel. 90 Minuten lang konnten sich Mesut Özil, Mario Götze und Co. keine echte Torchance herausspielen. Die hatten stattdessen die Polen. Doch Arkadiusz Milik vergab die beiden besten Einschussmöglichkeiten (46./69.).

Zwar hatte Deutschland erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, doch was nutzt das schon, wenn man dabei keinerlei Torgefahr ausstrahlt. "Wir hatten die Kontrolle über das, was auf dem Feld geschah", urteilte daher Polens Nationaltrainer Adam Nawalka nicht zu Unrecht. "Deutschland übernahm zwar zeitweise die Initiative, aber nur weil wir ihnen den Raum gewährt haben."

Höwedes ohne Akzente nach vorne

Das konnten sich die Polen auch leisten. Lief doch im deutschen Spiel fast nichts zusammen. Auf der linken Außenbahn agierten Jonas Hector und Julian Draxler zu bieder und ohne erkennbaren Willen sich durchzusetzen. Rechts fehlte Thomas Müller ein passender Mitspieler. In den vergangenen sechs Jahren hatte er dort mit Philipp Lahm den besten Rechtsverteidiger der Welt hinter sich. Nun steht dort mit Benedikt Höwedes ein gelernter Innenverteidiger, der in der Defensive zwar tadellos seinen Mann steht, aber im Spiel nach vorne keine Akzente setzen kann.

Angesichts der fehlenden Außenbahnspieler hatte Löw ohnehin die Taktik ausgegeben, verstärkt durch die Mitte zu spielen. Doch auch das gelang nicht. "Nach vorne hat einfach ein bisschen was gefehlt, um mal zu dieser großen Chance zu kommen", formulierte es Toni Kroos noch vorsichtig.

Boateng lässt kräftig Dampf ab

Wesentlich deutlicher wurde dagegen Jerome Boateng. Der Verteidiger war nach der Partie mächtig angefressen und ließ kräftig Dampf ab. "Wir können froh sein, dass wir 0:0 gespielt haben. Wir müssen mal zum Abschluss kommen", sagte der 27-Jährige und legte nach. "Wir spielen bis zum letzten Drittel gut, dann kommen wir nicht am Gegner vorbei und sind nicht gefährlich. Das muss sich verbessern, sonst kommen wir nicht weit."

Mario Götze war zwar bemüht, ebenso Müller, doch wirklich Produktives sprang bei ihren Aktionen nicht heraus. Auch Mesut Özil hatte keinen Geistesblitz. Und so wirkte das deutsche Spiel behäbig und ideenlos. Man hatte eher den Eindruck, die deutsche Nationalmannschaft befindet sich noch im Testspiel-Modus und nicht bei einer Europameisterschaftsendrunde.

Zweites Spiel bereitet Deutschland fast immer Probleme

"Grundsätzlich bin ich mit den Remis nicht zufrieden, aber wir müssen mit dem einen Punkt nun mal leben", zog Löw immerhin ein ehrliches Fazit. "Vorne war die letzte Aktion vor dem Tor nicht gut, das müssen wir besser machen. Wir haben heute kaum Chancen herausgespielt und wenig Lösungen gehabt mal durchzukombinieren."

Wenigstens stand die Defensive sicher. Neben Boateng feierte Mats Hummels nach längerer Verletzungspause in der Innenverteidigung sein Comeback und lieferte eine starke Vorstellung ab. Darauf lässt sich aufbauen.

Das zweite Gruppenspiel war ohnehin noch nie eine Stärke unter Löw. Seit 2006 gab es in der Ära Löw in fünf Turnieren nur einen Sieg im zweiten Gruppenspiel. 2012 schlug man die Niederlande mit 2:1. Mit vier Zählern ist die DFB-Elf weiterhin vor den punktgleichen Polen Tabellenführer.

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