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EM 2016: Frankreich und Schweiz wollen mehr als ein Unentschieden

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EM 2016  

Remis reicht Frankreich und Schweiz - aber keiner will's

17.06.2016, 14:40 Uhr | dpa

EM 2016: Frankreich und Schweiz wollen mehr als ein Unentschieden. Didier Deschamps will mit dem Spiel gegen SChweiz ein Zeichen setzen.

Didier Deschamps will mit dem Spiel gegen SChweiz ein Zeichen setzen. Foto: Oliver Weiken. (Quelle: dpa)

Clairefontaine (dpa) - Frankreich reicht ein Remis für Platz eins, der Schweiz für den erstmaligen EM-Achtelfinaleinzug: Nach den Schlagzeilen um Paul Pogba will die Équipe tricolore aber mit dem dritten Sieg im dritten Spiel ein Zeichen bei ihrer schweren Titelmission im eigenen Land setzen.

"Wir werden sehen, wie es gegen die Schweiz läuft, das sollte einen Ausblick geben auf das, was noch kommt", meinte Mittelfeldantreiber N'Golo Kanté vor dem Duell um den Gruppensieg an diesem Sonntag (21.00 Uhr) in Lille.

Bei sechs Punkten aus zwei Spielen brauchen die bereits für die nächste Runde qualifizierten Franzosen nur noch einen Zähler für den Gruppensieg. Der Schweiz würde ein Unentschieden zum Weiterkommen reichen. Aber das ist nicht das Ziel der Eidgenossen, die als Zweiter - oder auch Frankreich im Fall einer Niederlage - auf den Zweiten der Gruppe C mit Weltmeister Deutschland treffen würden.

"Wir spielen auch in diesem Spiel auf Sieg. Das ist aus meiner Sicht ein geiles Spiel", betont der Noch-Gladbacher Granit Xhaka: "Wir haben Respekt, aber keine Angst vor Frankreich." Auch, wenn die Bilanz der Schweizer alles anders als respektabel ist. Noch nie gewannen sie ein Pflichtspiel gegen Frankreich, dreimal verloren sie, zweimal gelang ihnen immerhin ein Remis.

Bei der EM vor zwölf Jahren ging das letzte Gruppenspiel mit 1:3 verloren und Aus war's. Bei der WM 2014 in Brasilien fertigte Frankreich die Schweiz in der Gruppenphase böse mit 5:2 ab. Und Trainer Didier Deschamps forderte vor dem nächsten Duell mit Blick auf eine optimale Ausbeute in der Gruppe A: "Wir wollen drei Siege aus drei Spielen."

Was Deschamps aber auch will, ist Ruhe um und Ruhe in seinem Team. Umso ungelegener dürfte die Diskussion um die Pogba-Geste beim 2:0-Sieg gegen die Albaner am Mittwochabend in Marseille sein. Die für Freitag zunächst geplante mittägliche Presserunde mit zwei Spielern wurde abgesagt, am Nachmittag stand aber ein für Medien offenes Training im Centre National du Football in Clairefontaine an.

Das Sportblatt "L'Équipe" analysierte auf drei Seiten den sogenannten "bras d'honneur", der in Frankreich als vulgäre Beleidigung gilt. Pogba erklärte: Es habe sich nur um seinen üblichen Jubel mit einer Art Tanz gehandelt. Französische Medien interpretierten Pogbas Reaktion, als er sich mit einer Hand in die Beuge des anderen Armes schlug eher als Affront und Revanche, wenngleich die Bilder nicht belegen, wem die Aktion eigentlich gegolten haben sollte. Konsequenzen vom französischen Verband scheint Pogba nicht fürchten zu müssen, die UEFA wird sich auch nicht einschalten.

Dafür scheint sein Starteinsatz gegen die Schweiz sicher. Vermutlich wird Deschamps Pogba und auch Antoine Griezmann im 4-3-3-System wieder von Beginn an bringen, unter anderem müsste Bayerns Kingsley Coman dann wieder auf die Bank. Spekuliert wird aber auch, dass der 47 Jahre Coach der Équipe tricolore noch ein bisschen mehr rotieren lässt. Bisher setzte Deschamps sechs seiner 20 Feldspieler noch gar nicht ein.

Wer auch immer in der Startelf der Franzosen steht, Gegner Schweiz wird es dem Team nicht leicht machen. "Wir werden gegen Frankreich zum Gruppen-Abschluss noch mal alles raushauen", kündigte Admir Mehmedi von Bayer 04 Leverkusen an. Der Torschütze beim 1:1 gegen Rumänien nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Albanien weiß aber auch: "Wir müssen ein perfektes Spiel machen."

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