Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > EM 2016 >

Krawalle bei EM 2016: UEFA ermittelt gegen Kroatien und Türkei

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Randale wird zur Staatsaffäre  

In Kroatien wächst Angst vor dem EM-Ausschluss

18.06.2016, 21:13 Uhr | sid

Krawalle bei EM 2016: UEFA ermittelt gegen Kroatien und Türkei. Feuerlöscher: Sicherheitskräfte versuchen Pyrotechnik wegzuräumen, das von kroatischen Fans auf das Spielfeld in St. Etienne geworfen worden war.  (Quelle: imago/Pixsell)

Feuerlöscher: Sicherheitskräfte versuchen Pyrotechnik wegzuräumen, das von kroatischen Fans auf das Spielfeld in St. Etienne geworfen worden war. (Quelle: imago/Pixsell)

Das nächste Urteil der UEFA während der EM steht bevor: Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union wird am Montag über das Strafmaß gegen den kroatischen Verband HNS nach den Fan-Krawallen im Spiel gegen Tschechien (2:2) verhandeln. Auch der türkische Verband könnte an diesem Tag bestraft werden.

Zur Last gelegt werden den Kroaten das Zünden von Feuerwerkskörpern, Werfen von Objekten, Zuschauerausschreitungen sowie rassistisches Verhalten. Dem Verband droht eine empfindliche Strafe, die ähnlich wie bei Russland zum EM-Ausschluss auf Bewährung reichen könnte.

"Das sind Terroristen"

Weil kroatische Fans Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen haben, musste das Spiel in Saint-Etienne in der 86. Minute für vier Minuten unterbrochen werden. Zudem kam es zu Prügeleien unter kroatischen Anhängern auf der Tribüne. "Das sind keine Fans, das sind Terroristen, die machen alles kaputt", sagte Trainer Ante Cacic.

Auch der türkische Verband muss eine empfindliche Strafe seitens der UEFA fürchten. Am Tag nach dem 0:3 im  Gruppenspiel gegen Spanien in Nizza, wurde ein Verfahren wegen des "Zündens von Feuerwerkskörpern, des Werfens von Objekten sowie eines Platzsturms" eröffnet. 

Suker: "Werden uns nicht rauswerfen"

In Kroatien wird der Skandal mittlerweile zur Staatsaffäre. "Das sind Staatsfeinde, die ihre Mannschaft und ihr Land hassen", sagte Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic: "Schämt euch!" Das Schämen wird allerdings nicht ausreichen. 

In kroatischen Medien wird bereits über einen Ausschluss des "Wiederholungstäters" spekuliert, da die Liste der Verfehlungen mittlerweile einfach zu lang ist. Das Fass könnte nach einer Vielzahl von Vergehen in der jüngsten Vergangenheit (Rassismus, Faschismus, Pyrotechnik) tatsächlich übergelaufen sein - auch wenn Verbandsboss Davor Suker (noch) nicht daran glauben will.

"Sie werden uns nicht rauswerfen", sagte der 48-Jährige, der auch im UEFA-Exekutivkomitee sitzt. Allerdings haben die bisherigen Sanktionen (mehrere Geldstrafen in sechsstelliger Höhe und Platzsperren) ganz offensichtlich nicht gefruchtet.

Spielabbruch als Ziel

Nach übereinstimmenden kroatischen Medienberichten ist eine Gruppe von 10 bis 15 Personen, offenbar radikale HNS-Gegner, für die Ausschreitungen von Saint-Étienne verantwortlich. Sie hätten das Zünden und Werfen der Feuerwerkskörper geplant und es sogar vorab mit dem Beginn in der 85. Spielminute in den sozialen Netzwerken angekündigt. Das Ziel der Chaoten sei ein Spielabbruch gewesen.

In diesem Zusammenhang wurden in den kroatischen Medien schwere Vorwürfe gegen die französischen Sicherheitskräfte laut. Schließlich habe der Verband "in der Vorbereitung auf die Partie alles getan, um Zwischenfälle zu vermeiden", steht in einer HNS-Stellungnahme: "Zu diesem Zweck wurden die UEFA und Polizei vor Hooligans gewarnt." Zudem habe die Polizei nicht rechtzeitig eingegriffen, als es zu den Schlägereien zwischen der Krawall-Gruppe und den anderen Kroaten gekommen ist.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal