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EM 2016: Last-Minute-Eigentor kostet Island den Sieg gegen Ungarn

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Ungarn rettet sich  

Last-Minute-Eigentor kostet Island den Sieg

19.06.2016, 19:14 Uhr | t-online.de, dpa

EM 2016: Last-Minute-Eigentor kostet Island den Sieg gegen Ungarn. Ungarns Laszlo Kleinheisler (re.) setzt den Isländer Kari Arnason unter Druck. (Quelle: Reuters)

Ungarns Laszlo Kleinheisler (re.) setzt den Isländer Kari Arnason unter Druck. (Quelle: Reuters)

Die isländische Nationalmannschaft hat bei der EM 2016 in Frankreich einen möglichen Sieg knapp verpasst. Nach dem Remis im Auftaktspiel gegen Portugal (1:1) musste sich der EM-Neuling auch gegen Ungarn mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden begnügen.

Vor 60.842 Zuschauern im Stade Vélodrome von Marseille erzielte der ehemalige Hoffenheim-Profi Gylfi Sigurdsson mit einem Foulelfmeter in der 40. Minute die 1:0-Führung für die Nordeuropäer, Birkir Mar Saevarsson traf in der 88. Minute unglücklich ins eigene Tor zum Ausgleich.

Ungarn wahrte sich durch den Punktgewinn in letzter Minute somit alle Möglichkeiten auf den Einzug ins Achtelfinale.

Schlägerei vor Spielbeginn

Vor der Partie kam es erneut zu Fangewalt. Im Block der Ungarn setzte die Polizei gegen Randalierer Schlagstöcke ein. Von den Fans waren offenbar Böller gezündet worden. Anschließend rückten mit Schutzkleidung ausgerüstete Sicherheitskräfte in die Arena ein und postierten sich vor und auf der Tribüne.

Nach dem überraschenden 2:0-Auftaktsieg gegen Österreich hatte Ungarns deutscher Trainer Bernd Storck seine Mannschaft für das Duell mit dem zweiten Überraschungsteam gleich auf drei Positionen verändert. Etwas überraschend saß Bundesliga-Profi Adam Szalai nur auf der Bank, obwohl der Stürmer im ersten Spiel überzeugt und getroffen hatte. Für Szalai begann Tamas Priskin als einzige Spitze, auch der Nürnberger Zoltan Stieber, der gegen Österreich nach seiner Einwechslung ebenfalls getroffen hatte, stand in der Anfangself.

Island mit starker Anfangsphase

Die Isländer, die bei ihrer EM-Premiere mit einem 1:1 gegen Portugal aufhorchen ließen, traten in unveränderter Formation an und hatten gegen die spielrisch starken Magyaren jede Menge Arbeit. Allerdings erspielte sich der EM-Neuling gegen den EM-Vierten von 1972 die besseren Möglichkeiten. In der 10. Minute vergab Jon Dadi Bödvarsson vom 1. FC Kaiserslautern eine Kopfballchance, in der 31. rettete Ungarns Keeper Gabor Kiraly gegen Johannn Berg Gudmundsson.

Chancenlos war der frühere Hertha-Keeper beim verwandelten Strafstoß von Gylfi Sigurdsson. Fragwürdig war zuvor die Entscheidung von Schiedsrichter Sergej Karasew, der eine Aktion von Tamas Kadar gegen Aron Gunnarson als Foulspiel bewertete und den Isländern somit einen Elfmeter zusprach.

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Eigentor in der Schlussphase

Die Mannschaft des Trainer-Duos Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrimsson hatte auch in der Folgezeit gute Tormöglichkeiten. Kolbeinn Sigthorsson scheiterte mit einem Kopfball knapp (60.). In der Schlussphase zogen die Ungarn die Zügel noch einmal an und kamen durch Mannschaftskapitän Balázs Dzsudzsák zu zwei Gelegenheiten (66./76.), doch Islands Torhüter Hannes Thor Halldorsson war jeweils auf dem Posten. Erst ein Eigentor des unglücklichen Saevarsson kurz vor Schluss ermöglichte den Magyaren den Ausgleich.

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