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EM 2016: Portugal verzweifelt an Österreich-Keeper Almer

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Ronaldo vergibt Elfmeter  

Portugal kann Österreich nicht knacken

18.06.2016, 23:57 Uhr | t-online.de, dpa

EM 2016: Portugal verzweifelt an Österreich-Keeper Almer. Österreichs Martin Hinteregger (li.) versucht, Portugals Superstar Cristiano Ronaldo aufzuhalten. (Quelle: Reuters)

Österreichs Martin Hinteregger (li.) versucht, Portugals Superstar Cristiano Ronaldo aufzuhalten. (Quelle: Reuters)

Trotz hochkarätiger Chancen ist EM-Rekordmann Cristiano Ronaldo mit Portugal auch an Österreich verzweifelt und muss um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Beim 0:0 schoss der Superstar einen Foulelfmeter (79. Minute) an den Pfosten und wurde bei seinem 16. EM-Spiel zur tragischen Figur.

Mit nur zwei Zählern steht Portugal vor dem Gruppenfinale gegen den Überraschungsspitzenreiter Ungarn (4 Punkte) gehörig unter Druck. Nur ein Sieg garantiert den Einzug in die K.o.-Runde.

Österreich blieb auch im fünften Spiel seiner EM-Geschichte ohne Erfolg und braucht bei nur einem Zähler zum Abschluss gegen Island (2 Punkte) unbedingt einen Sieg.

Harnik vergibt frühe Führung

Ronaldo zog mit Lilian Thuram und Edwin van der Saar als Rekordspieler des Kontinentalturniers gleich. Außerdem überholte er mit seinem 128. Länderspiel Luis Figo als Rekordspieler Portugals. Sein siebtes EM-Tor wollte im Pariser Prinzenpark aber einfach nicht gelingen, womit auch der Rekord, bei vier verschiedenen Turnieren getroffen zu haben, nicht fiel.

Portugal musste einmal tief durchatmen, als Martin Harnik (3.) freistehend einen Kopfball nicht platzieren konnten. Dann aber zeigten die Portugiesen einen deutlich verbesserten Auftritt im Vergleich zum Auftakt-Patzer beim 1:1 gegen Island - nur ein Tor fiel eben nicht.

Alaba kommt als Zehner nicht in die Partie

Österreich konzentrierte sich nach dem ebenfalls missglückten Start beim 0:2 gegen Ungarn auf die Defensive. Schon nach zwölf Minuten musste Torwart Robert Almer gegen den freistehenden Nani mit dem Fuß parieren. Die Grätsche von Sebastian Prödl war zuvor ins Leere gegangen. Es stimmte noch nicht in der Austria-Defensive. Martin Hinteregger brachte den Ex-Düsseldorfer Almer mit einem Rückpass in die Bredouille, der Torwart knallte den Ball aus wenigen Metern an den Rücken seines Verteidigers.

Österreich stand insgesamt sehr tief. Bayern Münchens David Alaba agierte als Zehner aber ungewohnt weit vorne. Torgefahr gab es aber deutlich häufiger vor dem Austria-Gehäuse. Ronaldo zog einen Schuss nach Vorarbeit des Neu-Dortmunders Raphael Guerreiro aus elf Metern knapp vorbei (22.). Nani köpfte wuchtig an den Pfosten (29.). Gefährlich wurde es für Portugal bei einer scharfen Freistoß-Flanke von Alaba (41.), die der Wolfsburger Vierinha noch klären konnte.

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Immer wieder Almer

Leipzigs Marcel Sabitzer prüfte wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel Portugals Torwart Rui Patricio mit einem Distanzschuss. Doch dann waren wieder Ronaldo und Co. im Vorwärtsdrang. Ronaldo (55.) knallte aufs Tor, doch Almer streckte sich erfolgreich. Und auch nach der folgenden Ecke war der Schlussmann bei einem Kopfball von Ronaldo aufmerksam. Zehn Minuten später strich ein Freistoß des Superstars knapp über das Tor. Alaba war kurz zuvor überraschend für den Schalker Alessandro Schöpf ausgewechselt worden.

Die größte Chance zum Siegtreffer bot sich Ronaldo, als ihn Hinteregger im Strafraum zu Boden gerissen hatte. Den Strafstoß setzte er aber an den von ihm aus linken Pfosten. Sechs Minuten vor Schluss wurde obendrein ein Kopfball-Treffer Ronaldos zurecht wegen Abseits aberkannt. Den Rekordabend wird Ronaldo wohl nicht in guter Erinnerung behalten.

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