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EM 2016: Russland steht vor Heim-WM 2018 am Abgrund

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Zwei Jahre vor der Heim-WM  

"Tu-Loser": Russlands Fußball am Abgrund

21.06.2016, 15:03 Uhr | sid, t-online.de

EM 2016: Russland steht vor Heim-WM 2018 am Abgrund . In Russland herrscht nach der WM Ratlosigkeit. (Quelle: imago)

In Russland herrscht nach der WM Ratlosigkeit. (Quelle: imago)

Die Sbornaja ist ambitioniert zur EM nach Frankreich angereist, aber sang und klanglos als Gruppenletzter ausgeschieden. Der Trainer bietet den Rücktritt an und auch die Hooligans streuen mit mehrfachem Fehlverhalten Salz in die offene Wunde: Russlands Fußball befindet sich zwei Jahre vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land am absoluten Tiefpunkt.

Mit der deutlichen 0:3-Niederlage in Toulouse gegen den Gruppensieger Wales  war das Vorrunden-Aus bei der EM besiegelt. Unmittelbar nach der Schmach herrschte Fassungslosigkeit in den russischen Reihen. Als erste Konsequenz bot Trainer Leonid Sluzki seinen Rücktritt an. "Ich hatte genug Zeit, das Team vorzubereiten. Das ist mein Fehler", sagte Sluzki enttäuscht und stellte klar: "Ich übernehme die volle Verantwortung."

Keine großen Erfolge mehr

Doch das frühe Ausscheiden ist kein Zufall. Russland zählt schon lange nicht mehr zu den klangvollen Fußballnationen, der Einzug ins EM-Halbfinale 2008 liegt lange zurück. Seither geht es bergab. Der Mannschaft fehlt das Potenzial, um bei Großturnieren wettbewerbsfähig auftreten zu können. Beim deutschen WM-Triumph in Brasilien 2014 musste Russland bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten, während der Underdog Algerien hinter Belgien als Gruppenzweiter in die K.o.-Runde einzog.

Das gleiche Prozedere spielte sich zwei Jahre zuvor bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine ab: Tschechien und Griechenland setzten sich durch, Russland hatte als Dritter das Nachsehen. Doch erst mit der Art und Weise des Ausscheidens in Frankreich ist der endgültige Tiefpunkt erreicht.

"Wunder gibt es nicht"

Fakt ist: Die Ausrichtung der WM 2018 kommt ungelegen. Voll Sorge und in Anbetracht des düsteren Ausblicks fällte die heimische Presse ein vernichtendes Urteil. "Wunder gibt es nicht: Unser Fußball ist nicht bereit zu großen Siegen. Und bis zur Weltmeisterschaft daheim bleiben nur zwei Jahre", schrieb die Moskauer Zeitung "Sport-Express“ und stempelt die Sbornaja als "Tu-Loser“ ab. In anderen Gazetten war sogar von "Schande" und "Parodie auf den Fußball" zu lesen.

Neben den Journalisten haben auch die Spieler die Alarmsignale erhört. "Der russische Fußball ist auf keinem hohen Level, wir müssen etwas verändern“, sagte Innenverteidiger Wasilij Beresuzki und verweist auf die hohe Relevanz der vernachlässigten Nachwuchsarbeit: "Wir müssen junge Spieler entwickeln und uns verbessern." Dazu bleiben dem russischen Verband zwei Jahre. Wenig Zeit, um eine ganze Fußball-Reform in Gang zu bringen und deren Früchte ernten zu können.

Viel Arbeit vor der WM

Der Sport selbst ist jedoch nur ein Teil der Baustelle: Die Hooligan-Problematik ist spätestens seit den Krawallen einiger unbelehrbaren Anhänger in Lille wieder mit hoher Dringlichkeit zu behandeln. Das russische Team stand aufgrund der Vorfälle kurz vor dem Turnier-Ausschluss, die UEFA verhängte dem Verband zusätzlich eine Geldstrafe über 150.000 Euro.

Viele negative Schlagzeilen, die den kommenden WM-Gastgeber vor eine große Aufgabe stellen, um das so sehnsüchtig erwartete Ereignis auch für das eigene Land zu einem Fußballfest werden zu lassen.

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