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EM 2016: Joachim Löw ist nach Sieg gegen Nordirland unzufrieden

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Trotz Gruppensieg  

Joachim Löw grimmig: "Das geht nicht!"

22.06.2016, 13:33 Uhr | sid

EM 2016: Joachim Löw ist nach Sieg gegen Nordirland unzufrieden. War mit der Chancenauswertung seiner Elf nicht einverstanden: Bundestrainer Jogi Löw. (Quelle: dpa)

War mit der Chancenauswertung seiner Elf nicht einverstanden: Bundestrainer Jogi Löw. (Quelle: dpa)

Joachim Löw blickte grimmig in die Kameras. Die deutschen Weltmeister ließen sich nach dem 1:0 (1:0) gegen Nordirland vor der deutschen Fan-Kurve feiern, aber darauf hatte der Bundestrainer keine Lust. Seine Mannschaft steht als Gruppensieger im Achtelfinale der EM, die eklatante Schwäche im Torabschluss aber bereitet ihm große Sorge.

"Das geht nicht! Wenn man in der K.o.-Runde mal nur wenige Torchancen bekommt, dann muss man die alle auch verwerten", sagte Löw im ARD-Interview im Pariser Prinzenpark, eindringlich schob er hinterher: "Damit kann man nicht spaßen! Da müssen wir auch mal das Tor treffen!"

Mit dem Abpfiff hatte Löw seinem nordirischen Kollegen hastig die Hand gereicht, dann war er umgehend in der Kabine verschwunden. Das strahlende Lächeln seines Siegtorschützen Mario Gomez sah er aus dem TV-Studio. "Wir sind Erster! Die Tore haben wir uns für die K.o.-Phase aufgehoben. Ganz egal, gegen wen", beruhigte der Torschützenkönig der türkischen Liga seinen Trainer. Der nächste Gegner? Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Sonntag in Lille die Slowakei sein.

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"Hätten drei oder vier null führen müssen"

In diesem Spiel wird sich die deutsche Mannschaft keine Chancenverschwendung leisten können. "Wir hätten zur Halbzeit drei oder vier zu null führen müssen", betonte Löw nach dem verdienten Gruppensieg, das Wort "müssen" sprach er langsamer und deutlich lauter. Positiv sah es Mats Hummels: "Wenn wir auf die absoluten Top-Teams treffen, werden wir noch eine Schippe drauflegen können."

Immerhin hatte Mario Gomez getroffen, erstmals seit mehr als vier Jahren. Er darf hoffen, für den restlichen Turnierverlauf einen Stammplatz zu haben. Den hat Thomas Müller sicher, obwohl er vom Pech verfolgt war: Er traf Pfosten und Latte.

Löws Umstellungen beleben

"Heute haben alle gesehen, was sie sich immer gewünscht haben. Wir wissen aber: Die Tore haben gefehlt", sagte Müller, für den es eine verflixte Sache geworden ist mit dem ersten EM-Tor: "Allein ich hätte heute mit Gareth Bale gleichziehen müssen." Der Waliser hat bereits drei Tore erzielt.

Die Umstellungen des Bundestrainers waren belebend. Als Löw seine Aufstellung mitteilte, war das Erstaunen groß gewesen: Dass Gomez seine Chance in der Startelf bekommen würde, hatte ein Maulwurf der Bild-Zeitung zugespielt - mit Joshua Kimmich hatte kaum jemand gerechnet.

EM-Novize Kimmich überzeugt

Löw setzte auf der rechten Abwehrseite sein Vertrauen in den 21-Jährigen vom FC Bayern. Kimmich rechtfertigte es: In seinem ersten Pflichtspiel war er eine eindeutige Verstärkung. Benedikt Höwedes, eine Bank in der Weltmeistermannschaft, blieb dafür draußen, er kam erst für Boateng.

"Wir werden gewinnen und Gruppenerster sein", hatte Löw versprochen, Rechnereien mit dem Parallelspiel der Polen gegen die Ukraine (1:0) wollten sich die Deutschen ersparen. Die extrem defensiven Nordirland stellten die Weltmeister vor die erwarteten Aufgaben, dennoch präsentierte die DFB-Elf endlich spielerische Lösungen. Zudem blieb sie erstmals seit der EM 1996 in der Vorrunde eines Turniers ohne Gegentreffer.

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