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Ungarn - Portugal: Ronaldo schießt Portugal ins Achtelfinale der EM 2016

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Irres Tor-Festival gegen Ungarn  

Portugal zittert sich ins EM-Achtelfinale

22.06.2016, 20:00 Uhr | t-online.de, sid

Ungarn - Portugal: Ronaldo schießt Portugal ins Achtelfinale der EM 2016. Portugals Nani feiert mit Cristiano Ronaldo, Joao Moutinho und Andre Gomes (v.li.).  (Quelle: Reuters)

Portugals Nani feiert mit Cristiano Ronaldo, Joao Moutinho und Andre Gomes (v.li.). (Quelle: Reuters)

Portugal kann durchatmen! Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo kam gegen Ungarn zu einem hart umkämpften 3:3 (1:1). Mit dem dritten Remis in Folge wurde der Gruppensieg zwar verpasst, doch die Portugiesen ziehen mit drei Zählern als Dritter der Gruppe F dennoch ins EM-Achtelfinale ein.  

In der zweiten Partie gewann Island 2:1 gegen Österreich und ist somit als Gruppen-Zweiter ebenfalls weiter. Gruppensieger Ungarn hatte bereits vor der Partie in der Runde der letzten 16 gestanden. 

Ronaldo erzielt Doppelpack

Höhepunkt des Galaauftritts von "CR7" war sein traumhaftes Hackentor zum zwischenzeitlichen 2:2 (50. Minute). Doch gegen offensivstarke Ungarn musste der Superstar von Real Madrid sein ganzes Können zeigen: Sein genialer Pass vor Nanis Treffer zum 1:1 (42.) und sein Kopfballtor zum Endstand (62.) bescherte Portugal das Achtelfinale in Lens gegen Kroatien.

Die von Bernd Storck trainierten Ungarn, die in Lyon durch Zoltán Gera (19.) und Balázs Dzsudzsák (47./55.) dreimal in Führung gegangen waren, treffen als Sieger der Gruppe F in Toulouse auf Belgien, Schweden oder Irland.

Neuer Rekord für CR7

Ronaldo, der erstmals seit 375 Tagen wieder ein Pflichtspieltor für Portugal erzielte, verewigte sich an einem denkwürdigen Abend gleich dreifach in den Geschichtsbüchern: Als erster Fußballer traf er bei vier EM-Endrunden, kletterte in der ewigen EM-Torjägerliste mit jetzt acht Toren auf Rang zwei und avancierte mit 17 Einsätzen zum alleinigen EM-Rekordspieler. Mit seinen beiden Toren verhinderte er das erstmalige Scheitern Portugals in der EM-Vorrunde.

Nervöser Beginn der Iberer

Nach dem Anpfiff deutete vor 55.514 Zuschauern zunächst nichts auf die große Ronaldo-Show hin. Als Nani bei einem Konter zu eigensinnig agierte, drehte sich Ronaldo wild gestikulierend ab und schimpfte vor sich hin (7.). Der 31-Jährige fand 40 Minuten lang überhaupt nicht ins Spiel. Ronaldo meckerte, Ronaldo diskutierte - und ließ wie schon nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Österreich (0:0) den Kopf hängen.

Storck ging die Partie wesentlich gelassener an als der Topstar. Er schonte alle vier mit einer Gelben Karte vorbelasteten Spieler. Es sei wichtiger keine Spieler zu verlieren, als Gruppensieger zu werden, begründete der ehemalige BVB-Profi seine taktische Maßnahme.

Gera schockt Portugal aus 20 Metern

Auch ohne die Stammkräfte mache der Vize-Weltmeister von 1954 dem Favoriten das Leben schwer. Mit großem läuferischen Aufwand und taktisch diszipliniertem Verhalten nahmen sie Ronaldo und Co. zunächst die Lust am Spiel - und gingen sogar in Führung. Mit seinem sehenswerten 20-Meter-Schuss avancierte Gera mit 37 Jahren und 61 Tagen hinter dem Österreicher Ivica Vastic (38 Jahre/257 Tage) zum zweitältesten Torschützen der EM-Geschichte.

Nani gleicht nach Ronaldo-Pass aus

Der Rückstand lähmte Portugal noch mehr, Torwart-Oldie Gabor Kiraly verlebte ruhige erste 40 Minuten. Akos Elek hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß (24.). Kurz vor der Pause hatte dann aber Ronaldo seinen ersten genialen Moment. Sein sehenswertes Zuspiel nutzte Nani zu seinem zweiten Turniertreffer. Ronaldo zeigte die Faust. Es war der Startschuss für eine dramatische Partie.

Dzsudzsák-Doppelpack, Ronaldo per Hacke

Dzsudzsák brachte Ungarn mit einem von André Gomes abgefälschten Freistoß wieder in Front, dann zauberte Ronaldo. Per Hacke verwertete er eine Hereingabe von Joao Mario sensationell. Doch Ungarn antwortete sofort. Dzsudzsák traf erneut, diesmal fälschte Nani seinen Schuss unhaltbar ab. Doch Portugal hatte Ronaldo, diesmal traf der Topstar per Kopf zum Ausgleich.

Akos Elek hatte nur Minuten später das 4:3 für Ungarn auf dem Fuß, er traf aber nur den Innenpfosten (64.).

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