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EM 2016: Deutschland ohne Migranten nur als Gruppendritter weiter

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DFB-Elf rumpelt sich weiter  

So wäre die EM ohne Migranten verlaufen

25.06.2016, 17:00 Uhr | von Julian Moering, Lukas Martin und Ulrike Frey

EM 2016: Deutschland ohne Migranten nur als Gruppendritter weiter. Die Nationalmannschaft wäre um ganz wichtige Spieler ärmer. (Quelle: imago)

Die Nationalmannschaft wäre um ganz wichtige Spieler ärmer. (Quelle: imago)

Deutschland rettet sich mit Rumpelfußball als Gruppendritter sieg- und torlos ins Achtelfinale, Belgien und die Schweiz fahren als Tabellenletzter nach Hause. Wo gibt's denn sowas? 

Wir haben uns auf folgendes Gedankenexperiment eingelassen: Wie wäre die EM bislang ohne Spieler mit Migrationshintergrund gelaufen? Dazu haben wir die komplette Vorrunde mit allen 36 Spiele neu berechnet, grafisch aufbereitet und in unseren interaktiven Spielplan eingetragen.

Die Regeln des Experiments: 

  • Alle Tore, die durch Spieler mit Migrationshintergrund erzielt oder vorbereitet wurden, haben wir rausgerechnet.
  • Als Migrationshintergrund haben wir definiert: Der Spieler selbst ist im Ausland geboren oder hat Vater oder Mutter, die im Ausland geboren wurden. In den Spielberichten und den Kaderlisten sind sie grau dargestellt.

Dieses Projekt ist die Antwort auf die unsägliche Diskussion um die Zusammensetzung der DFB-Elf. AfD-Vize Alexander Gauland hatte Jogi Löws Elf wegen Spielern wie Boateng oder Özil als "schon lange nicht mehr deutsch bezeichnet". In anderen Ländern, wie Frankreich oder Österreich, werden ähnliche Diskussionen geführt.

Uns ist klar: Das Gedankenexperiment hat Schwächen. Bei einer EM ohne Migranten hätten andere Spieler deren Positionen eingenommen und die Ergebnisse wären wohl wiederum ganz andere gewesen. Es ist eben nur ein Gedankenexperiment. Es soll die Rolle unterstreichen, die Migranten in den europäischen Gesellschaften spielen.

Klicken Sie auf die einzelnen Spiele für mehr Infos. Die Migranten und Migrantenkinder haben wir grau dargestellt:

Das Experiment zeigt, welch großen Anteil Migranten und Migrantenkinder an dieser Europameisterschaft haben. Man stelle sich nur vor, Boateng hätte gegen die Ukraine nicht spektakulär auf der Linie gerettet, Özil nicht für Schweinsteiger aufgelegt oder Gomez nicht gegen Nordirland getroffen. Klar wird: Es ist Schwachsinn, sich Europa ohne Migranten vorzustellen. Sie sind Teil unseres Alltags, wir können auch nicht mehr ohne sie. Nicht nur beim Fußball.

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