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EM 2016 Ergebnisse: Wales gewinnt britisches Duell

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Bitter für Nordirland  

Dank Eigentor: Wales gewinnt britisches Duell

26.06.2016, 10:43 Uhr | t-online.de, sid

EM 2016 Ergebnisse: Wales gewinnt britisches Duell. Falsche Richtung: Dem Nordiren Gareth McAuley (links) ist das entscheidende Eigentor gegen Wales (Mitte Hal Robson Kanu) unterlaufen. (Quelle: Reuters)

Falsche Richtung: Dem Nordiren Gareth McAuley (links) ist das entscheidende Eigentor gegen Wales (Mitte Hal Robson Kanu) unterlaufen. (Quelle: Reuters)

Ein Eigentor brachte die Entscheidung: Wales hat sich im britischen Duell mit 1:0 (0:0) gegen Nordirland durchgesetzt und steht als Debütant im Viertelfinale der EM 2016. Den Siegtreffer der Waliser in der Achtelfinal-Partie in Paris steuerte aber ausgerechnet ein Nordire bei: Gareth McAuley (75.) bugsierte den Ball ins eigene Tor.

Für Wales ist es der größte Erfolg seit 58 Jahren, seit der WM 1958 in Schweden, als die damalige Mannschaft ebenfalls im Viertelfinale stand. Gegner in der Runde der letzten Acht ist am kommenden Freitag in Lille der Sieger der Partie Belgien oder Ungarn.

"Diese Jungs geben nicht auf, das zeichnet sie aus. Das Erreichte ist fantastisch. Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt, und wir müssen Nordirland zu der Leistung gratulieren. Sie waren gefährlich. Wir haben sehr viel Mut gezeigt. Jetzt genießen wir die Nacht", sagte Wales-Trainer Chris Coleman.

Sein nordirischer Kollege Michael O'Neill meinte: "Es war ein sehr enges Spiel. Wir waren lange das bessere Team. Das ist ziemlich grausam, so zu verlieren. Wir hätten zumindest die Verlängerung verdient gehabt. Wir müssen damit leben und daraus lernen."

Wie die Kletten

Das Spiel vor 44.342 Zuschauern im Pariser Prinzenpark war das bislang schwächste der EM-Endrunde. Nichts für Feinschmecker, eher für Liebhaber rustikalen britischen Fußballs: Was die dennoch gut gelaunten und stimmgewaltigen Anhänger beider Mannschaften zu sehen bekamen, machte wenig Hoffnung auf eine Entscheidung vor dem Elfmeterschießen. Auch der walisische Star Gareth Bale, der sich erneut uneigennützig in den Dienst der Mannschaft stellte, kam nicht zur Geltung: Die Nordiren hingen an ihm wie Kletten.

Dennoch besaß Bale die beste Gelegenheit, seine Mannschaft in Führung zu schießen: Es lief die 58. Minute, der Angreifer von Real Madrid stellte sich auf zum Freistoß - zweimal bereits hatte er im Turnier eine derartige Chance genutzt. Diesmal aber wehrte Torhüter Michael McGovern den Ball reaktionsschnell ab. Immerhin: Mit seiner scharfen Flanke erzwang Bale später das Eigentor von McAuley.

Typisch britisch hin und her

Die Waliser hatten ansonsten Mühe, ihre spielerische Überlegenheit zur Geltung zu bringen. Das lag vor allem daran, dass die Nordiren eng am Mann waren und kompromisslos in die Zweikämpfe gingen. Die "Green and White Army" ging außerdem etwas mutiger zu Werke als noch beim 0:1 im Gruppenspiel gegen Deutschland. Demzufolge hatten sie gute Chancen - ohne dabei aber zwingend zu werden.

Das Unterhaltsamste an der Partie waren die Anhänger. Beide Lager zeigten sich einfallsreich und bespöttelten sich mit bekannt britischem Humor gegenseitig. Die Nordiren sangen: "Shall we sing a song for you" ("Sollen wir euch ein Lied singen?"), aus dem Block der Waliser schallte es zurück: "Are you England in disguise?" ("Seid ihr verkleidete Engländer?").

Derartiger Ideenreichtum war ihren Mannschaften fremd. Es ging meist typisch britisch hin und her, mehr hoch und weit denn flach und präzise. Bei Ballbesitz des Gegners versammelten sich Waliser wie Nordiren zügig mit möglichst vielen Spielern hinter dem Ball und mit mindestens einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum.

Es dauerte deshalb bis zur 53. Minute, ehe Wales seine erste gute Chance hatte, Sam Vokes aber köpfte neben das Tor. So war es dann am Ende das Eigentor, das die Partie entschied.

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