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EM 2016: So plant Löw gegen Italien wirklich mit Schweinsteiger

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Kapitän bereit für die Startelf  

Wie Löw wirklich mit Schweinsteiger plant

29.06.2016, 16:13 Uhr | t-online.de

EM 2016: So plant Löw gegen Italien wirklich mit Schweinsteiger. Beim Auftakt gegen die Ukraine bewies Joachim Löw mit der Einwechslung von Bastian Schweinsteiger ein glückliches Händchen.  (Quelle: imago)

Beim Auftakt gegen die Ukraine bewies Joachim Löw mit der Einwechslung von Bastian Schweinsteiger ein glückliches Händchen. (Quelle: imago)

Aus Evian berichtet Thomas Tamberg

Das Spiel gegen die Slowakei war längst gelaufen, als Bastian Schweinsteiger in der 76. Minute für Sami Khedira eingewechselt wurde. 3:0 führte der Weltmeister bereits, der Einzug ins Viertelfinale bei der WM 2016 in Frankreich war in trockenen Tüchern. Und doch schmiss sich Schweinsteiger in jeden Zweikampf, als würde es kein Morgen geben.

Der Kapitän war bemüht, Werbung in eigener Sache zu machen. Viel Zeit dazu hat er ja bisher nicht bekommen bei diesem Turnier. Dabei fing es doch so gut an. Im ersten Spiel gegen die Ukraine kaum eingewechselt, gelang ihm prompt ein Tor. Es folgten 21 Minuten gegen Nordirland und eben 14 Minuten gegen die Slowakei.

Doch ausgerechnet beim letzten Spiel wollte Schweinsteiger nicht allzu viel gelingen. Man merkte wie sehr er wollte, doch in den paar Szenen, die er hatte, agierte er meist glücklos. Die Herangehensweise spricht für seinen Ehrgeiz. Schweinsteiger weiß, dass er nach überstandener Verletzung auch in Sachen Fitness soweit wiederhergestellt ist, dass er nah dran ist an der Startelf.

Interview-Minimalist

Ob ihn diese Tatsache dazu bewogen hat, im Anschluss an das Slowakei-Spiel mit den Journalisten zu sprechen oder ob auf ihn von der sportlichen Leitung sanfter Druck ausgeübt wurde, ist nicht bekannt. Irgendwann im Laufe seiner langen Karriere hat Schweinsteiger beschlossen, nur noch Interviews zu geben, wenn er unbedingt muss. Und dann am besten nur im TV.

Eigentlich gehört es zu den Pflichten eines Kapitäns, der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen. Vor allem wenn es sich bei der Mannschaft um die Nationalmannschaft handelt. Schade, dass Schweinsteiger sich in dieser Hinsicht zum Minimalisten entwickelt hat.

"Würde es mir zutrauen"

Immerhin in den Katakomben des Stade Pierre-Mauroy von Lille redete er und machte noch einmal deutlich, dass er bereit sei für die Startelf. "Ich würde es mir zutrauen, von Anfang an zu spielen", sagte er. Allerdings war es ihm wichtig, dass das keinesfalls als Forderung verstanden wird und fügte daher noch hinzu: "Aber das entscheidet der Trainer."

Nun hat sich auch Joachim Löw zu diesem Dauerthema geäußert. Nachdem feststand, dass die DFB-Elf am Samstag in Bordeaux auf Italien treffen wird, stellte sich der 56-Jährige im Mannschaftsquartier in Evian auf einer Pressekonferenz den Fragen der Medien. Er sei im ständigen Austausch mit Schweinsteiger, sagte der Bundestrainer. "Ich glaube sagen zu können, dass er in der Lage ist, von Beginn an zu spielen. Er macht im Training einen sicheren Eindruck."

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Italien-Guru Khedira

Bisher war allen klar, dass Schweinsteiger aufgrund mangelnder Fitness vorerst auf der Bank Platz nehmen wird. Nun aber hat sich die Betrachtungsweise geändert. Der Kapitän ist fit, jetzt sind es sportliche Gründe, warum er weiterhin den Edelreservisten geben muss. Weshalb sollte Löw auch etwas ändern?

Zumal es gegen Italien geht. Der einzige für den Schweinsteiger spielen könnte, wäre Sami Khedira. Zwar konnte der Star von Juventus Turin bisher nicht gänzlich überzeugen, doch ausgerechnet ihn dürfte Löw gegen die Squadra Azzurra nicht aus dem Team nehmen. "Er ist ein wichtiger Ansprechpartner für mich, weil er den Gegner aus dem Effeff kennt. Er wird mir wichtige Tipps geben können", sagte Löw.

"Er akzeptiert seine Rolle"

Und so läuft alles darauf hinaus, dass Schweinsteiger für den Rest des Turniers wohl nur ein Platz auf der Bank bleiben wird. Das ahnt auch der Spieler selbst.

"Für mich ging es darum, hier dabei zu sein und Spielminuten zu bekommen. Ein Tor ist mir auch gelungen. Von daher bin ich sehr froh so wie es gelaufen ist", sagte Schweinsteiger. Und Löw weiß, dass er sich auf seinen Kapitän verlassen kann. "Er akzeptiert seine Rolle."

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