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EM 2016: Island geht wehmütig, aber "stolz"

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Wehmütig, aber "stolz"  

Islands Fußball-Wikinger haben Europa begeistert

04.07.2016, 11:15 Uhr | t-online.de, sid, dpa

EM 2016: Island geht wehmütig, aber "stolz". Die isländische Nationalmannschaft verabschiedet sich von ihren Fans. (Quelle: dpa)

Die isländische Nationalmannschaft verabschiedet sich von ihren Fans. (Quelle: dpa)

Das EM-Märchen ist vorbei: Island ist mit einem deutlichen 2:5 gegen Frankreich im Viertelfinale ausgeschieden. Bei der letzten Runde "Huh!", dem inzwischen berühmten Schlachtruf, hat aber ganz Europa mitgemacht. Die Fußball-Wikinger haben sich in die Herzen der Fans gespielt.

Die Isländer fliegen trotz der großen Enttäuschung nach dem Aus gegen den Gastgeber erhobenen Hauptes zurück auf die Vulkaninsel.

"Ich bin sehr stolz. Es war ein fantastisches Turnier, etwas Besonders für ein kleines Team wie uns", sagte der frühere Bundesliga-Profi Gylfi Sigurdsson: "Niemand hätte das von uns erwartet. Hoffentlich werden wir in vier Jahren wieder dabei sein."

Islands Fans feiern ihr Team trotz Aus

Die klare Niederlage im Stade de France von Saint-Denis war "wirklich enttäuschend", sagte Torschütze Kolbeinn Sigthorsson: "Aber es war ein tolles Turnier. Vielleicht wäre es ein bisschen zu viel gewesen, die EM gleich im ersten Versuch zu gewinnen."

Nach mitreißenden Auftritten kann der krasse Außenseiter stolz nach Hause zurückkehren. Im strömenden Regen zelebrierten sie mit ihren Fans noch einmal das "Huh!"-Klatschen.

"Es war schwierig, aber eine tolle Erfahrung. Mir fehlen die Worte. Es war ein schreckliches Spiel für uns. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt", sagte Kapitän Aron Gunnarsson nach der Partie und schloss mit dem Resümee: "Wir haben entschieden, dass wir das Turnier gut für uns beenden wollen."

"Im Pub nicht mehr für unser Bier bezahlen"

Auch Islands Trainer Heimir Hallgrimsson zeigte sich stolz ob der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben uns viel Respekt in ganz Europa verschafft", sagte der Coach und gab einen humorvollen Ausblick auf die Rückkehr auf die Insel: "Wahrscheinlich müssen wir jetzt im Pub nicht mehr für unser Bier bezahlen."

Fans und ein Kommentator als Botschafter

Nicht nur die Leistung der isländischen Underdogs begeisterte Europa, sondern auch das sympathische Auftreten ihrer mitgereisten Anhänger. "Das Besondere an Island sind auch die Beziehungen zwischen den Spielern und den Fans: Die Spieler kennen 200, 300, 400 Menschen auf den Tribünen - es ist Familie, es sind Freunde, Schulkameraden", sagte Hallgrimsson.

"Obwohl Frankreich viel besser war und wir fünf Tore kassiert haben, waren unsere Fans 30 Minuten nach Abpfiff immer noch im Stadion und haben gesungen", sagte Gudmundur Benediktsson. Der isländische Fernsehreporter war selbst ein Botschafter der kleinen Insel und erlangte mit seinem emotionalen Kommentar Kult-Status.

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Rosige Aussichten

Lars Lagerbäck, der zweite Coach im Trainer-Duo, ist nach der "fantastischen Reise" optimistisch, dass Island auch künftig eine gute Rolle im internationalen Fußball spielen kann. "Wenn meine Spieler noch zu besseren Klubs gehen, dann ist unsere Perspektive positiv. Ich bin sehr stolz, wir haben uns entwickelt."

Nun steht aber erst einmal Urlaub an. "Fünf oder sechs Spieler werden nach Miami fliegen oder Golf spielen", sagte Hallgrimsson.

Doch vor dem Abflug sammelte Sigthorsson nach dem Spiel gegen Frankreich doch noch einmal Antipathiepunkte, zumindest aus deutscher Sicht: "Ich glaube, wir haben gegen den kommenden Europameister verloren."

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