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Portugal - Wales heute: Ronaldo und Bale haben keinen Kontakt

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Vor brisantem Halbfinalduell  

Ronaldo gegen Bale: kein Kontakt der Superstars

06.07.2016, 17:52 Uhr | sid

Portugal - Wales heute: Ronaldo und Bale haben keinen Kontakt. Vor dem EM-Halbfinale herscht bei Gareth Bale und Cristiano Ronaldo Funkstille.  (Quelle: imago)

Vor dem EM-Halbfinale herscht bei Gareth Bale und Cristiano Ronaldo Funkstille. (Quelle: imago)

Gareth Bale und Cristiano Ronaldo tragen jeweils eine große Last im Spiel. Nur einer der beiden Superstars von Real Madrid kann seine Mannschaft ins Finale führen.

Im Speisesaal auf dem Trainingsgelände von Real Madrid hat man Cristiano Ronaldo und Gareth Bale noch nie nebeneinander sitzen sehen. In der Umkleidekabine der Königlichen liegen die Schließfächer von Toni Kroos, James Rodriguez und Karim Benzema zwischen denen der beiden Superstars.

Ronaldo und Bale pflegen keinen privaten Kontakt. Vor dem EM-Halbfinale zwischen Portugal und Wales in Lyon (Mittwoch, ab 20:45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) wird da keine Ausnahme gemacht.

"Es ist das Spiel Portugal gegen Wales - mehr nicht", sagt Bale. Doch so einfach ist es nicht. Spätestens seit Bale vor drei Jahren für die Rekordablöse von 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur nach Madrid wechselte, sind sie zwei Rivalen in einem Team.

Selbst die Mitspieler beim spanischen Rekordmeister sind davon betroffen. Die Beziehung von Marcelo und Rodriguez zu Bale soll zuletzt abgekühlt sein. Beide gelten als Vertraute Ronaldos.

Bale und Ronaldo harmonieren sportlich miteinander

So sehr sie sich auch außerhalb des Platzes meiden, Ronaldo und Bale haben begriffen, dass sie sportlich voneinander profitieren. Seit Bale das Trikot der Königlichen trägt, haben sie gemeinsam zweimal die Champions League gewonnen. Als Bale in der vergangenen Saison verletzungsbedingt ausfiel, erklärte Ronaldo, dass das Spiel für ihn mit Bale an seiner Seite deutlich einfacher sei.

Bei der EURO verlaufen ihre Formkurven höchst unterschiedlich. "CR7" bewahrte Portugal zwar mit zwei Toren und einer Vorlage beim 3:3 gegen Ungarn vor dem blamablen Vorrunden-Aus, doch ansonsten ist der dreimalige Weltfußballer von seiner Bestform weit entfernt.

"Bale ist besser als Messi und Ronaldo"

Bales hingegen ist nicht nur aufgrund seiner drei Treffer maßgeblich am Höhenflug des Außenseiters beteiligt. Im Spiel der Drachen besitzt er jene Freiheiten, die er bei Real wegen Ronaldo nicht hat. Die Statistik spricht für ihn: 33 Mal ging Bale bereits ins Dribbling (Ronaldo: neun), zehnmal setzte er seine Mitspieler mit Flanken in Szene (Ronaldo: eine), zudem kommt er auf acht Tacklings (Ronaldo: null).

Nicht nur deshalb sagt die walisische EM-Entdeckung Hal Robson-Kanu: "Messi und Ronaldo sind nicht von dieser Welt, aber wir haben Gareth - und er ist besser als alle beide."

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"Uns interessiert das nicht"

Ronaldo lassen solche Aussagen kalt. Am Montag scherzte er mit den Teamkollegen beim Training, der 31-Jährige wirkte gelöst. Ronaldo will mit Portugal endlich einen Titel gewinnen - seine persönliche Bilanz gegen den fünf Jahre jüngeren Bale ist ein gutes Omen.

Fünfmal spielten sie gegeneinander, viermal verließ Ronaldo bei einem Unentschieden mit seiner Mannschaft (Manchester United, Real Madrid) den Platz als Sieger. "In Spanien ist das sicher ein Thema", sagt Portugals Trainer Fernando Santos: "Aber uns interessiert das nicht.

Der nette Junge von nebenan

Doch das Duell Portugal gegen Wales wird in erster Linie auf die beiden Topstars reduziert, deren Lebensstil unterschiedlicher kaum sein könnte. Bale gilt als der nette Junge von nebenan: Bescheiden, zurückhaltend, bodenständig.

Ronaldo präsentiert gerne seine 10.000-Dollar-Armbanduhr, seine 500-Dollar-Sonnenbrille und seinen glänzenden Gürtel von Dolce & Gabbana.

Keine gegenseitige Sympathie

Und in Madrid erzählen sie immer noch die Legende des eingeschnappten Ronaldo. Der Portugiese sei wutentbrannt ins Büro des Präsidenten Florentino Perez gestürmt, nachdem Bale bei seinem Wechsel nach Madrid noch einmal sechs Millionen Euro teurer gewesen sein soll als er selbst - nämlich 94 Millionen Euro.

Zur Beruhigung sei das ohnehin üppige Gehalt des Portugiesen noch einmal deutlich erhöht worden. Die gegenseitige Sympathie blieb hingegen niedrig.

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