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Portugal gegen Wales ist mehr als Ronaldo gegen Bale

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Das Wichtigste zum EM-Halbfinale  

Wales gegen Portugal - mehr als Bale gegen Ronaldo

06.07.2016, 20:31 Uhr | dpa

Portugal gegen Wales ist mehr als Ronaldo gegen Bale. Aus Teamkameraden werden Gegner: Cristiano Ronaldo (links) trifft mit Portugal auf seinen Real-Mannschaftskollegen Gareth Bale und dessen Waliser. (Quelle: imago/BPI)

Aus Teamkameraden werden Gegner: Cristiano Ronaldo (links) trifft mit Portugal auf seinen Real-Mannschaftskollegen Gareth Bale und dessen Waliser. (Quelle: imago/BPI)

Das Finale im Stade de France ist für EM-Debütant Wales und Mitfavorit Portugal nur noch einen Schritt entfernt. Für den walisischen Superstar Gareth Bale und sein Team soll das EM-Märchen auch nach dem Halbfinale von Lyon (ab 20.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) weitergehen.

"Keine Angst zu träumen", schrieb der 26-Jährige vor der Partie zu einem Bild seines Teams auf Twitter. Sein Klubkollege bei Real Madrid, Portugals Superstar Cristiano Ronaldo, will in Frankreich hingegen die große Chance auf den ersehnten ersten Titel mit dem Nationalteam nutzen. "Der Traum kommt immer näher. Kurz vor dem Ziel wollen wir uns nicht mehr stoppen lassen", sagte der Portugiese.

Darauf kommt es im Aufeinandertreffen der potenziellen deutschen Finalgegner an:

Die Stars

Portugal gegen Wales - das ist vor allem auch Ronaldo gegen Bale. "Jeder sagt, dass es ein Duell zwischen mir und Ronaldo sei. Aber es ist ein Duell zwischen Wales und Portugal. Elf gegen elf", betonte zwar Bale. Aber auch wenn beide Teams sich dagegen wehren, die Partie auf dieses Duell zu reduzieren, werden die beiden Superstars natürlich im Fokus stehen.

"Sie haben einen Top-Spieler, aber den haben wir auch", sagt Wales-Coach Chris Coleman. Sein Gegenüber Fernando Santos ist das Dauer-Thema leid: "Ich will nicht über Bale und Ronaldo reden und darüber, was sie unterscheidet, das ist nicht meine Aufgabe."

Die Trainer

Fernando Santos ist seit 2014 Portugals Nationaltrainer, die EM ist sein erstes großes Turnier für sein Land. Der 61-Jährige tritt ruhig und souverän auf, bei den Spielern genießt er großen Respekt.

Chris Coleman übernahm im Januar 2012 die schwierige Aufgabe als Nachfolger seines guten Freunds Gary Speed, der Selbstmord begangen hatte. Der 46-Jährige verlängerte vor dem Turnier seinen Vertrag bis zur WM 2018.

Die Rollenverteilung

Portugal steht zum fünften Mal in einem EM-Halbfinale, für die Waliser ist es die Premiere. "Wir sind die Underdogs, damit haben wir kein Problem", sagte Coleman. Mit dem Einzug unter die besten vier Teams Europas ist das Turnier ohnehin schon jetzt ein Riesenerfolg.

"Es gab die Märchen von Dänemark und Griechenland. Das kann uns auch gelingen", erinnert Bale an frühere Überraschungschampions. Die Portugiesen hingegen stehen mehr unter Druck, noch nie gewann das Team einen großen Titel, die Erwartungen in der Heimat sind immens.

Die Teams

Beide Teams haben Personalsorgen. Bei Portugal fehlt Mittelfeldspieler William Carvalho gesperrt, ihn soll Danilo ersetzen. Zudem bangt das Team noch um Abwehrchef Pepe, der zuletzt nicht mit dem Team trainieren konnte. "Wir werden unsere Entscheidung am Mittwoch treffen und lassen uns nicht hetzen", sagte Santos.

Wales muss auf die gesperrten Regisseur Aaron Ramsey und Verteidiger Ben Davies verzichten. "Aaron ist einer der besten Spieler in diesem Turnier und Ben war absolut fantastisch", lobte Coleman. "Die Jungs, die reinkommen werden, da mache ich mir keine Sorgen."

Die Stärken und Schwächen

Wales funktioniert vor allem als Kollektiv, mit Superstar Bale als unumstrittenen Anführer. Mit einer Fünferkette setzt Coleman auf defensive Stabilität, durch schnelles Umschaltspiel sind die Waliser mit zehn Toren aber überraschenderweise das zweitoffensivstärkste Team des Turniers.

Portugal erzielte seine Treffer oft durch starke Einzelaktionen - etwa von Bayern-Neuzugang Renato Sanches gegen Polen oder von Cristiano Ronaldo in der Vorrunde gegen Ungarn. Beide Auftritte in der K.o.-Runde waren fußballerisch keine Offensiv-Highlights. "Manchmal muss man pragmatisch sein, um zu gewinnen", erklärte Coach Santos. "Wir würden manchmal gerne schön spielen, aber so gewinnt man nicht immer Turniere."

Die Reise ins Halbfinale

Portugal lag in keinem seiner bisherigen EM-Spiele nach 90 Minuten vorne, führte insgesamt nur 22 Minuten lang. Das Team überzeugte nur selten - ganz im Gegensatz zu Wales.

Nach Platz eins in der Gruppe B zeigten die Briten im Achtelfinale gegen Nordirland eine schwächere Leistung, begeisterte dann in der Runde der letzten Acht gegen Belgien mit Power-Fußball und Teamgeist.

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