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Franzosen klauen den "Viking Clap"

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Pro und Contra  

Dürfen die Franzosen den Island-Jubel klauen?

08.07.2016, 10:27 Uhr | t-online.de

Franzosen klauen den "Viking Clap". Die französischen Spieler zelebrieren mit ihren Fans den "Viking Clap". (Quelle: AP/dpa)

Die französischen Spieler zelebrieren mit ihren Fans den "Viking Clap". (Quelle: AP/dpa)

Fans und Spieler breiten ihre Hände aus und klatschen sie über dem Kopf zusammen und rufen "Huh!" - erst langsam, dann in immer schnellerem Stakkato. Mit ihrem Sturm ins Viertelfinale und diesem markanten Jubel haben die Isländer ganz Europa begeistert. Dort wurden sie von den Franzosen geschlagen, die ihren Sieg gegen Deutschland gestern mit eben diesem "Viking Clap" feierten. Jetzt sind die Isländer beleidigt und im Netz tobt die Diskussion: War das in Ordnung von den Franzosen?

Wir haben zwei Meinungen.

Lukas Martin, Redakteur: Macht euch doch nicht lächerlich!

Liebe Isländer, ich verrate Euch jetzt mal was. Ihr könnt das vielleicht nicht wissen, weil ihr ganz weit draußen wohnt: Es gibt kein Copyright auf Torjubel, Gesänge und Fanaktionen und das ist auch schön so. Seit Jahrzehnten werden sie erfunden, übernommen, kopiert und verändert. "Seven Nation Army" brachten zuerst Brügge-Fans nach Mailand. Ihre Version wurde dann zur inoffiziellen Hymne der Italiener und schließlich sangen Fans aus aller Welt bei großen Meisterschaften diesen Song - auch die Deutschen feierten ihren WM-Titel damit. Niemand war beleidigt. Es ist doch schön, wenn man was erfindet, woran auch andere Spaß haben.

Dass die Isländer sich jetzt beklaut fühlen, zeigt nur eines: Sie nehmen sich selbst viel zu wichtig. Ihre Nationalmannschaft hat ein paar mittelmäßige Teams geschlagen, das war's dann aber auch. Der "Viking Clap" wird das Vermächtnis sein, das bleibt. Sie sollten froh und stolz sein, dass er kopiert wird. Übrigens: Das Stakkato-Klatschen haben auch die Isländer nicht erfunden.

Norman Gosch, Redakteur: Lasst euch feiern - aber nicht auf isländische Art!

Hach, was waren sie liebenswert, diese Isländer. Und was war ihre Art zu jubeln und mit den Fans zu interagieren erfrischend. "Huh", nur ein Wort, gerufen aus den Kehlen von rund 20.000 friedlich feiernden Wikingern. Toll. Und dann kam das Viertelfinale der EM 2016. Gegen Frankreich fand das nordische Märchen ein Ende. Aber nicht nur der Traum, es unter die besten vier Mannschaften Europas zu schaffen, war geplatzt. Nein, die Franzosen klauten den Isländern auch noch "ihren" Jubel.

Schon während der Partie stimmten die französischen Fans immer wieder lauthals jenes "Huh" an und gingen mir damit tierisch auf den Wecker. Dass sich die Equipe Tricolore dann von den eigenen Fans im Stadion so feiern ließ - der Shitstorm war programmiert. "Schämt euch", "beleidigend", "habt ihr keine eigenen Ideen?" waren nur einige der Reaktionen. Und sie sprachen mir aus der Seele. Island erst aus dem Turnier kicken und ihnen dann auch noch das wohl Einprägsamste dieser EM zu stehlen, das geht gar nicht. Lasst euch feiern, liebe Franzosen. Aber nicht auf die isländische Art.

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