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Fußball - FC Bayern München: Hitzfeld wehrt sich gegen Kritik an Aufstellung

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FC Bayern München  

Aufstellungsphilosophie klargestellt

15.11.2007, 15:52 Uhr | dpa, t-online.de

Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld (Foto: imago)Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld (Foto: imago) Eigentlich hatte Ottmar Hitzfeld "Aussagen vom Vorstand nicht kommentieren" wollen. Dann aber rumorte es doch zu arg im mit Titeln reich geschmückten Erfolgstrainer, dessen Kernkompetenz Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hörbar angekratzt hatte. Hitzfelds "Aufstellungs-Mathematik" beim 2:2 gegen die Bolton Wanderers hatte dem früheren Nationalstürmer die Zornesader schwellen lassen. "Es wäre ganz einfach gewesen, das Spiel zu gewinnen", hatte der stocksaure Rummenigge die zeitige Herausnahme der Väter des verschenkten Erfolgs, Lukas Podolski und Franck Ribéry, nach bereits einer Stunde nicht verstanden. "Es waren 66.000 Zuschauer im Stadion, und die haben das Recht, die beste Mannschaft zu sehen." "Ich kann nur sagen", ließ der angegriffene Hitzfeld wissen, "dass wir innerhalb von drei Tagen zwei Spiele haben. Dementsprechend stelle ich die Mannschaft auf." Das "noch wichtigere Spiel" sei jenes am 13. Bundesligaspieltag beim Meister in Stuttgart.

Poldi und Ribéry müssen frühzeitig raus

Den Vorwurf Rummenigges, Fußball sei keine Mathematik, parierte Hitzfeld mit den Worten: "Ich denke schon, dass ich das Einmaleins des Fußballs beherrsche." Hitzfeld hatte beim Stande von 2:1 für die Platzherren im zweiten Gruppenspiel des UEFA Cups erst den Doppeltorschützen Lukas Podolski (58.) und dann dessen kongenialen Anspieler Franck Ribéry (61.) ausgewechselt. In der 82. Minute ereilte den Rekordmeister der Schock des 2:2-Ausgleichs durch Kevin Davies.

Fit sein für die Flucht vor den Jägern

"Ich weiß nicht, ob es eine Schwächung ist, wenn man Podolski herausnimmt und Luca Toni bringt", stellte Hitzfeld rhetorisch in den Raum. Podolski habe sich mit seinen zwei Toren einen neuen Startelf-Einsatz in Stuttgart verdient, "er kann aber nicht zwei Tage später wieder 90 Minuten spielen", begründete sein Trainer die Schonung. Körperliche Frische sei am Neckar unerlässlich: "In Stuttgart werden wir gejagt. Die ganze Bundesliga wartet darauf, dass es einen neuen Tabellenführer gibt."

Verantwortlich für den Fitnesszustand der Spieler

"Ich muss die Kräfte der Akteure einteilen, um Verletzungen vorzubeugen", erklärte Hitzfeld seine personellen Umbesetzungen. "Ein Ribéry hätte das Gegentor zum 2:2 mit Sicherheit auch nicht verhindert. Und die beste Elf aufzubieten, garantiert noch längst keinen Sieg", zitierte "eurosport.de" aus der Pressekonferenz am Morgen danach. Dass der 58-Jährige trotz des leichten Rückschlags nach wie vor fest davon überzeugt ist, nicht nur weiterzukommen, sondern den Schritt in die zweite K.-o.-Runde als Gruppenerster zu tun, hatte Hitzfeld schon direkt nach dem Schlusspfiff unterstrichen.

Spieler auch nicht gut auf Rummenigges Vorpreschen zu sprechen

Nach Rummenigges Ausbruch braucht Hitzfeld zunächst jedoch dringend einen Sieg in der Bundesliga. Der Wirbel, den der Bayern-Chef mit seinen kritischen Aussagen - im Grunde ohne Not - vor dem "Süd-Gipfel" auslöste, kam auch bei den Führungsspielern schlecht an. "Wenn er so etwas meint, muss er das intern halten", beklagte Mark van Bommel.

Kahn: "Phlegma!"

Kapitän Oliver Kahn nahm Hitzfeld ebenfalls in Schutz: Die Personalmaßnahmen seien "korrekt" gewesen, allein die Mannschaft trüge mit der mangelhaften Chancenverwertung und dem vermeidbaren Ausgleichstor die Schuld am Remis gegen das zweitklassige Team von Bolton: "Es ist ein Phlegma der Mannschaft, dass man etwas seit längerer Zeit nicht mit letzter Konsequenz zu Ende spielt", prangerte der Torhüter an. Hitzfeld wird die Rückendeckung seines Personals wohlwollend verspürt haben, ließ aber auch wissen: "Ich bin ja sturmerprobt."

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