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Fußball - FC Bayern München: Lukas Podolski - Matchwinner auf Zeit

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FC Bayern München  

Matchwinner auf Zeit

15.11.2007, 16:35 Uhr | t-online.de

Lukas Podolski (Foto: imago)Lukas Podolski (Foto: imago) Der x-te Versuch, endlich beim FC Bayern München Fuß zu fassen, geriet tatsächlich zum Schritt in die richtige Richtung. Seinen Erfolg aber hatte Lukas Podolski am zweiten Spieltag der Gruppenphase des UEFA Cups ziemlich exklusiv. Immerhin hatte der Doppelschlag des Prinzen nicht zum erwarteten und scheinbar sicheren Heimsieg über die Engländer aus Bolton gereicht - weil Poldis Kollegen nach dem Ausscheiden des Nationalstürmers in ihrer Konsequenz konsequent nachließen. Das vergällte dem 22-Jährigen die berechtigte Freude über seine ersten Pflichtspieltore seit dem 11. März 2007 (damals gegen Bremen) ein wenig. Wie es mit ihm weitergehe an der Isar, sei nach wie vor abzuwarten, ließ der ehemalige Kölner auch knappe anderthalb Jahre nach seiner Verpflichtung wissen.

Toni an diesem Abend kein gleichwertiger Ersatz

Dass die Fans unverbrüchlich hinter ihm stehen, verdeutlichten dem gebürtigen Polen die anhaltenden Gesänge, die Podolski nach 58 Minuten zur Ersatzbank geleiteten. Ohne zur Normalform zu finden, ersetzte der italienische Goalgetter Luca Toni den Instinktfußballer Podolski. Nicht nur dass, sondern vor allem wie der Teenieschwarm aus dem Rheinland seine Farben zum vermeintlichen Sieg geschossen hatte, beeindruckte - und erinnerte an den frühen, beinahe schon in Vergessenheit geratenen Prinzen Peng.

Außenrist-Rakete

In der Woche zuvor hatte Podolski im Pokalhit gegen Mönchengladbach bereits zwei Vorlagen zum 3:1-Erfolg beigesteuert. Gegen die Wanderers war er wieder für deren sehenswerte Umsetzung zuständig. Nach einer halben Stunde jagte der Angreifer die Kugel in bester Franz-Beckenbauer-Manier per Außenrist an Boltons Torwart Ali Al Habsi vorbei ins linke Eck. Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger hatten Podolski den Ball gekonnt serviert. Vor dem 2:1 in der 49. Minute vertauschten das französische und das deutsche Mittelfeld-As in Sachen Vorarbeit die Rollen - und Poldi nahm die seine wieder perfekt ein. Volley ins Netz der Engländer, deren Keeper aus dem Oman erneut chancenlos war.

Nach einer guten Stunde ist Schluss

Nach 58 Minuten hatte Cheftrainer Ottmar Hitzfeld vom oft und hart kritisierten Sorgenkind, das sich angeblich zu wenig am Spielfluss der Kameraden beteilige, genug Gutes gesehen. Warmer Applaus allenthalben, obwohl sich der Beobachter fragte, weshalb Poldi in dieser Verfassung nicht 90 Minuten vergönnt gewesen waren. Müßig, darüber zu spekulieren, ob das Verweilen des Matchwinners auf Zeit das Kippen der Begegnung verhindert hätte. Fest steht, dass die Münchner auch ohne Poldi weiter Spaß am Spiel und - vor allem - den zunächst unterschätzten Gegner nach wie vor im Griff hatten.

Plötzlich zu sorglos

Nach 82 Minuten und dem Ausgleich durch Kevin Davies wussten die Platzherren, dass sie das Tempo zu früh gedrosselt haben. Ob sie gedanklich bereits im kalten Entmüdungsbecken, bei der Kabinenspeisung oder gar im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion beim nächsten Bundesligagegner waren, spielte angesichts des ernüchternden Resultats keinerlei Rolle. "Es stinkt mir gewaltig", presste Hitzfeld beim übertragenden TV-Sender Pro Sieben seinen Zorn durch die Lippen. Der 48-Jährige hob ab auf die Sorglosigkeit in der Abwehr: "Beim Einwurf müssen wir hellwach sein, früher die Zuordnung haben, dürfen aber schon vorher den Ball nicht unnötig verlieren."

Rechnung ohne die eigene Abwehr gemacht

Binnen weniger Sekunden hatten Poldis Kollegen aus der Defensivabteilung dessen beeindruckendes Tagwerk zerstört, weil die "totale Konzentration" schleichend abhanden gekommen war. "Wir haben nicht daran gedacht", setzte Rückhalt Oliver Kahn nach, "dass das eine internationale Mannschaft ist, die jederzeit ein Tor machen kann." Das hatte dann ja jeder in der Allianz-Arena gesehen, vor allem aber auch, dass Lukas Podolski ein internationaler Stürmer ist, der - noch immer - jederzeit zwei Tore machen kann.

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