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Fußball - FC Bayern München: Abschied von Ottmar Hitzfeld nimmt Formen an

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Bayern München  

Hitzfelds Abschied nimmt Formen an

20.12.2007, 09:05 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Ottmar Hitzfeld (Foto: imago) Ottmar Hitzfeld (Foto: imago) Es ist der Jahresabschluss, den sich die Bayern so sehr gewünscht hatten. 6:0 fegten die Münchner im UEFA Cup Aris Saloniki vom Platz und holten damit den angestrebten Gruppensieg. Alleine Torjäger Luca Toni sorgte mit seinen vier Treffern für vorweihnachtliche Stimmung. Wäre da nicht die Personalie Ottmar Hitzfeld: Hörte man dem Trainer nach dem Spiel genau zu, so scheint sein Abschied Richtung Schweiz beschlossene Sache. Gegenüber dem TV-Sender ProSieben sagte er: "Ich weiß schon, wie es für mich weitergeht, aber das werde ich noch nicht jetzt, sondern erst im Januar verraten. Ich will noch den ein oder anderen Titel mit der Mannschaft holen", sagte der Erfolgscoach, mit der Betonung auf "noch". Gegenüber dem Schweizer Magazin "L'Illustré" wurde der Trainer deutlicher: "Wenn der Klubpräsident seinen Trainer öffentlich kritisiert, dann macht das nicht mehr den selben Spaß. Vor allem nach 24 Spielen ohne Niederlage. Bei den Bayern sind die Dinge irrational geworden. Dieser Druck ist für einen Trainer schwer zu ertragen."

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Hitzfeld: Niedrigeres Gehalt "wäre für mich kein Hindernis"

Im gleichen Magazin hatte der 58-Jährige bereits angedeutet, dass sein Abschied bei den Bayern bevorsteht. "Die Arbeit als Schweizer Nationaltrainer hat mich schon immer interessiert. Die Bundesliga ist nicht alles", sagte er. Damit gab Hitzfeld indirekt zu, dass er vom Schweizerischen Fußball-Verband (SFV) eine Anfrage vorliegen hat. "Ich weiß, dass das Gehalt als Schweizer Coach nicht mit dem eines Bundesligatrainers zu vergleichen ist. Aber das ist für mich auch nicht der ausschlaggebende Punkt." Ein niedrigeres Gehalt "wäre für mich kein Hindernis. Da werde ich die Zugeständnisse machen, die nötig sind."

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Rummenigge und Hoeneß wenig überzeugend

Nun ist der Bayern-Vorstand gefragt. Hitzfelds Vertrag läuft Ende der Saison aus - und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß müssen eine klare inhaltliche und personelle Strategie und Vision für die Zukunft entwickeln. Zwar betonten Beide, das Hitzfeld erster Gesprächspartner sei. Einen souveränen und überzeugenden Eindruck hinterlassen sie bisher aber nicht.

"Fußball ist keine Mathematik"

Ein Knackpunkt war der 8. November, als ein innerlich aufgewühlter Rummenigge nach dem 2:2 im UEFA-Cup-Spiel gegen die Bolton Wanderers Hitzfeld harsch für seine Auswechslungen rügte. "Fußball ist keine Mathematik", hielt er bitterböse dem ehemaligen Mathematik-Lehrer Hitzfeld vor. Dies öffentlich zu tun, sei ein Fehler gewesen, räumte Hoeneß inzwischen ein, inhaltlich aber teilte er Rummenigges Kritik. Der fürs Rotieren bekannte Hitzfeld habe "Rotations-Weltmeister" werden wollen.

Gesichtszüge faltiger

Den stets loyalen Trainer überraschte die Vehemenz und Art der Attacke, die Bewältigung dauert an. "Das war ein kräftiger Schlag, den man erstmal wegstecken muss", sagte Hitzfeld, dessen Gesichtszüge seit seinem zweiten Amtsantritt bei den Bayern durch den ungeheuren Druck wieder ernster und faltiger geworden sind. Ein Wechsel in die ruhigere Schweiz scheint verlockender denn je.

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