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UEFA- Cup: HSV will unbedingt weiterkommen

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Hamburger SV  

Stevens: "Wollen unbedingt weiterkommen"

13.02.2008, 13:44 Uhr | dpa

Thimotee Atouba ist verschwunden (Foto: imago)Thimotee Atouba ist verschwunden (Foto: imago) Was dem Hamburger SV in der Bundesliga derzeit fehlt, will er sich im UEFA Cup holen: Siege. Opfer des hanseatischen Erfolgshungers soll der FC Zürich (ab 20.15 Uhr im T-Online Live-Ticker) sein. Seit nunmehr fünf Partien sind die Norddeutschen in der Meisterschaft ohne dreifachen Punktgewinn, was sie auf Rang fünf abrutschen ließ. Trainer Huub Stevens hat daher zum Kontrastprogramm aufgerufen. "Unsere Konzentration gehört nur noch dem FC Zürich", sagte der Niederländer. "Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen." Verzichten muss Stevens dabei auf Thimothee Atouba. Der Linksverteidiger aus Kamerun meldete sich erst heute in Hamburg zurück. Ihn erwartet nach der Rückkehr der Mannschaft ein ernsthaftes Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen. Atouba muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Der 25-Jährige sollte wie der Ägypter Mohammed Zidan direkt vom Afrika-Cup in Zürich zur Mannschaft stoßen. Er war allerdings nicht wie verabredet in der Bankenmetropole eingetroffen und hatte sich auch bei niemandem abgemeldet.

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Ein Sieg muss her

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte die Krisen-Diskussionen nach den ausgebliebenen Erfolgserlebnissen kommen sehen. "Wenn wir in Leverkusen nicht gewinnen, redet man uns bestimmt die Krise an den Hals", sagte das Klub-Oberhaupt vor der Partie am vergangenen Samstag. Ganz so heftig kam es nicht, da die Hamburger beim 1:1 einen starken Eindruck hinterließen. Doch die Fragen häufen sich, ob der angekündigte Wechsel von Trainer Stevens zum Saisonende nicht doch Spuren im Team hinterlässt. Stevens geißelt solche Gedankenspiele als "dummes Zeug" und versichert, er werde keinerlei Schlendrian zulassen. Um derart lästige Fragen gleich im Keim zu ersticken, muss im Zürcher Letzigrund möglichst ein Sieg her.

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Demütigung im eigenen Stadion

Zumindest auf dem Papier scheint der Gegner geeignet für ein Erfolgserlebnis. Noch in frischer Erinnerung ist das jüngste Duell des Schweizer Meisters mit der Bundesliga: Gegen Bayer Leverkusen mussten die Zürcher in der UEFA-Cup-Gruppenphase kurz vor Weihnachten eine deftige 0:5-Heimschlappe hinnehmen. Gedemütigt geht das Team von Trainer Bernard Challandes auch in das Aufeinandertreffen mit den Hamburgern. Denn die Partie in der nationalen Super-League beim Tabellenletzten FC St. Gallen ging am Wochenende mit 0:1 verloren. Challandes erregte sich so sehr, dass er auf die Tribüne verbannt wurde. Stevens will den Ergebnissen indes nicht trauen. "Zürich hat eine starke Mannschaft", behauptet der 54-Jährige.

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Aderlass beim FC Zürich

Der elfmalige Schweizer Champion, der mit dem Ortsrivalen Grasshopper Club um die Vorherrschaft in Zürich kämpft, hat nach vielen Abgängen nicht mehr die Klasse der Vorjahre. Vor allem die Wechsel der Brasilianer Raffael (Hertha BSC) und Cesar (Al-Ahli), der Nationalspieler Gökhan Inler (Udinese Calcio) und Xavier Margairaz (CA Osasuna) sowie von Steve von Bergen (Hertha BSC) und Blerim Dzemaili (Bolton Wanderers) schwächten das Team. Star ist der tunesische Nationalspieler Yassine Chikhaoui, der sowohl beim HSV als auch bei Bayern München, Werder, Schalke 04 und Leverkusen auf der Wunschliste stehen soll. Sieben Tore erzielte der 21-Jährige in dieser Saison.

Mohamed Zidan (Foto: imago)Mohamed Zidan (Foto: imago)

Keine Schonung für Zidan

Der zweite Afrika-Cup-Legionär ist im Gegensatz zu Atouba rechtzeitig zurückgekehrt. Cup-Gewinner Zidan, der beim HSV bisher unglücklich agierte, dürfte trotz der Zusatzbelastung in euphorischer Stimmung sein. Stevens sieht keinen Grund, ihn zu schonen. Er hatte "genau wie alle anderen im Winter Urlaub", sagte der Coach. Dass Zidan in seiner ägyptischen Heimat als Volksheld gefeiert wird, beim HSV dagegen blass blieb, ärgert Stevens: "Was er mit der Nationalmannschaft erreicht, interessiert mich nicht. Mich interessiert, was beim HSV ist."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Zürich: Leoni - Stahel, Barmettler, Tihinen, Rochat - Chikhaoui, Tico, Aegerter, Vasquez - Alphonse, Duric
Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Atouba - de Jong, Kompany - Trochowski, van der Vaart - Olic - Guerrero

Schiedsrichter: Kelly (Irland)

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