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Bayern macht sich selbst das Leben schwer

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FC Bayern München - FC Getafe  

Bayern macht sich selbst das Leben schwer

03.04.2008, 22:49 Uhr | dpa

Der enttäuschte Franck Ribéry (Foto: Reuters)Der enttäuschte Franck Ribéry (Foto: Reuters) Joker Cosmin Contra hat Titelfavorit FC Bayern München vor den Augen von Jürgen Klinsmann geschockt und vorerst vom Halbfinal-Kurs im UEFA-Cup abgebracht. In der Schlussminute glich der spanische Pokalfinalist FC Getafe zum verdienten 1:1 (0:1) in München aus. Torjäger Luca Toni (26.) hatte die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld in Führung gebracht. Nun droht dem FC Bayern beim Rückspiel in einer Woche in Madrid eine echte Zitterpartie. Der stark beginnende Bundesliga-Spitzenreiter verpasste vor 62.000 Zuschauern in der nicht ausverkauften Allianz Arena mit einer fahrlässigen Chancenverwertung eine beruhigende Ausgangsposition für das Rückspiel. In einem nun unsicheren Halbfinale wartet wohl der russische Meister Zenit St. Petersburg, der bei Bayer Leverkusen 4:1 gewann.

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Podolski mit starkem Start

Bei nasskaltem Wetter und einem Schnee-Regen-Mix spielte Mark van Bommel nach überstandener Grippe und zweitägiger Trainingspause ebenso von Beginn an wie Lukas Podolski. Der Nationalspieler erhielt nach seinen jüngsten Erfolgserlebnissen den Vorzug vor dem formschwachen Miroslav Klose und sprühte unter den Augen des künftigen Trainers Klinsmann vor Spielfreude. Getafes Trainer Michael Laudrup musste auf zwei Leistungsträger in der Abwehr verzichten. Im Tor spielte für den Argentinier Oscar Ustari dessen Landsmann Roberto Abbondanzieri.

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Tonis Tortrick abgepfiffen

In einer turbulenten Anfangsphase mit drei Gelben Karten in den ersten fünf Spielminuten stand Ustari schnell im Mittelpunkt des Geschehens. Luca Toni stibitzte dem Torhüter bei einem Abschlag den Ball und schoss zum vermeintlichen Führungstreffer ein. Doch Schiedsrichter Howard Webb (England) wertete die Schlitzohrigkeit des Weltmeisters als unsportliche Aktion und zeigte dem Italiener Gelb. Der spanische Pokalfinalist stand von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Gegen die lauf- und spielfreudigen Münchner hatte Getafe genug damit zu tun, die Bayern-Angriffe zu unterbinden.

Im zweiten Anlauf klappt es

Trotz klarer Überlegenheit dauerte es eine knappe halbe Stunde, bis die Gastgeber zum ersten zählbaren Erfolg kamen. Toni köpfte einen Eckball des agilen und auch kampfstarken Bastian Schweinsteiger zum 1:0 ein. Nach dem achten Tor des italienischen Starstürmers im achten UEFA-Cup-Spiel der Saison spielten die Bayern weiter ihre individuelle Überlegenheit im Mittelfeld und Angriff aus, verpassten es aber, aus ihrer Dominanz weiter Kapital zu schlagen.

Schläger Kahn im Glück

Nach einer halben Stunde mussten die Münchner dem hohen Tempo Tribut zollen, Getafe riskierte nun mehr. Bei zwei Standards brachten die Spanier das Tor von Oliver Kahn in Gefahr: Beim Kopfball von Mario musste Philipp Lahm auf der Linie retten (35.), kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Getafes Innenverteidiger nach einem Freistoß fast den Ausgleich erzielt. Zuvor hatte Kahn in seinem 139. Europacup- Spiel Glück, als ein Ellbogenschlag gegen Esteban Granero ungeahndet blieb. Getafes Mittelfeldspieler erhielt die Gelbe Karte (34.) und fehlt statt Kahn im Rückspiel.

Bayern vergeben Konterchancen leichtfertig

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit taten die Bayern zu wenig und gaben Getafe zu viel Raum. Nach feiner Vorarbeit des beweglichen Ikechukwu Uche verfehlte der freistehende Francisco Casquero (54.) das Münchner Tor aus 15 Metern nur knapp. Erst nach einer Stunde übernahmen die Bayern wieder mehr die Initiative, doch Toni und Franck Ribéry (71./72.) vergaben ihre Möglichkeiten bei Überzahl- Kontern ebenso leichtfertig wie Podolski wenig später. Die erste Schrecksekunde musste der Favorit aber sechs Minuten vor Schluss überstehen, als der eingewechselte Manu del Moral nach einem Kahn-Fehler per Kopf den Pfosten traf. Besser machte es Contra wenig später.

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