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FC Bayern bei Getafe: Kahn, die Willenskraft und eine Portion Dusel

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Getafe - Bayern  

Kahn, die Willenskraft und eine Portion Dusel

11.04.2008, 10:08 Uhr

Kahn (li.) freut sich mit Doppeltorschütze Toni (Foto: Reuters)Kahn (li.) freut sich mit Doppeltorschütze Toni (Foto: Reuters) Oliver Kahn brachte es nach dem 3:3 in Getafe auf den Punkt. "Das ist halt Bayern München. Das kannst Du nicht erklären, dieses Phänomen", erklärte der Kapitän des deutschen Rekordmeisters nach dem glücklichen Erreichen des Halbfinals im UEFA Cup. Zweimal stand seit sein Team Sekunden vor dem Aus. Zweimal sorgte die Mischung aus Willenskraft und Dusel für das kaum noch für möglich gehaltene Weiterkommen gegen den spanischen Außenseiter. Nach den Treffern von Franck Ribéry kurz vor Ende der regulären Spielzeit und Luca Toni in der 115. Minute und fast mit dem Schlusspfiff der Verlängerung sind die Bayern der letzte deutsche Vertreter im Europapokal. Und Kahns internationale Karriere endete nicht in einem Madrider Vorstadtstadion.

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Kahn: "Du musst heute noch etwas Produktives machen"

"Ich habe schon ein bisschen Zweifel gehabt", gab Kahn nach dem Schlusspfiff zu. Doch das Wort Aufgabe scheint für den 38-Jährigen nicht zu existieren. "Man glaubt immer", erklärte Kahn nach der Partie. Wenige Minuten zuvor hatte es den Keeper nicht mehr hinten gehalten. Er stürmte in den gegnerischen Strafraum. "In meinem Kopf war: Du musst heute noch etwas Produktives machen, nachdem Du vorher nur drei Tore kassiert hast", schilderte Kahn seine Gedanken. Er wollte einfach nichts unversucht lassen, "vielleicht noch für ein bisschen Verwirrung sorgen". Wenige Sekunden später stand es 3:3, ohne dass Kahn den Ball berührt hatte. Doch zumindest hatte er den spanischen Verteidiger bei der Kopfballabwehr soweit gehindert, dass der Ball Jose Ernesto Sosa vor die Füße fiel. Der Argentinier flankte, Toni köpfte und die Bayern jubelten.

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Ein ganz besonderer Abend

"Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein Spiel gesehen oder selbst erlebt zu haben", erklärte Kahn nach dem Spiel. "Jetzt musste ich 140 Europacupspiele machen, gegen Barcelona, Manchester United, Real Madrid - das ist alles nichts gegen das, was hier heute abgelaufen ist. Wenn wir uns in zehn Jahren wiedersehen, sprechen wir nicht von Real und ManU, sondern von Getafe."

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Ideenloses Spiel

Unbedingt verdient hatten die Bayern das Weiterkommen nicht. Obwohl sie nach dem frühen Feldverweis gegen de la Red, der in der 5. Minute wegen einer angeblichen Notbremse vom Platz musste, einen Mann mehr auf dem Platz hatten, spielten die Münchner über weite Strecken pomadig. Nur in den Anfangsminuten machten sie Druck, Ribéry knallte das Spielgerät direkt nach dem Foul von de la Red an den Pfosten. Doch dann verwalteten die Münchner die Partie, hatten 70 Prozent Ballbesitz. Zwingende Chancen blieben Mangelware. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, aber Getafe hat die Räume auch sehr eng gemacht, da haben wir nicht so viele Chancen bekommen. Die Mannschaft hat sich das Weiterkommen erkämpft", analysierte Trainer Ottmar Hitzfeld nach der Partie.

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Doppelpack von Toni

Doch am Ende durfte sich der Coach darüber freuen, dass sein Team weiterhin in dieser Saison drei Titel erringen kann - und dass das Glück dem FC Bayern in Getafe so wohl gesonnen war. Beim Ausgleich zum 1:1 konnten die Spanier den Ball nicht richtig klären, so dass dieser Ribéry vor die Füße fiel. Beim 3:2 ließ Getafes Torwart Pato den Ball nach einer harmlosen Flanke unter seinem Körper durchgleiten. Toni brauchte nur noch abzustauben. Und beim 3:3 klappte endlich das, was die Bayern zuvor 119 Minuten lang erfolglos versucht hatten - mit einem hohen Ball auf Toni zum Erfolg zu kommen. "Er gibt nie auf und ist ein absoluter Winner-Typ", lobte Hitzfeld den italienischen Weltmeister.

Hoeneß: "Hatten das Glück des Tüchtigen"

Die Mängel im Spiel war den Bayern trotz der Euphorie über das Weiterkommen nach der Begegnung durchaus bewusst. "Wir hatten das Glück des Tüchtigen, trotzdem muss über einiges gesprochen werden. Nach 110 Minuten gegen zehn Leute muss einfach mehr herauskommen", kritisierte Manager Uli Hoeneß. Und Philipp Lahm ergänzte: "Es war ein schlechtes Spiel von uns. Wir haben zu viele Fehler gemacht, nach vorne ging auch nichts. Aber man hat die Mentalität der Mannschaft gesehen." Und da hat der FC Bayern den anderen deutschen Mannschaften derzeit einiges voraus.

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