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Der Ex-Meister als undurchschaubare Sphinx

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VfB Stuttgart  

Der Ex-Meister als undurchschaubare Sphinx

20.07.2008, 10:36 Uhr | t-online.de

VfB-Kapitän Pavel Pardo (re.) im Duell mit Ramenskojes Siegtorschützen Dmitri Kirichenko (Foto: dpa)VfB-Kapitän Pavel Pardo (re.) im Duell mit Ramenskojes Siegtorschützen Dmitri Kirichenko (Foto: dpa) Der altehrwürdige "kicker" ist eben ein echtes Fachblatt: "Viel Arbeit für Veh!", titelte das Sportmagazin in seiner Ausgabe vom 17. Juli. Da waren es noch mehr als 48 Stunden bis zum ersten Pflichtspielauftritt von Vehs VfB Stuttgart in Ramenskoje. Die 0:1-Pleite auf dem Weg in den UEFA Cup bedeutet: "Noch mehr Arbeit für Veh!"

Der Cheftrainer betonte nach den wenig zufriedenstellenden 90 Minuten im russischen Schmuddelwetter zwar, er sei optimistisch, was das Weiterkommen anginge. Noch hält sein Team auch alle Trümpfe in der Hand. Allerdings klingt des Trainers Aussage angesichts des Leistungsverfalls des Meisters von 2007, gepaart mit den gegebenen personellen Problemen, auch sehr nach Zweckoptimismus.

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Kapitän Meira rausgeworfen

Kapitän Fernando Meira ist ausgemustert und wird aller Voraussicht nach zu Galatasaray Istanbul abgegeben, Spielmacher Yildiray Bastürk steht in seinem zweiten Jahr vor der Nagelprobe. Dem als Problemkind bekannten Jan Simak, der vom Zweitligaabsteiger Jena kam, wird gleich keinerlei Eingewöhnungszeit zugestanden. Ansonsten wäre der Ex-Leverkusener und - Hannoveraner in der höchsten deutschen Spielklasse für alle Zeiten verbrannt. Der hochveranlagte, aber auch ebenso sensible Tscheche muss an Bastürks Seite ebenso sofort einschlagen wie Nationaltorwart Jens Lehmann. Zu frisch ist noch die bittere Erfahrung mit Totalreinfall Raphael Schäfer, der in seiner alten Heimat Nürnberg den Neuanfang wagt.

Vereinsporträt VfB Stuttgart

Fragezeichen hinter den Leistungsträgern

Die Unbekümmertheit und Unbeschwertheit der Meistersaison löste sich binnen eines Jahres voller neuer Erfahrungen in Luft auf. Dass auch die einzige Konstante der gerade noch so in den UI Cup geretteten Vorsaison, Mario Gomez, leistungsmäßig in ein unerwartet tiefes Loch fiel, symbolisiert die derzeitige Führungslosigkeit der Mannschaft. Zudem ist nicht klar, wie lange Gomez überhaupt noch am Neckar stürmt. Nicht nur der FC Bayern München lauert auf den 23-jährigen Torjäger. Pavel Pardo, der die Männer mit dem roten Brustring in Ramenskoje als Kapitän anführte, hätte gegen eine Rückkehr in seine mexikanische Heimat auch nichts einzuwenden. Doch CF America blitzte mit seinem Werben ab bei der sportlichen Führung des VfB.

UI Cup Hertha gegen Otaci im Torrausch

Heldt und der richtige Hinweis auf den Platz

Deren erstes Gesicht heißt Horst Heldt. Der Manager betonte gegenüber dem "kicker" die "hohe Qualität" des von ihm und Veh zusammengestellten Kaders. Vor allem wies der Ex-Nationalspieler angesichts des Investitionsvolumens der Konkurrenz darauf hin, man solle sich an dem orientieren, "was auf dem Platz passiert". Richtig. Denn das zählt. Und da steht momentan ein 0:1 beim Zwölften des russischen Oberhauses.

Marica vergibt den möglichen Sieg

Dass - trotz weitgehender Feldüberlegenheit - in der Fremde kein Tor glückte, lag an der fehlenden Konsequenz im Sturm und der Fähigkeit, dort zur rechten Zeit das Unerwartete ins Spiel zu bringen. Ciprian Marica, der vor einem Jahr belastende sieben Millionen Euro Ablöse kostete und laut "transfermarkt.de" bereits 1,5 Millionen Euro Marktwert einbüßte, hatte durch seine drei Tore in Augsburg zu großen Hoffnungen Anlass gegeben. Doch in Ramenskoje, als er hätte da sein müssen, zeigte der eingewechselte Rumäne zwar Willen. Letzten Endes aber kam nichts dabei heraus, und jeder Beobachter erkannte bei den zwei Großchancen des 22-Jährigen, weshalb er noch nicht in Stuttgart angekommen ist.

Hilbert und die Flecken auf seiner Weste

Das gilt nicht für Roberto Hilbert. Aber auch der Oberfranke muss nach seiner Ausmusterung aus Joachim Löws EM-Kader und dem vorangegangenen Fehltritt gegenüber einem Gegenspieler aus dem Amateurbereich im Rahmen eines Freundschaftsspiels wieder Boden gutmachen. Damit hat der Nationalspieler in Ramenskoje begonnen. Das Glück war dem 23-Jährigen jedoch genauso wenig hold wie seinen Kollegen.

Der Talentschuppen muss reifen

Darunter sind mit Serdar Tasci und Sami Khedira zwei Talente, die im Meisterjahr aus dem Nichts ins Rampenlicht stießen und nunmehr einem ganz natürlichen Reifeprozess unterliegen. Die mediale Aufregung um beide legte sich im Verlauf der vergangenen Saison. Zum Glück für den Verein. Der kann beide schon jetzt als echte Führungspersonen gebrauchen. Die soll Andreas Beck auch 'mal werden - wenn der Rechtsverteidiger aus Hoffenheim zurück ist. Das Talent beim Sensationsaufsteiger zur weiteren Ausbildung "geparkt" zu haben, wird verständlich angesichts der irren 3,2 Millionen Euro Ablöse: für einen 21-Jährigen und ganze 28 Bundesligaeinsätze.

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