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Schwere Vorwürfe gegen ungarische Sicherheitskräfte

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Schwere Vorwürfe gegen ungarische Sicherheitskräfte

27.07.2008, 14:42 Uhr | t-online.de, dpa

Ungarische Security-Kräfte während der Ausschreitungen. (Foto: Reuters)Ungarische Security-Kräfte während der Ausschreitungen. (Foto: Reuters) Das Drittrunden-Rückspiel des UI Cups zwischen Honved Budapest und Sturm Graz ist von Ausschreitungen überschattet worden. Leuchtraketen flogen, Sitzschalen wurden aus der Verankerung gerissen und mehrere Fans verletzt.

Von österreichischer Seite sind nun schwere Vorwürfe gegen ungarische Sicherheitskräfte laut geworden. Ein Präsidiums-Mitglied von Sturm äußerte den Verdacht, dass "vermutlich eine Hooligan-Gruppe als Ordner aufgetreten" sei.

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Ausschreitungen im Gästeblock

In der ersten Halbzeit des Spiels, das Graz 2:1 gewann und in die nächste Runde einzog, hatten Grazer Fans Leuchtraketen auf den Rasen geschossen. Danach war es im mit rund 1000 Zuschauern gefüllten Gästeblock des Jozsef-Bozsik-Stadions zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und ungarischen Security-Beamten gekommen. Die im Stadion anwesende Grazer Gemeinderätin Christina Jahn berichtete, dass auf mehrere Sturm-Anhänger eingeprügelt worden sei, die für Ruhe sorgen wollten.

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Mit Billardkugeln auf Fans eingeprügelt?

Zudem hätten die Sicherheits-Leute mit herausgerissenen Plastikstühlen und mit Billardkugeln gefüllten Socken auf die Fans eingedroschen. "Selbst Frauen liefen blutend herum", sagte Jahn der österreichischen Nachrichtenagentur "APA".

Mehrere Verletzte im Krankenhaus behandelt

Es hätte ein unvorstellbares Chaos geherrscht, sagte ein mitgereister szenekundiger Beamter. Aus österreichischer Sicht sollen die Sicherheitskräfte nur auf einen Anlass gewartet haben, um auf die Grazer Fans einzuprügeln. Zehn bis 15 Anhänger mussten im Krankenhaus behandelt werden. In der Pause räumte die Polizei den Block. Drei Österreicher wurden wegen vorübergehend festgenommen.

Sturm-Präsident: "Sie haben brutal zugeschlagen"

Sturm-Präsident Hans Rinner zeigte sich erschüttert: "Es ist sehr bitter, dass Knallkörper geworfen wurden. Aber die Security hat im Fansektor nichts verloren. Sie haben brutal zugeschlagen. Ich habe Bilder gesehen, wo Sturm-Fans wie in einem Käfig eingesperrt wurden und auf sie eingeschlagen wurde."

Polizei wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Budapester Polizei widersprach der Darstellung der Österreicher. Ihre Beamten seien gegen gewalttätige Grazer Fans eingeschritten und hätten dabei angemessene Mittel wie Gasspray eingesetzt, sagte ein Sprecher. Als Polizei und Ordnungskräfte mehrere Personen dingfest machen wollten, die Leuchtraketen abgeschossen hatten, seien sie mit Plastiksitzen beworfen und in Schlägereien verwickelt worden.

Ausschreitungen auch in der Innenstadt

Zusammenstöße mit den Budapester Fans konnten im Stadion verhindert werden. Bereits vor der Partie hatte es allerdings Ausschreitungen zwischen Fans beider Mannschaften in der Innenstadt gegeben. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt.

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