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FC Schalke 04: Wütende Fans fordern Rauswurf von Manager Müller

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FC Schalke 04  

Fans mit dem feinen Gespür für den wahren Schuldigen

28.11.2008, 08:46 Uhr

Schalkes Manager Andreas Müller (Foto: dpa)Schalkes Manager Andreas Müller (Foto: dpa) Dass es auf Schalke niemals langweilig wird, ist bekannt. Nach dem blamablen 0:2 gegen Manchester City richtete sich Volkes Zorn aber nicht etwa gegen den bisher leidlich erfolgreichen Cheftrainer Fred Rutten. Manager Andreas Müller musste sich lautstarke "Raus-Rufe" gefallen lassen. Immerhin steht nach dem Verpassen der Champions League nunmehr auch das Überwintern im UEFA Cup auf dem Spiel.

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Der "Kuranyi" der Führungsetage

"Es wäre ganz falsch, jetzt auf die Mannschaft einzuprügeln", äußerte sich der attackierte Müller nach den erschreckend leblosen 90 Minuten des Gastgebers ganz im Sinne des Anhangs. "Der eine oder andere Spieler hat das auch schon aushalten müssen", bemerkte der frühere "Euro-Fighter". Erinnert sei nur an die anhaltenden Missfallenskundgebungen gegen Mittelstürmer Kevin Kuranyi. Das auszuhalten, so Müller, "schaffe ich auch". Um ihn müsse sich "keiner Sorgen machen", beruhigte der Schwabe nach dem 13. sieglosen Pflichtspiel (insgesamt 23) der Saison.

Zu viele Fehlzündungen

Es spricht für das feine Gespür einer ganz besonders leidensfähigen Fangemeinde, sich verbal nicht auf den Trainer zu stürzen, sondern auf den, der ihn verpflichtet hat. Und so manchen Spieler, der ebenfalls alles andere als ein Heilsbringer ist: Die illustre Liste der vergangenen Jahre reicht vom Uru Carlos Großmüller über dessen Landsmann Vicente Sanchez, den "falschen" Zé Roberto und den Dänen Peter Lövenkrands bis hin zum noch ganz und gar nicht zündenden Niederländer Orlando Engelaar.

Endspiel in Enschede

Das, wovon sie auf Schalke jahrelang nichts hatten, verbrennen sie in schöner Regelmäßigkeit: Geld. Geschätzte 20 Millionen Euro gingen den Königsblauen durch die Lappen, sollte die Arbeitsverweigerung ins UEFA-Pokal-Aus münden. Ausgerechnet bei Ruttens Ex-Arbeitgeber in Enschede bietet sich die letzte Chance, den GAU zu verhüten. Selbst für einen Klub, der am "Gazprom"-Tropf hängt, wären die finanziellen Einbußen keine "Peanuts". "Wir müssen die Situation sachlich und ruhig analysieren, aber nicht zu ruhig, sonst schlafen wir ein."

Kampf wird erwartet

Gegen das Einschlafen der Spieler hatte der Verein auch gegen Manchester die Fans auf die Ränge der Arena gelassen: "Wir wollen Euch kämpfen sehen", forderten die seit einem halben Jahrhundert vom Meistertitel Träumenden. Kämpfen gehört im Fußball-Westen zur Grundausstattung des kickenden Personals, zum Fußball-Kanon der Region. Eigentlich.

Kein Glaube an sich selbst

Doch von der Anerkennung als "echte Schalker" entfernte sich das aktuelle Aufgebot des Kultklubs gegen die Engländer so weit, dass schließlich ein höhnisches "Oh, wie ist das schön!" die Runde machte. Wohlgemerkt im Rahmen einer 0:2-Heimpleite. Die Vorstellung seiner Jungs, sprang Rutten dem geprügelten Manager Müller im ZDF zur Seite, habe jedoch nichts mit dessen Einkaufspolitik zu tun. "Der Mannschaft hat nach dem 0:1 der Glaube gefehlt, noch ein Unentschieden oder gar einen Sieg zu holen."

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Video Kuranyis Vertragsverlängerung sorgt für Wirbel

Nur Rückschritte gemacht

Nichts war zu sehen von der Reife und der Überzeugung, mit der die Knappen nach dem Wunsch und der Ankündigung Müllers zuvor im ZDF hatten auftreten sollen. Müller wird weiter an Schalkes Meistermannschaft basteln, ob es einem Großteil der Fans nun passt oder nicht. Sie haben ihm nicht vergessen, fähige Trainer wie Ralf Rangnick (heute in Hoffenheim gefeiert) und auch dessen früheren Assistenten Mirko Slomka (führte S04 ins Viertelfinale der Champions League) nicht in letzter Konsequenz gestützt zu haben. Unter ihnen war Schalke bereits anderthalb bis zwei Schritte weiter. Müller: "Ich bin seit 20 Jahren im Fußballgeschäft und weiß, welche Aufgaben ich im Verein habe."

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