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Europapokal - Deutsche Teams  

Bundesliga international nicht konkurrenzfähig

28.11.2008, 09:53 Uhr | t-online.de

Drei Mann, eine Reaktion: Hugo Almeida, Marcelo Bordon und Frank Rost (von links) sind frustriert. (Fotos: imago) Drei Mann, eine Reaktion: Hugo Almeida, Marcelo Bordon und Frank Rost (von links) sind frustriert. (Fotos: imago) Wie sich die Bilder gleichen. Abpfiff in Gelsenkirchen. Das Publikum pfeift nach Leibeskräften, die Schalker Spieler schleichen in die Kabine. Zwei Stunden später, Abpfiff in Hamburg. Das Publikum pfeift, die HSV-Profis schleichen in die Kabine. Nein, es war definitiv keine gute Europacup-Woche für die deutschen Teams. International nicht konkurrenzfähig, lautet mal wieder die bittere Erkenntnis.

Ausnahmen gibt es. Doch im Falle Bayern München bestätigen diese eher die Regel. Die Bayern sind seit Jahrzehnten eine Konstante in Europa. Auch der VfL Wolfsburg macht bisher Spaß.

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Vermeintliche Spitzenteams enttäuschen

Aber was ist mit denen los, die nach ihrem Selbstverständnis Spitzenteams sind? Schalke ist chancenlos gegen Manchester City, das für die Zukunft Großes plant, aber in der Gegenwart doch eher bieder daherkommt. Der HSV verliert gegen Ajax Amsterdam, das mehr vom großen Namen als von aktueller Klasse lebt. Und Werder Bremen? Hat es geschafft, gegen Europas zweite und dritte Reihe genau null Siege einzufahren.

Fünf Siege in 17 Versuchen

Auf dem Papier ist es in den letzten Jahren wieder etwas besser geworden, Deutschland hat sich Platz vier in der Fünfjahreswertung zurückgeholt. Auf dem Platz sorgen die Klubs allerdings für immer weniger Freude. Drei Stunden Fußball im ZDF, kein deutsches Tor - so die Bilanz für all jene, die sich am Donnerstag auf einen schönen Europapokal-Abend gefreut hatten. Lässt man den FC Bayern außen vor, haben die deutschen Teams in dieser Saison nur fünf von 17 Partien gewonnen. Da ist es schon eine gute Nachricht, dass bis auf Werder immerhin noch niemand endgültig ausgeschieden ist.

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Nicht nur gegen die Topklubs enttäuschend

Es bedarf - und das ist das eigentlich Erschreckende - nicht mal mehr der Topklubs Marke Barcelona oder Manchester United, um den deutschen Vertretern ihre Grenzen aufzuzeigen. Und das nicht erst seit dieser Saison. Glasgow Rangers, CA Osasuna, Odense BK, AS Nancy - alles Mannschaften, die in den vergangenen Jahren gegen deutsche Teams gewannen. Da greift auch nicht mehr das Argument, dass anderswo sehr viel mehr Geld zur Verfügung steht. Auf die aktuelle Saison bezogen, gehört Anorthosis Famagusta ebenso wenig zum europäischen Geldadel wie Ajax Amsterdam.

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Wo liegen die Gründe für die Pleiten?

Warum die Bundesligisten trotzdem reihenweise den Kürzeren ziehen? Wahrscheinlich ist es wie so oft ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Da fehlt es zum einen an Cleverness. Überlegen gespielt, aber am Ende verloren, ist ein Fazit, dass viele Bundesligaklubs kennen.

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Weniger Respekt als früher

Aber es ist auch eine Frage des Auftretens. Früher wünschte sich kein Gegner bei der Auslosung, ein deutsches Team aus dem Topf zu ziehen. Heute sind es nur noch die Bayern, die schon im Vorfeld Angst und Schrecken verbreiten. Der Rest kann dann und wann mal für ein Ausrufezeichen sorgen, die Gegner wissen aber: Gegen die haben wir eine Chance, das ist keine Übermannschaft. Und gegen die Crème de la Crème aus den Topligen in England, Spanien und Italien steht die Bundesliga - auch finanziell - ohnehin seit Jahren meist auf verlorenem Posten.

Lineker korrigiert seinen Spruch

Dass Fußball längst nicht mehr das Spiel mit 22 Mann, einem Ball und den am Ende erfolgreichen Deutschen ist, hat Gary Lineker schon vor zwei Jahren gemerkt - und seinen legendären Spruch korrigiert. In dieser Saison wird einmal mehr deutlich, wie recht er damit hatte.

Was denken Sie, ist der Grund für die anhaltende Flaute der deutschen Klubs im internationalen Geschäft? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende des Artikels und diskutieren Sie mit anderen Usern.

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