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UEFA Cup: Der VfB Stuttgart marschiert eine Runde weiter

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Gruppe C  

Der VfB marschiert eine Runde weiter

18.12.2008, 22:51 Uhr | dpa

Hilbert (r.) und Khedira feiern den VfB-Erfolg. (Foto: imago)Hilbert (r.) und Khedira feiern den VfB-Erfolg. (Foto: imago) Dem Einzug in die K.-o.-Phase folgte sofort das O.k. für eine weitere Zusammenarbeit mit Markus Babbel: Der VfB Stuttgart ist locker in die nächste Runde des UEFA Cups spaziert und hat den Aufwärtstrend unter seinem Teamchef auf internationaler Bühne gekrönt.

Mit ihren Premieren-Toren sorgten der stark auftrumpfende Sami Khedira (5. Minute) und Roberto Hilbert (49.) sowie Ciprian Marica (72.) im "Spiel des Jahres" gegen Spitzenreiter Standard Lüttich für die Tore zum 3:0 (1:0)-Erfolg und vorweihnachtliche Festtagsstimmung in der Mercedes-Benz-Arena. Gleich nach der Partie gaben die Schwaben bekannt, dass Babbel trotz fehlender Trainerlizenz bis zum Sommer 2009 die Mannschaft betreuen soll.

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Bis zum Saisonende mit Babbel

"Wir werden mit dem Trainerteam bis zum Ende der Saison weiterarbeiten", bestätigte Sportdirektor Horst Heldt im SWR- Interview noch auf dem Rasen die erwartete Entscheidung. Anschließend werde der Klub sich aber den DFB-Regeln beugen und einen neuen Trainer suchen, da Babbel die nötige Lizenz fehlt. Juristische Schritte seien entgegen erster Überlegungen gegen die Verbandsauflage nicht geplant. "Es ist wichtig, dass er weiter macht", sagte Torschütze Khedira zum Engagement des Trainers. "Wir haben einen guten Trainer, wir brauchen keinen neuen", sagte Torwart Jens Lehmann.

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"Jetzt fängt der Europapokal erst richtig an"

Vor 28 000 Zuschauern geriet der Bundesligist gegen die bereits qualifizierten Belgier nie ernsthaft in Gefahr und blieb auch im fünften Spiel unter Babbel ungeschlagen. Da Sampdoria Genua gegen den FC Sevilla mit 1:0 gewann, rückte Stuttgart sogar noch auf Platz zwei der Gruppe C vor und bekommt am Freitag einen Gruppen-Dritten der Champions League als nächsten Gegner zugelost. "Ich bin sehr froh, dass wir weiter sind. Das war das Ziel, das haben wir erreicht", sagte Heldt. Auch Babbel war zufrieden. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung. Jetzt fängt der Europapokal erst richtig an."

Khedira mit tollem Tor

Mit aller Macht wollten die Stuttgarter ihren Unmut über das DFB-Diktat, das eine Zusammenarbeit mit Babbel nur bis zum Saisonende möglich macht, im "Spiel der Spiele" (Heldt) verdrängen. Dies gelang hervorragend, da Lüttich trotz Bestbesetzung wenig Gegenwehr bot. "Ich bin sehr optimistisch. Die Jungs haben gezeigt, wozu sie im Stande sind", sagte Babbel - und sein Team ließ sofort Taten folgen. Khedira machte exakt da weiter, wo er am Samstag beim 2:2 gegen Bayern München aufgehört hatte: Er erzielte ein Tor. Glänzend freigespielt von Roberto Hilbert schoss der Mittelfeldmann aus spitzem Winkel ein und fügte Lüttich das erste Gegentor in dieser Europapokal-Saison zu.

Meiste Gefahr aus dem Mittelfeld

Babbel musste gegen die in Bestbesetzung angetretenen Gäste auf die erkrankten Ricardo Osorio und Jan Simak verzichten. "Wir brauchen Leute, die 100 Prozent Gas geben können", sagte er. Im Angriff gab der Ex-Nationalspieler Marica den Vorzug vor Cacau, Torgefahr kam bei den Schwaben aber zunächst aus dem Mitttelfeld. Martin Lanig (17.) prüfte per Distanzschuss Standard-Torwart Rorys Aragon Espinoza.

Führung im Rücken sorgt für Sicherheit

Acht Minuten später war der Schlussmann bei einem erneuten Lanig-Versuch schon geschlagen, doch Verteidiger Landry Mulemo rettete auf der Torlinie stehend. Wirklich gefordert wurde der VfB von den Belgiern aber nicht. Die Führung im Rücken verlieh sichtbar Sicherheit. Torwart Jens Lehmann musste im ersten Abschnitt nicht einmal ernsthaft eingreifen.

Turbulente zweite Halbzeit

Und auch in der zweiten Halbzeit legte Stuttgart einen tollen Start hin. Hilbert nutzte die Verwirrung in Lüttichs Defensive nach einem "Luftloch" von Mario Gomez zu seinem ersten Europapokal-Treffer. Dann wurde es richtig turbulent. Khedira (51.) und Gomez (54.) trafen Latte und Pfosten. Schiedsrichter Rasmussen (Dänemark) verwehrte Lanig einen klaren Elfmeter. Auf der Gegenseite zeigte Lehmann (56.) im Duell 1-1 gegen Igor de Camargo seine Klasse und hielt sein Team auf Kurs. Marica sorgte mit einem sehenswerten 20- Meter-Kracher für den Endstand.

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