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Werder Bremen: Der Befreiungsschlag beim AC Mailand

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Werder Bremen  

Der Befreiungsschlag von San Siro

27.02.2009, 09:52 Uhr | t-online.de

Bremens Claudio Pizarro (re.) trifft zum Entsetzen der Milan-Legende Paolo Maldini (Mitte) im Giuseppe-Meazza-Stadion. (Foto: AP)Bremens Claudio Pizarro (re.) trifft zum Entsetzen der Milan-Legende Paolo Maldini (Mitte) im Giuseppe-Meazza-Stadion. (Foto: AP) Keine Bilder aus Mailand, aber eine sensationelle Nachricht: Werder Bremen steht im Achtelfinale des UEFA Cups. Im Rückspiel beim alternden AC untermauerten die Hanseaten ihren Ruf als Europapokal-Wundertäter und holten im San Siro nach einem 1:1 im Hinspiel einen 0:2-Rückstand noch auf. Hauptverantwortlich zeichnete ausgerechnet der zuletzt suspendierte Claudio Pizarro.

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Schon das 17. Saisontor im 24. Einsatz

Wegen seines unangemeldeten Ausflugs zum Bruder nach München für die enttäuschende Partie in Cottbus von Cheftrainer Thomas Schaaf nicht berücksichtigt, erwies der Peruaner seinen Wert für die Grün-Weißen mit seinen Pflichtspieltoren 16 und 17 im 24. Einsatz dieser Saison.

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Immer wieder Pizarro

Bereits in der Champions-League-Gruppenphase hatte der frühere Bayern-Angreifer beim AC-Stadtrivalen Inter im vergangenen Oktober zum 1:1-Endstand getroffen und zwei Monate später den 2:1-Heimerfolg über die Nerazzurri eingeleitet. Ohne den hätte Bremen den UEFA-Cup-Wettbewerb gar nicht erreicht. Pizarros insgesamt dritter Doppelpack dieser Spielzeit tat allen an der Weser gut - und dem 30-Jährigen besonders.

Milan trotz 2:0-Vorsprungs hypernervös

Bereits das 1:1 in Bremen war für Milan eher ein glückliches Ergebnis gewesen. Dass die Übermannschaft der 90er Jahre jedoch längst nur noch vom Ruhm glorreicherer Tage lebt, erwies sich in der Tatsache, dass selbst eine bis zur 68. Minute bestehende 2:0-Führung nicht zum Vordringen in die Runde der letzten Acht langte. Und das gegen ein Werder, das national die schlechteste Mannschaft der Rückrunde stellt, noch keine der vier Bundesliga-Begegnungen 2009 gewann und vor dem Ausflug nach Mailand sogar in Cottbus unterlag.

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Deutscher Boden Mailand

Offenbar aber ist der Grund von San Siro ein deutscher Jungbrunnen: Hier legten 1990 nicht nur Franz Beckenbauers Nationalspieler in fünf Partien den Grundstein zum dritten WM-Gewinn der DFB-Geschichte, sondern auch schon Gladbach, der FC Bayern und Werder selbst (siehe das 1:1 vom 1. Oktober 2008) großartige Vorstellungen hin.

An Gladbach und den Bayern orientiert

Die Borussia überstand am 7. November 1979 nach einem 1:1 am altehrwürdigen Bökelberg die zweite Runde des UEFA Cups dank eines 3:2 nach Verlängerung bei Inter. Erst im Endspiel war dann Eintracht Frankfurt stärker als der Titelverteidiger. Fast genau neun Jahre später - am 7. Dezember 1988 - entzauberte der FC Bayern im gleichen Wettbewerb nach einem aussichtslos erscheinenden 0:2 im Olympiastadion Inter mit drei Toren binnen acht Minuten und sicherte sich einen Platz im Viertelfinale.

Die Europapokalhelden im direkten Vergleich

Jener FC Bayern kreuzt am 22. Spieltag im Bundesliga-Spitzenspiel mit Werder die Klingen (am Sonntag ab 16.45 im t-online.de Live-Ticker). Ein Spitzenspiel ist dieser Vergleich des Meisters und des Vize-Meisters immer, ungeachtet der aktuellen Tabellensituation, die im Weserstadion den Elften und den Vierten zusammenführt. Der Elfte und der Vierte aber setzten nach schmerzlichen Schlappen in Cottbus und gegen den 1. FC Köln die internationalen Höhepunkte der Woche. Auf die erfahrenen Europapokal-Dauergäste ist im Zweifelsfall noch am ehesten Verlass.

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