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Europa League: UEFA testet Torrichter

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Europa League  

Experiment: UEFA testet Torrichter

16.09.2009, 11:26 Uhr

Die UEFA setzt testweise Torrichter in der Europa League einBall drin oder nicht? Das entscheiden jetzt die Torrichter in einer Testphase (Foto: imago) Im traditionsbewussten Fußball wird Neuland betreten und eine radikale Innovation getestet. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) führt im Rahmen der Gruppenphase der Europa League in einem Pilotprojekt den Einsatz von zwei Torrichtern ein.

Damit umfasst das Gespann der Unparteiischen nun bei jeder Partie fünf Personen.

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Kircher ist einer der ersten Schiris

FIFA-Referee Knut Kircher wird beim Duell Benfica Lissabon gegen Bate Borissow als einer der ersten Schiris von zwei Torrichtern unterstützt. Neben den beiden Assistenten Kai Voss und Robert Kempter werden in dem Pilotprojekt der UEFA zusätzlich Peter Sippel und Markus Schmidt hinter den Toren unterstützend tätig sein. Als sogenannter vierter Offizieller fungiert außerdem Jochen Drees.

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Torrichter ohne Entscheidungsbefugnis

Die hinter den Toren postierten Unparteiischen haben die Aufgabe, Strafraum und Strafraumnähe zu beobachten und dürfen auch den Platz betreten, so lange sie hinter dem letzten Spieler (Torwart) bleiben. Mit dem Referee sind sie per Funkmikrofon verbunden. Um zu verdeutlichen, dass die Torrichter keine Entscheidungsbefugnis besitzen, tragen sie keine Fahne. Mit der Genehmigung des Weltverbandes FIFA und der zuständigen unabhängigen Regelkommission darf die UEFA in den 144 Spielen der Gruppenphase das Experiment durchführen.

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Platini befürwortet Test

UEFA-Präsident Michel Platini steht voll und ganz hinter dem Test: "Weitere vier Augen sehen mehr. Wir haben keine Krise des Schiedsrichterwesens, wir haben eine Krise des Nicht-Sehen-Könnens bei der heutigen Geschwindigkeit des Spiels." Platini ist in dieser Frage ganz Traditionalist: "Fußball muss für mich ein menschlicher Sport, ein Spiel, von Menschen für Menschen mit Menschen bleiben. Ich wäre schon sehr enttäuscht, wenn ein erfahrener Mann, der nur wenige Meter neben dem Tor steht, nicht sehen würde, ob ein Ball die Linie überschritten hat oder nicht. Wenn er das nicht sieht, hätten alle Recht, die diese Lösung ablehnen."

Schiri Fandel bevorzugt technische Lösung

In der Bundesliga findet das Experiment nicht überall Zustimmung. Während Schiedsrichter-Boss Volker Roth dem Test immerhin aufgeschlossen gegenübersteht ("Wir sollten erstmal testen, dann urteilen"), machte Ex-Referee Herbert Fandel unlängst keinen Hehl aus seiner Ablehnung. "Ich kann nicht begreifen, warum es immer noch keine technische Lösung gibt, um menschliche Fehler zu vermeiden", hatte das neue Mitglied des Schiedsrichterausschusses gesagt.

System auch für Euro 2012 möglich

Platini verspricht sich von der neuen Maßnahme ein saubereres Spiel: "Ich habe doch selber am Trikot gezupft, weil der Schiedsrichter es nicht sehen konnte. Jetzt aber wird jeder Spieler aufpassen, weil er Angst hat, erwischt zu werden." Das International Board der FIFA könnte im nächsten Frühjahr entscheiden, ob das neue System weiterhin angewandt werden darf oder nicht. Platini: "Wenn es Zustimmung findet, werden wir auch die Europameisterschaft 2012 so spielen."

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